Dachzelte verbinden Flexibilität und Mobilität auf praktische und vor allem einsteigerfreundliche Weise. Die Auswahl auf dem Markt der Dachzelte ist groß und vielfältig – Wir geben einen Überblick.
In dieser Marktübersicht stellen wir renommierte Dachzelt-Hersteller und ausgewählte Modelle vor, von leichten Einsteigermodellen über selbstaufblasende Zelte bis hin zu innovativen Hybrid- und Hartschalenzelten, die mit cleveren Features, robusten Materialien und praktischen Extras überzeugen.
Um die Aussicht aus luftiger Höhe zu genießen, verfügt das „Adventure“ Dachzelt rundherum über große Fenster.
Die extra komfortable King-Size-Matratze mit Polychlorid-Membran-Nässeschutz verfügt über eine großzügige Schlaffläche von 165 x 240 cm und ist somit für 2-3 Personen bestens geeignet.
Klappdachzelt mit 12V Antrieb Camping Outdoor blau
Das großzügige Vorzelt des GT Roof 2022 bietet auf einer Grundfläche von 2,10 x 3 Metern Schutz- und Aufenthaltsraum für 2-3 Personen.
Eine modernere Zeltform bietet einen besonders geräumigen Innenraum und mehr Wohnfläche für Sie und Ihre Ausrüstung.
Dank verstellbarer Höhe passend für eine Vielzahl von Fahrzeugen. Empfohlen für Fahrzeuge, bei denen der Abstand vom Boden bis zur Basis des Zeltes 160 bis 215 cm beträgt.
Das qeedo Freedom Hybrid ist ein klappbares Hybrid-Dachzelt mit kompaktem Packmaß, schnellem Aufbau und Komfort für zwei bis drei Personen – ideal für jedes Abenteuer.
Das qeedo Freedom Hybrid ist ein klappbares Hybrid-Dachzelt mit kompaktem Packmaß, schnellem Aufbau und Komfort für zwei Personen – ideal für jedes Abenteuer.
Das qeedo Freedom Hybrid 3+ ist ein klappbares Hartschalendachzelt mit kompaktem Packmaß, schnellem Aufbau und Komfort für drei bis vier Personen – ideal für jedes Abenteuer.
Campwerk hat sich in den letzten 14 Jahren zu einem wichtigen Player im Dachzelte- und Zeltanhänger-Segment etabliert. Neben seinen vergleichsweise günstigen eigenen Adventure Faltdachzelten und Good Vibes Hartschalen vertreibt Campwerk auch die Marken iKamper und Dark Barraks. Die Adventure-Zelte 140 und 165 zieren zwei Panoramafenster im Dach. Die Schlaffläche mit 2,4 mal 1,38 beziehungsweise 1,63 Metern ist üppig bemessen. Das Regen- oder Tropendach kann abgenommen werden, das Innenzelt aus Baumwolle soll das Raumklima optimieren und Luftfeuchte reduzieren. Preislich startet das 140er bei 2.189 Euro. Auch iKamper-Zelte, beispielsweise das Hybridzelt Skycamp (im Bild rechts) für bis zu vier Personen. Zwischenzeitlich sind hochwertige Mehrzonen-Matratzen an Bord, spezielle Schnellmontagesysteme erleichtern die Fixierung auf den Querträgern. Beim iKamper X-Cover lässt sich das Zubehör auf dem geschlossenen Deckel transportieren. Das 307 mal 287 Zentimeter große X-Cover startet bei 3.299, das Skycamp 2.0 bei 4.480 Euro.
Mit dem Blue Dot Voyager hat iKamper ein Keilzelt mit überdachtem Einstieg in zwei Größen. Das Solo mit 60 Kilogramm für 2.800 Euro und das 75 Kilogramm schwere Duo für 3.590 Euro. Von Dark Barraks gibt es zwei Hartschalenkeilzelte – das 2,13 mal 1,40 Meter große Basics mit 98 Kilogramm für 7.100 Euro und das 2,40 mal 1,60 Meter große Grand 2.0 Pro. Das ist für 7.800 Euro mit 120 Kilogramm schon wirklich heavy duty.
Dometic versucht seit Jahren verstärkt, sich zu einer großen Outdoor-Marke zu entwickeln. Erstklassige Kompressorkühlboxen und Kocher sind beispielsweise schon lange im Angebot – seit kurzem auch zwei verschiedene Dachzelte. Der Name des 58 Kilogramm leichten TRT120E (rechts im Bild) täuscht ein wenig – das erstmals in Australien vorgestellte Zelt bietet eine Schlaffläche von 2,18 mal 1,32 Metern. Der eigentliche Clou: Der Aufbau gelingt via Klick auf die Fernbedienung, wenn ihr vorher das fünf Meter lange Kabel in eine Kfz-Steckdose eingesteckt oder sonst wie an 12 Volt angeklemmt habt. Jetzt öffnen zwei Spindelmotoren das Zelt in etwa 50 Sekunden – absolut komfortabel, Vordach abspannen, fertig.
