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Gravelbike-Ausrüstung: Praktische Helferlein und Must-Haves

13.04.2026
Bild & Text: Andreas Güldenfuß

Die richtige Ausrüstung macht Touren mit dem Gravelbike komfortabler und sicherer. Vom Helm über flotte Reifen bis hin zu Navigationsgerät und Notfallset – wir geben einen Überblick über praktisches Zubehör.

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Schwalbe: Neue Reifen

Der G-One RS ist der schnellste Gravel-Reifen für harte Untergründe oder geübte Steuerkünstler.

Der Semi-Slick hat den geringsten Rollwiderstand im G-ONE Line-Up. In den Kurven sorgen die profilierten Außenblöcke für Traktion, im Schlamm hat er eine gute Selbstreinigung und dank Race-Karkasse und RaceGuard-Einlage hohen Durchschlag- und zuverlässigen Pannenschutz. Der RS wird aus fair gehandeltem Naturkautschuk hergestellt und für die Laufflächen wird recycelter Ruß verwendet. Das spart 80 Prozent CO₂ im Vergleich zum bisher verwendeten Industrieruß.

Foto: Hersteller

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Etwas gröber geht es mit dem G-ONE RX zu. Der sportliche Reifen für maximale Haftung bei schlammigen Bedingungen sorgt für beste Offroad-Performance. Viel Grip unter schwierigen Bedingungen, maximale Kurventraktion dank gepaarter Außenblöcke, Selbstreinigung und die gleichen sonstigen Eigenschaften wie der RS. Preis ab 49,90 Euro.

Garmin: Edge bietet alles

Sport und Fitness heißt es in der Beschreibung, aber wie so oft macht das bloße Besitzen noch keine Kondition. Dafür fällt es, ebenfalls wie so oft, leichter, wenn man Spaß am Sport hat und ohne allzu große Probleme schöne Strecken findet. Die Kombination beispielsweise aus Komoot und einem zuverlässigen Navi ist auf jeden Fall hilfreich. Wer mehr investieren möchte, kann mit dem Navi viel anfangen, also auch mit Brustgurt die Herzfrequenz überwachen und aufzeichnen oder mit Sensoren die Trittfrequenz oder auch ohne Satelliten die Geschwindigkeit sehen. Wer es ganz genau wissen will, kann ab rund 650 Euro auch noch Pedale mit Wattmessung bekommen. Da sollte man schon ein bisschen fahren können – wobei, Carbon statt Kondition, den Pedalen sieht man es auf den ersten Blick nicht an.

Foto: Hersteller

Abus: Für Straße und Gelände

Kauf einen schönen Helm und nutze ihn für beides. Der Taipan kann alles und wurde von Profis, hier Paul Voß, an die Bedürfnisse angepasst. Ein etwas breiterer Aufbau, um Platz für das Polster zu schaffen, eine gute Belüftung und natürlich viel Stabilität bei wenig Gewicht. Die Größe lässt sich einfach mit einem Drehrad einstellen, der Verschluss ist klassisch mit einem Steckschloss. Ganz praktisch für die Wege auf öffentlichen Straßen: Es gibt ein aufladbares Rücklicht zum Anstecken an den Helm. Gewicht rund 270 Gramm, Preis knapp 200 Euro.

Foto: Hersteller

Immer dabei: Hilf dir selbst

Abseits der Straße, also Schotter, Waldwege, Wurzeln. Dafür sind die speziellen Rennräder, Entschuldigung: Gravelbikes, gemacht. Dennoch sind viele Komponenten die gleichen, und auch beim Gravel gelten oft die gleichen Anzugsdrehmomente wie beim Straßenrenner. Allerdings bekommt so ein Schotterbike auf 100 Kilometern mehr Schläge ab, als ein Asphaltrenner auf 1.000. Deshalb ist es beruhigend, ein paar Teile und Werkzeuge dabei zu haben. Ganz wichtig: ein neuer Schlauch oder vielleicht auch Dichtmilch für die Tubeless-Fraktion. Dazu eine kleine Luftpumpe oder besser CO₂-Kartuschen. Reifenheber, die passenden Schlüssel, um ein paar Schrauben nachzuziehen, Bremsbeläge und einen Speichenschlüssel, ebenso um notfalls ein bisschen nachziehen zu können.

Preislich gibt es alles, von High-End bis Discounter, ein gesundes Mittelmaß sollte bei rund 50 Euro liegen.

Foto: Hersteller

Tatonka CampBike

Ja, manchmal muss man das Mobil allein lassen, um mehr zu erleben. Auch Bikepacking ist gerade der Trend – und hinterher weiß man, den Komfort im Camper zu schätzen. Die Herausforderung ist alles, was man benötigt, kompakt, rüttelsicher und wasserdicht am Rad zu befestigen. Die Klassiker Arschrakete, die große Tasche am Sattel und Lenkertasche sind nicht schlecht. Aber je tiefer, desto besser: also in dem Fall der Frame Pouch mit sechs Litern Fassungsvermögen für rund 70 Euro.

