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Feuer & Flamme: Kompakte Grills im Vergleichstest

10.08.2026
Bild & Text: CamperVans

Grillen gehört zu einem gelungenen Urlaub einfach dazu. Wir haben sechs Gasgrills getestet – vom steckbaren Mini- bis hin zum 25 Kilogramm schweren, aber noch recht kompakten Luxus-Modell.

Die Abendsonne wirft ein sanftes Licht auf den Campervan, die Vögel verabschieden sich mit einem letzten Zwitschern – und dann ziehen in leichten Wogen angenehme Röstaromen über den Campingplatz. Es gibt Dinge, die sind für viele Camper untrennbar mit ihrem Campingleben verbunden: Wandern oder Radfahren, das Draußensein – am liebsten mit Grill. Verständlich: Denn ein saftiges (Veggie-)Steak, eine leckere Bratwurst oder ein knuspriger Grillkäse mit etwas Gemüse – und dazu ein kühles Getränk – das schmeckt fast allen. Und wenn dann noch die Stellplatz-Nachbarn oder Freunde vorbeischauen, wird aus einem einfachen Essen ein geselliger Abend.

Viele Camper entscheiden sich bei der Wahl des Grills für einen Gasgrill. Das ist naheliegend: Gas haben die meisten ohnehin als Energiequelle an Bord und sie sind mit dem Umgang vertraut. Zudem sind Gasgrills schnell einsatzbereit, benötigen keine lange Aufheizzeit und lassen sich in der Regel recht einfach reinigen. Holzkohlegrills kommen wegen des Verbots von offenem Feuer auf vielen Campingplätzen erst gar nicht infrage, bei Elektrogrills stellt sich häufig die Frage nach der passenden Stromversorgung.

CamperVans hat daher sechs tragbare, kompakte Gasgrills getestet. Drei Modelle benötigen eine kleine, 500 Gramm schwere Gaskartusche, zwei Modelle lassen sich an eine Standard-11-Kilogramm-Flasche anschließen. Ein Modell – der Cadac 2 Cook Turbo FFD Deluxe – bietet sogar beide Möglichkeiten. Natürlich müssen Grill und Gasquelle über einen jeweils passenden Druckminderer verbunden werden – Der überwiegende Teil der in Deutschland verkauften Gasgrills funktioniert mit einem Betriebsdruck von 50 Millibar.

Bei der Auswahl der Grills haben die Tester versucht, für jeden Camper ein passendes Modell zu finden. Vom super kleinen, steckbaren Skotti Grill über zusammenklappbare Modelle wie den Cadac und die recht ähnlichen Outwell- und Primus-Grills bis hin zum deutlich größeren Kugelgrill von Camp4 und letztlich dem luxuriösen Campingaz Attitude sollte für Fahrer jeglicher Freizeitfahrzeuge etwas dabei sein.

Für den Test der Grills haben die Tester folgende Kriterien angelegt: Wie gut ist die Bedienungsanleitung? Wie gestalten sich Aufbau und Inbetriebnahme? Wie ist die Handhabung des Grills? Und wie einfach ist er zu reinigen?

Auf weitere Punkte wie zum Beispiel eine Bewertung der Wärmeverteilung verzichten die Tester diesmal bewusst: Die einzelnen Modelle sind viel zu unterschiedlich, um sie in puncto Garzeit oder Hitzeentwicklung miteinander vergleichen zu können. Einige haben einen Grillrost, andere eine Grillplatte, bei einigen lässt sich der Deckel während des Grillens schließen, andere sind permanent offen. Ein seriöser Vergleich wäre so in diesen Punkten nicht möglich. Doch eins vorweg: Mit den Grill-Ergebnissen waren die Tester bei allen sechs Modellen absolut zufrieden. Außen knusprig, innen schön saftig, nichts angebrannt, alles gar – geschmeckt hat es mit allen Grills gleichermaßen.

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Reimo Camp4 Family Table

Der Camp4 Family Table von Reimo ist der einzige Kugelgrill im Test und somit mit 48 (Durchmesser) mal 45 (Höhe) Zentimetern und 8 Kilogramm auch der zweitgrößte und zweitschwerste Tischgrill. Sein Nachteil: Er lässt sich nicht zusammenklappen oder falten. Sein Vorteil: Er bietet enorm viel Platz für Grillgut auf Rost oder Grillplatte. Fleisch, Würstchen, Grillkäse und Gemüse für vier hungrige Personen passen alle gleichzeitig auf den Grill.