Die Krux: Die eigentlich anstrengende Arbeit – das vorherige Abnehmen der Persenning – muss man nach wie vor manuell machen. Ebenso muss diese aufwändig draufgeschnallt werden, wenn das Zelt eingeklappt ist. Zudem: Sollte sich im Ausland ein Motor verabschieden, müsst ihr diesen erst demontieren, um das Zelt dann manuell öffnen zu können. Der Preis liegt bei 2.450 Euro plus 190 Euro für das Vordach.
Beim Zeltmaterial setzt Dometic auf Weathershield TC, ein atmungsaktives Baumwoll-Polyestergemisch, auch Polycotton genannt. Das TRT 140 Air soll ab Frühjahr 2023 verfügbar sein und etwa 2.500 Euro kosten. Hier übernimmt ein 12-Volt-Kompressor das Aufblasen der Luftschläuche. Geschlafen wird wie im TRT120 auf einer fünf Zentimeter dicken Schaummatratze, hier auf einer Fläche von 2,19 mal 1,44 Metern. In puncto Persenning gilt auch hier: Selbst ist der Camper.
Nakatanenga entwickelt und stellt seine Dachzelte selbst her. Die Firma aus Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz legt dabei großen Wert auf gesundheitlich unbedenkliche Stoffe sowie spezielle Bodenplatten aus HDPE-Waben. Diese sind nicht nur äußerst stabil und witterungsbeständig – die Sandwich-Platte wird verschweißt und nicht verklebt. Eine Bauart, die die Gefahr der Delaminierung quasi eliminiert. Zudem isoliert Kunststoff-Sandwich sehr viel besser als Aluminium-Sandwichplatten.
Die Zelthaut besteht aus 320 g/qm Polycotton, ein PU-beschichteter, dunkler Stoff. Das Safari- oder Tropendach aus 280 g/qm Polycotton – eine Art Überzelt – wird einige Zentimeter über dem Innenzelt aufgespannt. So entsteht eine isolierende Luftschicht. Das kleine Roof Lodge Evolution 2 Basic startet inklusive 3D-Mesh-Matratzenunterlage, Staunetz und LED-Beleuchtung bei 2.150 Euro. Die 60 Millimeter dicke und 1,4 mal 2,4 Meter große Matratze kann in zwei Härten bestellt werden, ein Vorzelt gibt’s optional.
Wer die Website besucht, findet erstklassig aufgemachte Infos zu Materialien und Bauart verschiedener Zelte. Tipp: Nakatanenga bietet seine Zelte auch zum Mieten an.
Offroad-Spezialist Taubenreuther importiert vier Zelte vom australischen Anbieter ARB und zwei von Rhino Rack. Bei den ARB-Modellen reicht die Palette vom innen 2,40 mal 1,4 Meter großen Flinders für gut 2.000 Euro bis zur Esperance V2 Hartschale für knapp 4.000 Euro. Dazwischen liegt das Simpson III mit Anbauzelt für gut 2.300 Euro. Die ARB-Zelte wiegen zwischen 56 und 59 Kilogramm.
Das Rhino Rack Zelt ist innen 2,10 mal 1,30 Meter groß. Es ist in zwei Varianten zu haben. Einmal als klassisches Softshell mit nur 45 Kilogramm Gewicht für 1.860 Euro. Oder als 63 Kilogramm schwere Hartschale für 2.740 Euro. In deren oberer Schale sind Schienen für ein Trägersystem integriert, das bis zu 20 Kilogramm Last tragen kann.
Die österreichische Marke brachte 2015 ihre ersten Tunnelzelte mit Luftgestänge auf den Markt. Zwei Jahre später hatten sie das erste Dachzelt mit aufblasbarem Gestänge.
Mit dem riesigen GT Sky Loft kommt seit 2019 das laut Hersteller größte Dachzelt der Welt von Gentle Tent – bei 3,40 mal 2,00 Metern Liegefläche leicht zu glauben. Dank des Luftgestänges soll das 4.309 Euro teure Skyloft mit zwei großen Abteilen nur 49 Kilogramm wiegen und auf die meisten größeren Autos passen.
