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Campervan pflegen: Schmieren, fetten, ölen

24.05.2026
Bild & Text: Philipp Pilson

Erst mit der richtigen Pflege werden Leistung und Funktion von Aufstelldach oder Schiebetüre des Campers erhalten und die Lebensdauer von GFK, Lack und Dichtungen verlängert. Werterhalt und Leistung optimieren – so klappts mit dem Campervan pflegen:

Der Sand kriecht in jede Ritze der Schiebetüre, verharzte Piniennadeln prasseln auf das Dach, während die salzige Meeresluft und Gischt eine weiße Schicht über den Zeltbalg des Aufstelldachs legt – der eigene Bus oder Kastenwagen ist auf Tour mal mehr, mal weniger den verschiedensten Umwelteinflüssen ausgesetzt. In südlichen Gefilden setzen zudem UV-Strahlen und hohe Temperaturen in der prallen Sonne Lack, GFK und Stoffen zu, während Minustemperaturen im winterlichen Norwegen Reifen und Gummidichtungen spröde machen. Man ist eben „draußen“ unterwegs, die Garage ist der Sternenhimmel. Dem Reisepartner auf vier Rädern einfach mal was Gutes zu tun, sollte daher doch drin sein – zumindest einmal im Jahr, am besten zum Saisonstart.

„Und was ist mit Unterboden und Rost?“ Diesen zu konservieren ist ein eigenes – wenn auch wichtiges – Thema, das hier den Rahmen sprengen würde, allerdings auch ein To-do, das eine gewisse Expertise und Know-how voraussetzt. Laien sollten nicht einfach lossprühen. Daher die Hohlraumversiegelung inklusive Unterbodenschutz am besten in professionelle Hände wie die der Rostschutzklinik geben – oder wissen, was man tut.

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1. Reinigen: gute Vorbereitung ist alles

Keine Pflege ohne vorherige Reinigung. Und ohne passendes Werkzeug bringt auch das beste Mittel nichts. Zum Reinigen und Pflegen bieten Reimo und Fritz Berger die passende Basisausstattung in Campervan-tauglichen Dimensionen und auch Reiniger, mit denen Camper im Grunde die komplette Grundeinigung übernehmen können.

Zur Grundausrüstung gehören:

  • Waschbrüste mit Teleskopstange (inklusive Wasseranschluss)
  • Doppeltrittstufe und Teleskopleiter (für Dach und Aufstelldach)
  • Universalreiniger
  • verschiedene Mikrofasertücher, Poliertücher und Schwämme

Im Einsatz für die Grundreinigung: Die Produktpalette von Fritz Berger, Rotweiss, Balistol, Sonax und LiquiMoly. Ein wahrer Gamechanger ist die Carbest Escali Multifunktionsleiter von Reimo, die sich Stufe für Stufe komfortabel ein- und ausfahren lässt. Auch ein sicherer Stand ist gegeben. So sind Dach und Aufstelldach samt Zeltbalg problemlos erreichbar. Top! Damit lässt sich auch problemlos das Solarpanel auf dem Dach reinigen. Richtig gelesen. Yachtikon bietet hier einen speziellen Reiniger allein für Solarpanele an. Klar, jeglicher Dreck auf den Zellen mindert die Leistung.

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Polsterpflege

Bei offener Schiebetüre wandert der Blick unweigerlich auf die Polster der Sitzgruppe. Gepflegt oder dreckig? Kaum etwas wird so strapaziert, wie die Polster, immerhin verbringen wir hier viel Zeit am Tag: beim Essen, Trinken, Spielen oder einfach nur zum gemütlichen Zusammensein. Dreck und Sand wird hereingeschleppt, Essensreste finden während dem Essen oder der Fahrt unbemerkt den Weg auf die Oberfläche, das ist nicht nur unansehnlich, sondern führt mit der Zeit auch zu unangenehmen Gerüchen, wenn man diese Tatsache ignoriert. Doch mit der richtigen Pflege lassen sich Stoffe und Leder schützen und die Bezüge erstrahlen wieder in frischem Glanz.