Beim Auspacken sind die Tester jedoch erst einmal verwirrt: Der Grill entspricht optisch nicht bis ins Detail den Bildern auf der Homepage und in der Anleitung. Offenbar handelt es sich um ein neueres Modell – das Reimo noch nicht überall aktualisiert hat. Da es den Camp4-Grill auch in einer zweiten Variante als Standgrill mit Beinen (und Stehhöhe) gibt, legt Reimo beiden Modellen die gleiche Anleitung bei. Diese beschränkt sich beim Aufbau vor allem auf die Montage der Standbeine – was den Family Table nicht betrifft. Hier muss nur der Griff an den Deckel geschraubt werden, doch die Platzierung weiterer Teile – einer Metallplatte mit „Best Chef“-Schriftzug und einer Art Metallgriff – erschließt sich den Testern nicht. Auch ein Thermometer ist nicht im Lieferumfang enthalten – eine Bohrung im Deckel ist dafür jedoch vorgesehen.

Der Kugelgrill hat ein großes Packmaß, lässt sich in der mitgelieferten Tasche aber dennoch gut transportieren.
Foto: Redaktion

Beim Grillen selbst erweist sich der Family Table als selbsterklärend und einfach in der Handhabung. An die 11-Kilogramm-Gasflasche angeschlossen und den Regler aufgedreht, zündet der Grill automatisch, lediglich der Regler zur Einstellung der Temperatur (Low, Medium, High) erscheint etwas „billig“ und ist von Anfang an leicht wackelig. Wasser in einer Schale im unteren Bereich des Grills soll laut Anleitung Hochflammen verhindern, falls etwas Fett heruntertropft. Das funktioniert trotz gefüllter Wasserschale nicht wirklich – immer wieder flammt das Gas bis zum Grillrost hoch, zudem entwickelt der Camp4-Grill ziemlich viel Rauch – unangenehm. Das Grill-Ergebnis ist gut: Das Grillgut ist nach wenigen Minuten fertig, alles ist durch, nichts verbrannt. Das Reinigen des Family Table hingegen ist ziemlich aufwendig: Rost, Pfannenhalter, Hitzeschild und Wasserschale (alles große Teile) müssen nacheinander herausgenommen und gesäubert werden. Und dabei haben unsere Tester Räucherschale und Grillplatte noch nicht einmal verwendet.

FAZIT: Der Camp4 Family Table ist ein großer Kugelgrill mit einfacher Handhabung, hohem Gewicht und benötigt viel Stauraum. Wer Platz, Zuladungsreserven und Bedarf an einer großen Grillfläche hat, liegt mit ihm richtig.

Cadac 2 Cook Turbo FFD Deluxe

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Der Cadac 2 Cook Turbo FFD ist eine Kombination aus Outdoor-Kocher und Grill. Ausgestattet mit zwei getrennten Brennern und Bedienknöpfen sowie je zwei Topfständern und Grillplatten (eine gerippte, eine flache) können Camper mit ihm vor dem Fahrzeug sowohl kochen, grillen als auch beides zur selben Zeit. Die Bedienungsanleitung geht in Ordnung: Zu Beginn findet der Nutzer eine Abbildung aller enthaltenen Teile mit Benennung, auf den folgenden Seiten sind Aufbau, Anschluss sowie Inbetriebnahme und Reinigung ausführlich textlich beschrieben. Groß aufbauen muss der Nutzer den 2 Cook Turbo allerdings gar nicht. Einfach den Deckel aufklappen, die beiden Grillplatten statt der Topfhalter auflegen, Gas anschließen und schon kann es losgehen. Auch bei der Gasversorgung entpuppt sich der Cadac-Grill als Allround-Talent: Er ist kompatibel mit einer 11-Kilogramm-Flasche, kann aber auch mit dem bei Dometic optional erhältlichen DualPower Pak (bestehend aus einem Regler mit zwei Anschlüssen und zwei Gaskartuschen, 56 Euro) betrieben werden. Auch eine einzelne Kartusche mit passendem Anschluss funktioniert. Vor dem Grillen sollte der Nutzer noch links und rechts den Windschutz anbringen – die Metallteile werden einfach von oben in die passenden Schlitze im Grill gesteckt. Beim Anzünden hilft der integrierte Piezo-Zünder, der die Flamme schon beim ersten Drücken zuverlässig entzündet.

