Mehr Auswahl beim Brennstoff: Der LotusGrill Hybrid und das FireQ Universal Bundle versprechen flexibles Grillen. Wir haben beide ausprobiert.
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Der LotusGrill bedarf eigentlich keiner Vorstellung – der Star der heimischen Balkone besticht mit geruchs- und raucharmem Grillerlebnis auf Holzkohle. Das Funktionsprinzip erinnert dabei stark an einen Schmiedeofen: Der im Unterteil verbaute elektrische Ventilator, der von vier Batterien gespeist wird, bläst ständig und per Drehregler regulierbar Luft nach oben. Die Holzkohle kommt mit etwas Brennpaste in einen zylindrischen Metallkäfig, fürs schnelle Glühen sorgt dann der Luftstrom. So kommt die extrem kurze Wartezeit von etwa 10–15 Minuten zustande, nach der man schon mit dem Grillen loslegen kann. Gleichzeitig sorgt der Luftstrom für eine sauerstoffreiche Verbrennung, wodurch kaum Rauch entsteht. Mit den Jahren gesellten sich neben die Normalgröße wie in unserem Test auch die Ausführungen S, XL und XXL. Letztere sogar mit eigenem Grillwagen.
Die Neuheit des Jahres ist aber nicht eine weitere Größe, sondern der neue LotusGrill Hybrid. Hybrid heißt in diesem Fall, dass der Grill nicht nur mit Holzkohle, sondern auch mit einer Gaskartusche betrieben werden kann. Für die Umstellung muss man zuerst den Schieber für die Luftzufuhr im Inneren des Grillgehäuses schließen. Mit einem zweiten Schieber öffnet man dann die Gaszufuhr. Danach wird die hochglanzpolierte Abtropfschale eingesetzt und statt dem Käfig für die Holzkohle ein eigens entwickelter Brenner eingeschraubt. Obendrauf kommt der Rost, der mit zwei Schnallen fixiert wird.
Abschließend wird mit dem mitgelieferten Schlauch der Grill mit der handelsüblichen Schraubkartusche verbunden. Im Gasbetrieb wird der Ventilator nicht benötigt. Obschon der LotusGrill bereits mit Holzkohle sehr schnell heiß wird, ist der Gasbetrieb nochmals wesentlich schneller. Schon nach wenigen Minuten, wenn der Rost warm geworden ist, kann man das Grillgut auflegen. Damit die Hitzeabgabe möglichst gleichmäßig ist, befindet sich in der Mitte des Rostes ein rundes Blechschild, das die punktuelle Wärme des Brenners ableiten soll.
In unserem Praxistest funktionierte der LotusGrill Hybrid sowohl mit Gas als auch mit Holzkohle problemlos. Zu beachten ist lediglich, dass man die Abtropfschale am besten direkt nach dem Grillen reinigen sollte, da sonst die fettigen Reste eintrocknen. Der LotusGrill Classic Hybrid schlägt mit 289 Euro zu Buche, ein Aufpreis von 100 Euro im Vergleich zur reinen Holzkohle-Variante.
Einen ungewöhnlichen Hybridgrill bietet die Firma FireQ aus Eggenstein mit dem neuen Universal Bundle. Wie der Name schon sagt, ist der neue FireQ sowohl für die Nutzung mit Holzkohle, Holz oder Gas ausgelegt. Dabei bleibt der FireQ seinem Konzept treu.
Das Konzept an sich ist denkbar einfach: stabile Edelstahl-Formplatten, die sich ineinander stecken lassen und ein dreibeiniges Gestell beziehungsweise Feuerschale ergeben. Mit dem mitgelieferten Rost, der in die entsprechenden Schlitze an den Seitenwänden eingehängt werden kann, lässt sich schnell mit Holz grillen und kochen.
Möchte man den FireQ mit Holzkohle betreiben, muss man eine weitere Platte diagonal am Gestell einhängen. Dadurch entsteht ein Anzündkamin. Glüht die Kohle dann richtig, zieht man den simplen „Anzündkamin“ heraus und kann den Rost oder die Grillplatte einhängen und losbrutzeln.
Für den Gasbetrieb muss beim FireQ Universal eine andere Bodenplatte – mit großem FireQ-Logo und Aussparung für den Gasbrenner – eingesetzt werden. Diesen kauft FireQ von Primus dazu, fixiert wird er auf der Bodenplatte mit einer Rändelschraube. Der Schlauch ist fest mit dem Brenner verbunden und trägt am anderen Ende einen Drehregler, mit dem man den Gasfluss und damit die Flamme reguliert.
Grillt man mit Holzkohle, erwies sich der Rost als Waffe unserer Wahl, während sich bei Gasbetrieb die beschichtete Grillplatte als unser Favorit herausgestellt hat. Übrigens ein großes Plus beim Service: Sollte sich die Beschichtung nach einigen Jahren lösen, kann man die Platte zu FireQ einschicken und neu beschichten lassen. Das ist Teil der lebenslangen Garantie von FireQ.
Hat man fertig gegrillt, kann das Set nach der gebührenden Reinigung wieder in der praktischen Packtasche verstaut werden. Das ist das eigentliche Highlight des FireQ, weil er so selbst in kleinsten Schränken oder Fächern unterkommt, aber auch auf Wanderungen oder Fahrradtouren mitgenommen werden kann. Das Gewicht ist mit 5,5 Kilogramm nicht gering, aber noch gut handzuhaben. Cleverness und Qualität haben jedoch ihren Preis: 499 Euro für das Universal Bundle.