LCK Lederpflege bietet hierfür je nach Stoffart die passenden Reiniger- und Pflegesets: Zunächst mit dem Puratex Mikrofaser/Kunstfaser-Reinigungsset mit Bürste, Korkstück und Pflegetuch das Polster von Schmutz entfernen und anschließend den Bezug mit dem Puratex Intensiv-Imprägnierer vor Verschmutzungen und Flecken schützen.

Auch das Lenkrad wird beim Fahren besonders strapaziert. Handschweiß und Hautfett, aber auch verschmutze Hände nach dem Tanken setzen dem Leder zu, das Lenkrad wird speckig, eventuell reibt sich die Farbe ab. Mit dem Coralux Lederpflege-Set für Lenkräder sieht das Leder wieder schön und gepflegt aus.

2. Lack,- GFK- und Fensterpflege: Fahrzeug spiegle dich

Das Fahrzeug sieht unschön aus und es soll in altem Glanz erstrahlen? Oder einfach nur ganz unromantisch für den Werterhalt? Zur Verfügung steht eine große Produktpalette von Rotweiss. Der Hersteller aus Wasserburg am Bodensee bietet effektive Lösungen für die Reinigung, Aufbereitung und Pflege von Lack, GFK und Gelcoat-Flächen sowie Acrylglas und Kunststoff. Reinigen, polieren, versiegeln – mit diesem Dreiklang verpassen Camper ihrem Fahrzeug eine vollumfängliche Pflegekur.

Die Rotweiss-Poliermittel für die Aufbereitung von Oberflächen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Lösemittelhaltige Polier- und Schleifpasten und lösemittelfreie Feinschleifpasten („Liquids“) auf Wasserbasis. Je nach Beschaffenheit der Oberfläche und Zustand der zu behandelnden Stelle gibt es die Schleif- und Polierpasten mit sechs abgestuften Schleif- und Glanzgraden, die sich zur Entfernung von Kratzern und Oxidationsspuren bis hin zum hochglänzenden Finish für strahlende Oberflächen eignen.

So wird’s gemacht Das Testobjekt: ein Nugget und ein Wohnwagen – mit Hammerschlag als Bonusmission. Je nach handwerklichen Skills und Ausstattung des Polierers ist eine maschinelle oder manuelle Vorgehensweise möglich – in unserem Fall fiel der Griff zum Polierschwamm und -tuch. Ziel: Die Oberfläche sanft von leichten Schleifspuren, Lackkratzern und unschönen schwarzen Regenstreifen zu befreien, ehe Lack und GFK versiegelt werden. Im Einsatz: die „Polierpaste Liquid (Hochglanz)“, da sie Schleifspuren, die ungefähr einem 2.000er oder einem feineren Schleifpapier entsprechen, Gebrauchsspuren und leichte bis mittelstarke Verwitterungen im Lack entfernt. Die klassische, lösemittelhaltige „Polierpaste (silikonfrei)“ ist gut zur Bearbeitung von Flächen geeignet, die trotz gründlicher Reinigung nicht vollständig sauber sind, wie es manchmal an GFK- und Gelcoatoberflächen von unlackierten Aufstelldächern und Wohnwagen (Hammerschlag) zu sehen ist. Auf diesen Flächen hat die Paste neben der Polier- auch eine zusätzliche Reinigungsfunktion. Wer stark verwitterte Lacke und tiefere Kratzer behandeln will, greift zur „Schleif und Polierpaste“.