Links kochen, rechts grillen: Dank zwei getrennter Brenner kein Problem.
Foto: Redaktion

Praktisch: Da der Cadac-Grill über zwei getrennte Brenner und Bedienknöpfe verfügt, kann der Camper auf der einen Seite die Hitze hochdrehen, während er auf der anderen Seite bereits fertiges Grillgut bei minimaler Flamme warmhält. Die beiden 25 mal 27 Zentimeter großen Grillplatten bieten ausreichend Platz für Grillgut für etwa vier Personen. Ein weiterer Pluspunkt: Da der Cadac 2 Cook Turbo mit einem Thermoelement (FFD, Zündsicherung) ausgestattet ist, das die Gaszufuhr automatisch abschaltet, wenn die Flamme unerwartet erlischt, kann das Gerät auch in Innenräumen verwendet werden. Im Lieferumfang sind neben der Packtasche zudem ein Kaffeekannenständer sowie ein Handgriff enthalten, der in die heißen Grillplatten eingehakt werden kann, um sie zu entfernen. Top! Auch bei der Reinigung punktet der Cadac: Lediglich die Grillplatten müssen gesäubert werden. Insgesamt ein recht kompakter Grill, bei Packmaß und Gewicht im guten Mittelfeld, mit zahlreichen überzeugenden Funktionen und viel Zubehör.

FAZIT: Der Cadac 2 Cook Turbo FFD Deluxe ist Kocher und Grill in einem: Mit Topfaufsätzen, Grillplatten und weiterem Zubehör, dabei kompakten Maßen und mehreren Möglichkeiten der Gasversorgung ist er ein wahres Allround-Talent.

Campingaz Attitude 2100 LX

Mit Maßen von 63 mal 50,5 mal 36 Zentimetern und einem Gewicht von knapp 25 Kilogramm ist der Attitude 2100 LX nicht nur mit Abstand der größte, sondern auch der schwerste Gasgrill im Test. Hersteller Campingaz bezeichnet ihn als kompakten, tragbaren Tischgrill, wir würden ihn aber überwiegend für Vans mit großer Heckgarage empfehlen sowie für Grillprofis, die zugunsten des Luxus-Grills auf anderes schweres Gepäck verzichten. Die Bedienungsanleitung geht in Ordnung: Da Campingaz sie für zwei ähnliche Modelle parallel geschrieben hat, ist vor allem im ersten Teil, bestehend ausschließlich aus Bildern, nicht sofort erkennbar, auf welches Modell sich einzelne Bilder beziehen. Am Ende der Anleitung werden jedoch alle Schritte – Anschluss, Inbetriebnahme, Reinigung, Fehlersuche etc. – noch einmal ausführlich textlich beschrieben.

Steaks, Würstchen und Gemüse finden auf der großen Grillfläche alle zeitgleich einen Platz.
Foto: Redaktion

Vor dem ersten Grillen muss beim Attitude 2100 LX noch die Batterie für den elektronischen Zünder eingelegt sowie die vierteilige Grillinnenwand eingesetzt werden, dann kann es losgehen. Betrieben wird der Grill mit einer Standard-Gasflasche, Schlauch und Regler sind im Lieferumfang enthalten. Der elektronische Zünder funktioniert zuverlässig, die beiden fünf Kilowatt starken Brenner können zusammen eine Temperatur von bis zu 350 Grad bei geschlossenem Deckel erzeugen. Ein im Deckel integriertes Thermometer gibt Auskunft über die aktuelle Temperatur. Die schweren, dreiteiligen Grillroste sind aus emailliertem Gusseisen gefertigt – im linken Rost lässt sich ein kreisförmiger Einsatz herausnehmen, um eine Pfanne oder einen Wok daraufzustellen. Die Grillergebnisse sind nahezu perfekt: Nichts anderes hatten die Tester von dem komfortablen Attitude-Grill erwartet. Zur Reinigung empfiehlt Campingaz, angebrannte Grillreste mit einer Bürste vom Rost zu entfernen, anschließend könnten sowohl die gusseisernen Roste als auch die vierteilige Grillinnenwand in die Spülmaschine. Lediglich die Fettauffangschale in Form einer Schublade muss stets per Hand gereinigt werden. Ein kleines Manko finden die Tester ganz am Ende ihres Tests: Als sie nach der Reinigung den Deckel wieder schließen, entdecken sie an der linken Seite eine kleine Macke, hier hat sich ein winziger Teil des lackierten Aluminium-Druckgusses – möglicherweise durch die Hitze – aufgelöst. Bei einem Grill dieser (Preis-)Klasse dürfte das nicht sein.