Am anderen Ende der Größenskala, was die nötige Dachfläche angeht, rangiert das GT Roof Mini II. Es ist verpackt nur 77 Zentimeter breit und lässt so auf dem Auto noch Platz für Fahrrad oder Kajak – vorausgesetzt, die Dachlast reicht. Mit Leiter wiegt das Roof Mini II 35 Kilogramm. Dazu gibt es noch einen bodentiefen Anbau und ein Vorzelt. Es lässt sich auch auf einem Anhänger oder noch universeller mit speziellen Bodenfüßen als schwebendes Bodenzelt einsetzen. Im Set mit Anbau und Vorzelt soll es knapp 3.900 Euro kosten und so ab Juni/Juli 2025 lieferbar sein. Wer den Platz auf dem Autodach für mehrere Fahrräder, Kajaks oder sonstiges braucht, bekommt das Ground komplett Set mit Bodenfüßen und Transport auf der Anhängerkupplung oder im Kofferraum für gut 4.000 Euro.
Thule ist noch ein verhältnismäßig junger Player im Markt der Dachzelte – das Angebot kann sich dennoch sehen lassen: Neben klassischen Faltdachzelten, wie dem Tepui in drei Ausführungen oder dem Foothill, bietet der schwedische Campingspezialist auch das Hartschalenzelt Basin in zwei Versionen mit Schalen aus ABS-Kunststoff an.
Bei den Zeltstoffen setzt Thule auf verschiedene Gewebe, wer hier klare Vorstellungen und Wünsche hat, sollte die Modelle aufmerksam vergleichen. Bei den Faltdachzelten wählt Thule ein 600er-D-Polyester-Ripstop – ein wasserabweisendes Gewebe, dem man ordentliche Atmungsaktivität nachsagt. Die Zelte mit Hartschale erhalten an den Seitenwänden ein beschichtetes 260-g-Baumwolle/Polyester-Mischgewebe mit einer Wassersäule von 1.500 Millimetern. Das Tepui darf schon getrost als bewährter Klassiker bezeichnet werden. Die Variante Autana verspricht zwar Platz für drei Personen, realistisch sind auf 2,44 mal 1,42 Metern allerdings nur zwei Schlafplätze. Dafür punktet das Autana, dank verlängertem Vordach, mit einem wettergeschützten Vordach, einer 6,5 Zentimeter dicken Matratze und einem serienmäßigen Vorzelt. Die Regenüberhaube lässt sich abnehmen, zwei große Panoramafenster im Himmel ermöglichen einen sensationellen Ausblick auf den Sternenhimmel.
Nicht größer, aber mit sensationeller Optik kommt das brandneue Approach (Bild) daher. Es bietet ebenfalls große Panorama-Dachfenster, zudem, dank der steilen umlaufenden Wände, einen ansprechend großen Innenraum. Geöffnet streckt sich das Approach auf 2,4 mal 1,43 Meter Grund- beziehungsweise Schlaffläche, ausreichend Platz für zwei, nur im Notfall für drei Personen. Ein pfiffiges, abschließbares Schnellmontagesystem, das die Fixierung auf den Querträgern deutlich erleichtert, rundet das ansprechende Erscheinungsbild noch ab.
Thule bietet vielseitiges Zubehör für seine Dachzelte an, vom 3D-Abstandsgewirke über Auffahrkeile zum Nivellieren des Fahrzeugs bis hin zu kleinen Dachzelttischen und Komfortmatratzen. Die ganzjährige Nutzbarkeit, die Thule bei einigen Modellen verspricht, muss differenziert bewertet werden. Wärmer als in anderen Dachzelten wird es auch in einem Thule kaum werden – zumal passende Zusatzisolierungen nicht angeboten werden.
Preislich gelingt der Einstieg bei Thule mit dem Tepui Ayer, einem 2-Personen-Faltdachzelt, bei 1.999 Euro. Das Approach M, ebenso ein klassisches Faltdachzelt (verfügbar in drei Farben), gibt’s für 2.999 Euro, ebenso das Tepui Autana.
Bei der Auswahl der Zeltstoffe setzt Vickywood nicht nur auf besonders widerstandsfähige und unbedenkliche Stoffe, im Laufe des Jahres 2023 sollen ausschließlich recycelte Stoffe verarbeitet werden. Ebenso löblich: Vickywood unterstützt mit 10 Euro pro verkauftem Dachzelt die Non-Profit-Organisation Plant-for-the-Planet. Im breiten Angebot von Vickywood finden sich Hartschalenzelte wie das Cumaru 135 oder auch Faltdachzelte wie das Small oder Big Willow. Das sehr gut ausgestattete Big Willow bietet Vickywood in vier verschiedenen Größen an – das 220er streckt sich auf eine gewaltige Liegefläche von 2,2 mal 2,4 Metern. Das Mighty Oak stellt sich als Hybriddachzelt in zwei Größen vor, das Cumaru als Triangel-Hartschalenzelt aus robustem Aluminium. Obendrauf schultert das Cumaru gerne weiteres Zubehör.