Foto: Hersteller

PAC: Textilien mit integrierter Insektenabwehr

Schon im Frühling sind Zecken wieder aktiv – und das intensiv. Durch milde Winter überleben mehr Tiere, Fachleute warnen vor einer möglichen Zeckenplage. Frühzeitiger Schutz wird daher wichtiger. Textilien mit integrierter Insektenabwehr sind noch wenig bekannt, aber praktisch. P.A.C. schützt vor Zecken und Mücken – ganz ohne chemische Gifte. Die im Garn verankerte Insektenabwehr ist biologisch abbaubar und hautfreundlich. Von Caps über Tücher bis hin zu funktionalen Socken.

Preis ab 16.99 Euro.

Foto: Hersteller

Amazfit: Mehr Sport

Nein, es ist nicht ungewöhnlich, der Campervan wird oft von Leuten genutzt, die damit flexibel in und um ihren Sport sein wollen. Ein Hilfsmittel, welches kein Fahrzeug benötigt, ist die Sportuhr. Klar gehen hier die Meinungen auseinander. Gegner und Befürworter des Strava-Wettkampfs gibt es genug, und man kann auch ohne körperlichen Leistungsdaten unterwegs sein.

Praktisch ist das Thema Navigation auf der Uhr. Inzwischen gibt es so viele Routen, da kann man schon mal zusätzlich zur Karte oder Wegweisern die moderne Technik als Back-up hernehmen. Ganz klassisch hätte man früher gesagt: Wer den Einstieg zur Tour nicht findet, soll daheimbleiben. Aber es ist praktisch, im Zweifelsfall nachschauen zu können. Außerdem ganz praktisch, wenn man weniger begabt beim Thema Orientierung ist: Die Uhr bietet auch eine gute Taschenlampe, die im Notfall den Weg weist. Wirklich gut und einfach zu bedienen. Der Akku hält erstaunlich lange, und das Gehäuse ist wie das Glas sehr robust.

Preis knapp 400 Euro.

Foto: Hersteller

Uebler: Heckträger H21 Z

Uebler hat es auf jeden Fall verstanden – auch wenn sie im Produktfinder nicht explizit auf das Thema Fahrradträger für Wohnmobile eingehen. Man muss auf der Startseite weit nach unten scrollen, um die Meldung über die neue H-Serie als „optimale Lösung für ihren Flügeltürer“ zu finden.

Beim Punkt „Abklappbar mit Fahrrädern“ kann man zwischen „nein“, „ja 60 Grad“ oder „ja 90 Grad“ auswählen. Beim 90-Grad-Modell steht auch gleich in der Beschreibung: „müheloser Fahrradtransport für Kastenwagen mit Flügeltüren und Fahrzeugen mit tiefer Heckklappe“.

Die Unterschiede: Als Pro Grad kostet der Träger H21 sieben Euro mehr, ein nicht klappbarer kostet rund die Hälfte. Uebler bietet aber auch das volle Programm mit kleinem Packmaß für die Lagerung und einfacher Bedienung.

Nicht ganz zentrisch zwecks des Gravel-Sattels, aber der Uebler macht einen guten Eindruck. Die abschließbaren Gurte sind gut zu schließen und zu öffnen.
Foto: Andreas Güldenfuß

Allerdings musste auch hier zuerst die Anleitung zu Rate gezogen werden, bevor das Teil montiert werden konnte. Prinzipiell ist es aber ganz einfach. Nur wer für den schnellen Alltag noch einen klassischen Heckträger an Klappe oder Türen oder ganz abenteuerlustig ein Ersatzrad montiert hat, könnte Probleme bekommen. Am 25 Jahre alten T4-Paulchen hat es gerade noch gepasst, denn der Träger will ziemlich senkrecht auf die Kugel der Anhängerkupplung geschoben werden, dann erscheint eine grüne Markierung und mit dem Aufklappen der Standfläche ist alles verriegelt.

Ansonsten alles schön und leicht zum Aufklappen, und dass die Rückleuchten nach vorn klappen, erspart Ärger, falls man doch einmal mit dem Träger beim Wenden irgendwo dagegen fährt – die Einparkhilfe kostet 434 Euro Aufpreis.
Die Ratschen funktionieren gut und leichtgängig, um die Haltearme abzubauen, muss man eventuell kurz in die Anleitung schauen. Als Zubehör gibt es noch verschiedene Abstandshalter, Polsterung für Carbonrahmen, längere Bänder für Fatbikes, eine Auffahrschiene und eine schicke Transporttasche, um den Träger zu verstauen.

Fazit: zum Premium-Preis ohne die Behauptung, Premium zu sein. Der Uebler H21 Z Made in Germany ist aber ganz vorn mit dabei.
Die paar Euro mehr merkt man vermutlich bei Vielnutzung nach ein paar Jahren. Nachhaltig, gut und funktionell. So soll es sein.

Wie versprochen: 90 Grad abklappbar und viel Platz, um an den Laderaum zu kommen. Die Klemmungen sind robust und einfach zu bedienen. Dennoch ist der Träger auch zusammengeklappt mit 85 x 85 cm noch recht groß.
Foto: Andreas Güldenfuß
Foto: Liv

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