FAZIT: Der Campingaz Attitude 2100 LX ist ein luxuriöser, komfortabler Grill für Grillprofis und Camper mit reichlich Stauraum und Zuladungsreserven. Lediglich die kleine Macke im Deckel trübt das positive Gesamtergebnis – ansonsten überzeugt der Grill auf ganzer Linie.

Skotti Skotti Grill

Der Skotti ist ein idealer Grill für alle mit wenig Stauraum im Camper, die trotzdem hin und wieder grillen wollen. In der mitgelieferten Packtasche lässt sich der auseinandergebaute und nur rund 3,5 Kilogramm leichte Grill auf kleinstem Packmaß verstauen und einfach transportieren. Selbst in einen größeren Rucksack passt er hinein. Die Packtasche lässt sich zudem an allen Seiten mit Klett öffnen und dient dank ihrer abwaschbaren Beschichtung beim Grillen als zusätzliche Unterlage, die Fett auffängt und sich anschließend einfach abwischen lässt. Ein sehr gut durchdachtes Konzept.

Die einzelnen Teile des Skotti Grills werden einfach ineinandergesteckt und stabilisieren sich gegenseitig.
Foto: Redaktion

Auch sonst punktet der Skotti Grill: Die Anleitung ist nahezu perfekt – ausführlich beschrieben, mit passenden Bildern illustriert, von Aufbau über Inbetriebnahme bis hin zur Reinigung ist alles erklärt. Hier bleibt keine Frage offen. Beim ersten Aufbau des Skotti schauen unsere Tester noch regelmäßig in die Anleitung, um alle Teile – zwei Seitenteile, ein Fuß- und ein Kopfteil, ein Unterteil, das als Fettauffangschale dient sowie Brennrohr und Abstrahlblech – korrekt zusammenzustecken. Wer das einmal gemacht hat, schafft es künftig aber auch ohne Anleitung – und das in maximal zwei Minuten. Die Teile werden einfach ineinandergesteckt beziehungsweise geschoben, schrauben oder ähnliches ist nicht nötig. Die Grillfläche ist mit 30 mal 20 Zentimetern die kleinste im Test, dennoch bietet sie genug Platz für mehrere Würstchen oder zwei größere Steaks. Sind Gasschlauch und Kartusche angeschlossen und der Regler geöffnet, wird der Skotti einfach per Feuerzeug oder Streichholz durch das vorgesehene Zünd- und Flammkontrollloch im Fußteil angezündet. Bei etwas Wind brauchen wir dafür zunächst mehrere Versuche – bei Windstille gelingt das deutlich einfacher. Nach zwei Minuten Vorheizzeit legen wir das Grillgut – mehrere recht dicke Hähnchenfilets – auf das Grillrost und stellen den Regler auf mittlere Stufe. Da der Skotti keinen Deckel hat, stellen wir uns auf eine etwas längere Garzeit ein. Aber schon nach knapp einer Viertelstunde sind selbst die dicksten Teile durch und durch gar – und das bei perfektem Grill-Ergebnis. Innen saftig, außen leicht knusprig und geschmacklich top. Der Skotti hat unsere Tester auf ganzer Linie überzeugt.

FAZIT: Der Skotti Grill überzeugt auf ganzer Linie: Mit einfachem Aufbau, perfektem Grill-Ergebnis, geringem Gewicht und kompaktem Packmaß. Als einziger Grill im Test muss er jedoch jedes Mal komplett auf- und abgebaut werden.

