Der Hund zählt in einem Fahrzeug als „Ladung“ – es besteht Sicherungspflicht. Doch wie klappt das am besten? Hier findet ihr eine kleine Übersicht an geeigneten Hundeboxen und -taschen für die sichere Unterbringung während der Fahrt.
Aufgepasst: Bei einer Kontrolle müssen Hundebesitzer, die ihren Hund nicht ordnungsgemäß gesichert haben, mit einem Bußgeld rechnen. Verursacht ein Hund einen Unfall, bezahlt die Kaskoversicherung womöglich nicht. Beides will niemand. Dennoch, und vor allem aus Liebe zum Vierbeiner, stehen viele Wohnmobilisten vor der Frage: Wo und wie sichere ich den Hund optimal? Tatsächlich sind spezielle Hunde-Mobile eher selten. Obwohl es scheint, als wäre nahezu jeder zweite Camper mit vierbeinigem Begleiter unterwegs, gibt es auf dem Markt kein echtes serienmäßiges Dog-Mobil. Eine fest integrierte Hundebox oder versenkbare Näpfe wären ein guter Anfang.
Konsequenz: In den meisten Serien-Wohnmobilen reisen die Vierbeiner improvisiert mit. Camper sind dabei mitunter sehr erfinderisch. In Foren und Facebookgruppen holen sich Hundefreunde Tipps zur Hundesicherung im Mobil. Besonders bei der Platzwahl und der Sicherung des Hundes im Freizeitfahrzeug gibt es jedoch wichtige Aspekte zu beachten.
Wird die Sicherungspflicht missachtet, ist die Verletzungsgefahr für alle Insassen erheblich: Bei einer Vollbremsung bei 50 km/h wird ein 20 Kilogramm schwerer Hund mit dem Dreißigfachen seines Körpergewichts beschleunigt. Dies würde bedeuten, dass über eine halbe Tonne durchs Fahrzeug schleudert. Daher sollte ein bequemer und vor allem sicherer Platz für den Hund gewählt werden. Ihn während der Fahrt in der Heckgarage oder hinteren Teil des Wohnmobils zu platzieren, ist nicht empfehlenswert. Er ist dann zu weit von seinem Rudel entfernt.
Hersteller Tavo Pets hat mit der Box Crispin und dem Korb Maeve zwei besonders sommerfreundliche Transportlösungen entwickelt. Sie sind belüftet und bestehen aus atmungsaktivem Material. Statt Hitzestau zirkuliert hier dank Mesh-Flächen laut eigener Aussage frische Luft für den Hund – so soll statt stickiger Enge ein durchdacht klimatisierter Wohlfühlplatz für unterwegs entstehen. Im Inneren sitzt der Hund luftig, sicher und komfortabel – ganz ohne Hitzestau. Sichtfenster, eine abnehmbare Tür und der großzügige Innenraum tragen zu einem angenehmen Klima bei, selbst an heißen Tagen. Der stabile Rahmen verleiht Schutz und Form.
Gitter oder (Alu)-Boxen bleiben aus sicherheitstechnischen Gründen eine gute Wahl. Der schwedische Hersteller Thule hat mit der Allax Threshold Hundebox eine größenverstellbare Box auf den Markt gebracht. Die TÜV-geprüfte und zertifizierte Box ist in fünf Größen erhältlich und jeweils in der Tiefe stufenlos anpassbar. Sie ist klassisch für den Pkw-Kofferraum gedacht, passt aber auch optimal im Kastenwagen unter den Tisch in der Dinette – eingeklemmt zwischen Fahrersitz und Sitzbank. Eine Anti-Rutschmatte passt unter die Box und verhindert ein Verrutschen. Optimal: Die Box ist zu verzurren.
Test-Hund Foxi mit seinen 13 Kilogramm findet bequem in Größe S Platz – die Box ist in der Tiefe zusammengeschoben. Zu zweit unterwegs, lässt sich der Tisch noch gut nutzen. Ein weiteres Plus ist die einfache Handhabung der Thule Allax: Die Gasdruckfeder hält die Tür offen, sie fällt nicht ungewollt zu.
Die Thule Allax wurde in umfangreichen Crashtests auf ihre Sicherheit für Hund und Passagiere getestet und verfügt über eine Knautschzone, die im Falle eines Unfalls zusätzlich schützt.
Wie die Allax, aber für zwei Vierbeiner.
Die faltbare Tranportbox aus stabilem und leichtem Aluminium von Solognac wiegt ohne Zubehör rund 12,4 Kilo und eignet sich für Hunde wie beispielsweise Setter oder Spaniel mit bis zu rund 25 Kilo. Die Doppelflügeltür mit Gasdruckfedern macht das Handling einfach: Innerhalb weniger Sekunden lässt die Box sich öffnen beziehungsweise zusammenklappen.
Ausgeklappt misst die Box 90 Zentimeter in der Breite, 62 in der Tiefe und 67,5 Zentimeter in der Höhe. Die Innenmaße: 86 x 54,5 x 56 Zentimeter (B x L x H). Zusammengeklappt ist die Box 27 Zentimeter hoch. Vier Haftfüße verhindern ein Verrutschen der Transportbox. Mit dabei sind zwei praktische, abnehmbare Taschen, in denen sich Leine, Halsband oder Pflegeprodukte unterbringen lassen, und eine Liegematte.
Robuste, feuchtigkeitsresistente Transportbox mit Tür mit Gasdruckfedern. Faltbar und in rund 15 Sekunden auf- oder abgebaut. Gurte, Taschen, Matte, Schloss und Dach sind inklusive.
Die Auto-Transportbox von Roony misst 68 x 54 x 50 Zentimeter und eignet sich für kleine bis mittelgroße Hunde. Sie ist innerhalb von rund 10 Minuten auf- und abgebaut.
Transportbox aus Kunststoff für ein bis zwei Hunde, die Trennwand ist herausnehmbar. Größe außen: 100 × 60 × 66 Zentimeter.
Einfache Transporttasche für einen Hund, in drei Größen verfügbar, zusammenfaltbar und weniger sperrig als Modelle aus Metall, geeignet für kurze Fahrten, zusätzliche Sicherung der Box empfehlenswert.
Findet sich kein Platz für eine Box, ist der Platz unter dem Tisch als perfekte Hundehöhle dennoch eine gute Option. Die Sitzbank mit Sicherheitsgurten oder Gurtschlössern befindet sich in der Nähe. Hier sollte der Hund an einem speziellen Autogeschirr gesichert werden. Normale Geschirre stellen ein hohes Verletzungsrisiko für den Hund dar, da die Schnallen aus Kunststoff bestehen und brechen können.
Hochwertiges Hundegeschirr fürs Auto, das euer Tier während der Fahrt sichert. Gleichmäßige Druckverteilung auf den Körper, wodurch das Verletzungsrisiko bei Bremsen oder Unfällen verringert wird.
Mehr Sicherheit auf kurzen Fahrten ohne Box bieten Sicherheitsgurte wie dieser von curli. Einfach am Isofix-System oder Anschnaller befestigen. Nur zusammen mit einem geeigneten Geschirr benutzen.
Verstellbarer Gurt, Länge bis zu knapp 80 Zentimeter, mit dem Karabiner am Hundegeschirr befestigen, die andere Seite ist in den vorhandenen Gurtschlössern verwendbar.
Der Sicherheitsgurt für Hunde wird mit dem Karabiner am Geschirr befestigt und wie ein normaler Gurt in den Anschnaller gesteckt.