> Test: Retro-Radio Pioneer SXT-10PS

Retro-Radio im Test: Pioneer SXT-10PS

20.02.2026
Bild & Text: CamperVans

Retro-Ästhetik in Kombination mit modernster Audiotechnologie und digitalen Funktionen – das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Wir haben das Pioneer SXT-10PS Retro-Radio getestet.

Vom T4 bis zum Sprinter N1: Einige beliebte Basisfahrzeuge sind inzwischen ganz offiziell Youngtimer und damit qualifiziert für eine H-Zulassung – sofern sie dem immer strengeren Urteil der Prüfer standhalten. Am Radio soll es nicht scheitern, verspricht Pioneer mit dem neuen 1-DIN-Autoradio SXT-C10PS. Damit Chefredakteur Güldenfuß auf seinen Touchscreen verzichtet, muss schon einiges passieren. Also los.

Ein H-Kennzeichen mit 10-Zoll-Infotainment? Fraglich, also raus damit.
Foto: Daniel Schlicke

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Einbau und Inbetriebnahme des modernen Retro-Radios

Dank standardisierten Rahmen und Anschlüssen klappt der Einbau Plug and Play. Wer nicht um-, sondern aufrüstet, benötigt noch eine DAB-Antenne. Ein externes Mikro ist wiederum dabei, und hier gestaltet sich die Geschichte dann doch etwas aufwendiger: Natürlich sollten die Kabel unauffällig verlegt werden, was je nach Situation ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert. Wir nehmen den Weg durchs Armaturenbrett und entlang der A-Säule, parallel zur DAB-Scheibenantenne, um das Mikro letztlich an die Sonnenblende zu klemmen. Umrüsten dauert keine Viertelstunde, Aufrüster sollten eine knappe Stunde für den Einbau kalkulieren.

Foto: Daniel Schlicke

Zündung an, schon leuchtet das grob gepixelte LCD-Display in allen Farben des RGB-Regenbogens. Demomodus. Im nächsten Schritt geht es an die einmalige Inbetriebnahme, die selbsterklärend funktioniert – allerdings klappt es über die Pioneer Smart Sync-App (für Apple und Android) um einiges komfortabler als über den Dreh-Drück-Regler.

In Verbindung mit der App lassen sich nicht nur erweiterte Einstellungen vornehmen, sondern beispielsweise auch Navi-Ansagen oder Nachrichten abrufen. So ein Touchscreen hat eben doch Vorteile. Die alltägliche Bedienung gelingt aber auch über die Retro-Front und alternativ über die Sprachsteuerung bestens.

Blender: Im vermeintlichen Kassettenfach verstecken sich USB-A- und Aux-Port.
Foto: Daniel Schlicke
Diebstalschutz von damals: Die komplette Bedieneinheit lässt sich abnehmen.
Foto: Daniel Schlicke

Technische Daten und Material

Und die technischen Daten? DAB+, Bluetooth und USB, und für Audio-Experten sei der digitale Soundprozessor mit 13-Band-Equalizer, Frequenzweichen und Laufzeitkorrektur erwähnt. Mit drei Cinch-Vorverstärkerausgängen (Anschlüsse für Front- und Hecklautsprecher sowie einen Subwoofer) kann auch das restliche Soundsystem ordentlich aufgerüstet werden.

Erwähnenswert ist außerdem, wie hochwertig sich der verwendete Kunststoff anfühlt – samt erhabenem Gold-Logo im 90er-Jahre-Stil. Minimalst-Kritik gibt es für den USB-Anschluss, der zwar stilecht unter dem Kassetten-Laufwerk versteckt ist, jedoch wäre Ende 2025 USB-C-Standard wünschenswert gewesen.

Trotzdem: Für 399 Euro gehört das Retro-Radio in jeden originalen oder originalgetreu restaurierten Campingbus der frühen 90er-Jahre! Passende Klebe-Scheibenantennen gibt es in guter Qualität ab rund 20 Euro im Netz.

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Wer einen Touchscreen vermisst, koppelt das Radio kabellos mit dem Smartphone. Hier lassen sich zudem erweiterte Einstellungen vornehmen.
Foto: Daniel Schlicke