Primus Kuchoma Portable Grill

Kein aufwendiger Aufbau, kein Zusammenstecken, kein „Was gehört wohin?“. Einmal ausgepackt, ist der Primus Kuchoma Portable Grill direkt einsatzbereit. Die Anleitung ist gut und ausreichend, die nötigen Schritte sind verständlich erklärt, eine Abbildung mit Zuordnung der einzelnen Bauteile hilft weiter, wenn an der ein oder anderen Stelle doch mal ein Fragezeichen im Camper-Kopf auftauchen sollte.

Mit seiner schwarzen Optik und dem Griff aus Eichenholz sieht der Kuchoma besonders schick und edel aus – der Griff sollte allerdings besser nicht zu häufig nass werden, das würde den Verwitterungsprozess, dem Holz ohne Frage unterliegt, nur unnötig beschleunigen.

Nach dem Anschließen der Gaskartusche müssen lediglich die Beine ausgeklappt werden, und schon kann man losgrillen. Die Beine sind jedoch etwas wackelig und instabil – unseren Testern sind sie gleich mehrere Male ungewollt zusammengeklappt, als sie den Grill nur minimal bewegen wollten – einer der wenigen Kritikpunkte am schicken Primus-Grill.

Der Verschluss sitzt direkt hinter dem Holzgriff, was das Öffnen und Schließen etwas erschwert.

Komfortabel ist der integrierte Piezo-Zünder: Nach Aufdrehen des Reglers einfach den Knopf vorn rechts am Grill drücken, schon zündet der Grill, und das absolut zuverlässig und direkt auf Anhieb. Kein langes Klickergeräusch oder ähnliches, wie Camper es häufig von ihren Kochern im Fahrzeug kennen. Feuerzeug oder Streichhölzer sind hier überflüssig, top. Die Flamme lässt sich anschließend gut durch die Löcher in der Grillplatte sehen und kontrollieren. Der Grillrost mit keramischer Antihaftbeschichtung ist mit 40 mal 24 Zentimetern gut dimensioniert, Primus gibt den Kuchoma als Grill für zwei bis fünf Personen an. Die Meinung unserer Tester: Grillgut für drei bis vier Personen passt definitiv zeitgleich auf den Grill, sodass alle gleichzeitig essen können. Praktisch: Mit geschlossenem Deckel hat der Kuchoma eine Abdeckhaube, die für eine gleichmäßige Temperaturverteilung selbst bei niedriger Hitze sorgt – das spart Gas. Geöffnet dient der Deckel zudem als Windschutz. Mit den Grill-Ergebnissen sind die Tester rundum zufrieden. Gemüse, Kartoffeln und Würstchen sind nach kurzer Zeit gar, nichts ist angebrannt, das Fleisch saftig. Sowohl Grillrost als auch die abnehmbare Tropfschale sind spülmaschinenfest – praktisch, um sie nach dem Urlaub zu Hause einmal gründlich zu reinigen. Aber auch per Hand lassen sich beide Teile einfach säubern – mehr zu reinigende Dinge gibt es nicht. Zu bemängeln haben die Tester lediglich noch den Transportverschluss, der direkt hinter dem Holzgriff sitzt. So positioniert lässt er sich nur etwas umständlich öffnen und schließen.

FAZIT: Der Primus Kuchoma Portable Grill überzeugt mit schickem und edlem Design, guter und einfacher Handhabung sowie Top-Grillergebnissen. Minimale Abzüge gibt es lediglich für die wackligen Beine und den etwas umständlich zu bedienenden Transportverschluss.

Outwell Merapi Pro Duo DLX

Outwells Merapi Pro Duo Deluxe ist Campingkocher und Tischgrill in einem. Im Lieferumfang der Deluxe-Ausführung ist zusätzlich zu zwei Topfhaltern auch eine Grillplatte enthalten, die einfach über eine der beiden Kochstellen gesetzt wird. Mit einer Fläche von 23,5 mal 22,5 Zentimetern reicht ihre Größe eher nur für eine Person – wer eine weitere Grillplatte wünscht, kann diese für 33 Euro zusätzlich kaufen. Dann liegt der Outwell-Grill in Summe bei knapp über 150 Euro und ist damit immer noch, wenn auch knapp, das günstigste Modell im Test. Von seinem Aufbau her ist er dem Cadac-Grill sehr ähnlich: zwei Kochstellen, auflegbare Grillplatte(n), zwei Bedienknöpfe, Windschutz an den Seiten (fest montiert, werden einfach aufgestellt und beim Zusammenpacken auf die Topfhalter gelegt). Der Deckel lässt sich nach dem Öffnen links und rechts am seitlichen Windschutz einhaken, betrieben wird der Outwell ausschließlich mit einer passenden Gaskartusche.