Das Cumaru startet preislich bei 3.290, das Mighty Oak in der 160er-Version bei 2.890 Euro. Big Willows, je nach Größe, kosten von 2.190 bis 2.990 Euro. Mit dem Europine Ultimate 145 startet die Marke den Versuch, ein komplett in der EU gefertigtes Pop-Up Dachzelt in den Markt zu bringen. Neben der EU-Fertigung sollen Material und Komponenten wie besonders farbechter Premiumstoff und Ökotex-Matratze mit integriertem Meshgewirke gegen Kondensation besonders hochwertig sein. Das 2,20 mal 1,45 Meter große Zelt ist eingeklappt 31 Zentimeter hoch und öffnet sich mit 110 Zentimetern maximaler Innenhöhe. Die EU-Fertigung und der Qualitätsanspruch des Herstellers haben ihren Preis. Das inklusive Leiter 76 Kilogramm schwere Europine 145 Ultimate kostet ab 5.990 Euro. Wem die Auswahl schwer fällt: Erst mieten, dann kaufen. Vickywood bietet einige Modelle zum Mieten an (nur Standort 30966 Hemmingen).
Seit über zehn Jahren sind Femkes Roof Top Tents aus den Niederlanden mit Hartschalen- und Hybriddachzelten am Markt.
Alles begann 2012, als Femke und Tim Urlaub in Kroatien machten. Hartschalenzelte gab es zwar schon länger, aber sie hatten sich noch nicht durchgesetzt. Femke setzte sich über Popularität und Nachfrage nach gängigen Modellen hinweg und konzentrierte sich auf die Entwicklung von Hardshells, die ihren eigenen Bedürfnissen besser entsprachen. Ein Jahr nach dem Prototypen gab es eine neue ABS-Schale und verbesserte Belüftung. Später kamen mit einem neuen Produktionspartner weitere Innovationen wie bessere Gasdruckdämpfer. Zum 10-jährigen Jubiläum kam die neue Khosifamilie auf den Markt, deren ABS-Schalen eine Raptorbeschichtung tragen.
Die hat auch das für 2025 neue Lifun 140, ein 74 Kilogramm schweres Hartschalenzelt für zwei Personen mit Rundumblick, Taschen und Netz im Dach und Kederschienen für die Markise. Die Schale des 2,14 Meter langen Zeltes öffnet parallel nach oben. Die Scherengelenke sind pfiffig konstruiert, so lässt sich das 2.950 Euro teure Zelt einfach vom Boden aus öffnen und schließen. Ein isolierendes Innenzelt, eine zweite Markise oder eine längere Leiter sind als Extras zu haben.
Die Ellwanger Firma, aus einem Garagen-Business mit Wurfzelten entstanden, will Camping-Equipment einfacher, besser und langlebiger machen. Mit ihrem Light L haben sie ein nur 50 Kilogramm leichtes Dachzelt im Programm, das sogar auf einem VW up funktionieren soll. Mit knapp 1.700 Euro ist es zudem noch günstig bei 2,10 mal 1,40 Metern Liegefläche.
Neu ist bei Qeedo das gleichgroße selbstaufblasende Air 2 mit 60 Kilogramm für 2.600 Euro. Auch das Hybrid 2 und Hybrid 3+ sind neu im Programm. Das Hybrid 2 wiegt als klappbares Hartschalenzelt mit 2,10 mal 1,25 Metern Liegefläche für 2.500 Euro 65 Kilogramm. Das Hybrid 3+ hat mit 1,80 Meter Liegebreite mehr Platz. Es wiegt dann schon 75 Kilogramm und kostet ab 3.000 Euro.
Neben den Dachzelten gibt es bei Qeedo Vorzelte, Pavillons, verschiedenste Zelte, Isomatten, Schlafsäcke und weiteres Equipment für den Urlaub draußen.
Mit dem Dachzelt auf dem Geländewagen gewinnt so manches Abenteuer an erstaunlichem Komfort – bei nahezu uneingeschränkter Mobilität. Ein Blick auf attraktive Konzepte, verschiedene Bauarten und die spannendsten Dachzelt-Modelle.
Zum Artikel