Der seitliche Windschutz ist fest montiert und wird in den Deckel eingehakt.
Foto: Redaktion

Warum Outwell seinen Merapi mit zwei getrennten Piezo-Zündern ausstattet, erschließt sich den Testern nicht. Da hätte es auch einer getan. Die Bedienungsanleitung ist gut: Montage, Gasanschluss, Inbetriebnahme und Reinigung sind ausführlich mit Text und passenden Bildern erklärt – da gibt es nichts zu meckern. Zudem gibt es beim Outwell nichts aufzubauen, die Inbetriebnahme ist intuitiv und auch das Grillen selbst auf dem kompakten Grill selbsterklärend.

Der Deckel des Merapi hat bereits nach dem Auspacken ein paar leichte Kratzer – offenbar scheint er sehr empfindlich und anfällig dafür zu sein. Dank aufklappbarer Beine steht der Merapi-Grill etwas höher, die Beine sind standfester als beim Primus-Grill, sie lassen sich weiter nach außen aufstellen und klappen auch nicht sofort ein, wenn der Nutzer den Grill ein paar Zentimeter verschiebt. Auch beim Outwell-Grill sind die Tester mit den Ergebnissen zufrieden: Die beschichtete Grillplatte verhindert Anbrennen, zaubert schöne braune Grillstreifen aufs Fleisch und ermöglicht es durch ihre hochgezogenen Ränder sogar, etwas Öl über das Grillgemüse zu geben. Auch die Reinigung ist denkbar einfach: Lediglich die Grillplatte muss der Camper abspülen, Fettspritzer von der Fläche um die Kochstellen abwischen – das war’s. Etwas schade ist, dass die Grillplatte beim Einpacken keinen festen Platz hat. In den zusammengeklappten Grill passt sie nicht hinein – eine zusätzliche Packtasche, die die Beschichtung vor Kratzern schützt, wäre schön.

FAZIT: Der Merapi Pro Duo DLX von Outwell punktet mit kompaktem Packmaß, geringem Gewicht, intuitiver Handhabung und sehr leichter Reinigung. Kocher und Grill in einem, und das zu einem fairen Preis – damit holt sich das Outwell-Modell unseren Kauftipp.

Prüfen von Lecks

Besonders wichtig beim Betrieb eines Gasgrills ist, dass sich die gesamte Gasanlage (das heißt: Gasflasche oder Gas-Kartusche, Druckregler, Gasschlauch) in einem einwandfreien Zustand befindet, dass alle Teile korrekt angeschlossen sind und an keiner Verbindungsstelle zwischen zwei Teilen ein Gasleck entstehen kann. Andernfalls kann es beim unkontrollierten Austritt von Gas schnell zu einer sehr gefährlichen Stichflamme mit verheerenden Folgen für die Campingcrew oder das Fahrzeug kommen. Die Hersteller von Gasgrills empfehlen, vor der Inbetriebnahme des Grills eine Dichtigkeitsprüfung vorzunehmen. Wichtig: Die Kontrolle im Freien durchführen, alle brennbaren Materialien vom Grill entfernen und währenddessen nicht rauchen. Zum Suchen von Lecks niemals eine offene Flamme verwenden – geeignet sind spezielle Lecksuchsprays, aber auch Seifenwasser können Camper dafür verwenden. Sprays lassen sich direkt auf die Anschlüsse von Gasflasche, Druckregler, Schlauch und Gerät aufsprühen, wer Seifenwasser verwendet, trägt dies am besten mit einem weichen Tuch auf die entsprechenden Stellen auf. Bilden sich Blasen, ist dies definitiv ein Anzeichen für ein bestehendes Leck. In diesem Fall darf der Grill erst wieder benutzt werden, wenn das Leck behoben ist. Dafür alle Muttern nachziehen und gegebenenfalls defekte Teile austauschen.