  • Schritt 1: Oberfläche zunächst gründlich reinigen. Schmutz, Staub, Fett und Wachs entfernen und die Oberfläche mit kalkarmem Wasser spülen. Nach Möglichkeit direkte Sonneneinstrahlung, heiße Oberflächen und Staub vermeiden.
  • Schritt 2: Politur auf dem Polierschwamm gleichmäßig verteilen und in kräftigen, kreisförmigen Bewegungen polieren. Immer in kleinen Flächen arbeiten. Durch das Hinzusprühen von etwas Wasser lässt sich der Polierschwamm leichter führen. Produktreste mit einem Mikrofasertuch abnehmen.
  • Schritt 3: Versiegeln: Ist die Arbeit getan – oder sie wird unerwartet durch Regen, Kraft- oder gar Lustlosigkeit unterbrochen – sollte die behandelte Stelle mit Sprühwachs versiegelt werden. Dünn aufsprühen (auch auf nasse Oberflächen möglich), direkt trockenwischen und schon ist die Stelle vor Witterung geschützt. In diesem Zuge macht es Sinn, auch die Kunststoff-Teile wie Stoßfänger, Anbauteile oder Kederschienen einer kleinen Kur zu unterziehen. Die Kunststoff-Versiegelung bringt verblasste Kunststoffteile wieder zum Strahlen, frischt die Farbe auf und bietet einen langanhaltenden Schutz gegenüber UV-Strahlung, Witterung und Verschmutzungen.

Für besseren Durchblick hat Rotweiss die lösungsmittelfreie und schonende „Acryl- & Plexiglas Politur“ neu im Angebot. Das mikrofeine Hochglanz-Poliermittel hilft dabei, Hologramme, feine Kratzer und leichte Gebrauchsspuren auf Acryl und Plexiglas-Oberflächen zu entfernen. Das hat im Test auch sehr gut funktioniert. Sowohl leichte Kratzer als auch Schlieren und hartnäckige Flecken waren nach der Behandlung weg. Ist das Fenster stark verwittert oder mit groben Kratzern und matten Stellen versehen, am besten gleich zur „Acryl- und Plexiglas Polierpaste“ greifen.

3. Gib Gummi(pflege): widerstandsfähige Reifen und Dichtungen

Gummidichtungen an Türen und Fenster sollen in erster Linie vor Feuchtigkeit und Kälte schützen, ziehen mit der Zeit aber auch Staub, Sand, Blütenpollen und Streusalz magisch an. Wer bei 40 Grad in Südeuropa seinen Camper in der Sonne brutzeln lässt, kann den Alterungsprozess des Gummis quasi in Echtzeit beobachten und zusehen, wie die Weichmacher nach und nach das Weite suchen.

Mit fortschreitendem Alter sowie mechanischem Druck, intensiver UV-Strahlung und häufigen Temperaturschwankungen ausgesetzt verliert Gummi schleichend an Elastizität und Geschmeidigkeit. Die Oberfläche trocknet aus, wird rau und spröde. Das Ergebnis: Zugluft, Klappergeräusche und im Worst Case Feuchtigkeit und Wassereintritt bei stärkerem Regen. Ebenfalls ein Ärgernis: Festgefrorene Türen im Winter. Die regelmäßige Reinigung und Pflege von Reifen und Gummidichtungen verlängert dagegen die Lebensdauer und schützt vor Rissen und Porosität.

Besonders kritisch sind die Bereiche im Camper, die den Wettereinflüssen direkt ausgesetzt sind: Heck-, Schiebetüre und Fahrerhaus, Fensterdichtungen und Aussteller, Dachhauben und Dachluken, Aufstelldach sowie Service- und Stauraumklappen. Besonders wichtig sind die Falze zwischen Dichtung und Rahmen, da sich hier Schmutz ansammelt und beim Schließen Druck auf das Material ausübt. Aber auch stark beanspruchte Reifen – gerade im Offroad-Betrieb abseits asphaltierter Straßen – benötigen hier besondere Aufmerksamkeit.

So wird’s gemacht Nach der sanften, feuchten Reinigung mit Pinsel (für lose Partikel) oder weichem, fusselfreiem Tuch, lassen sich Dichtungen gezielt behandeln. Achtung: Im Bereich der Scheiben am besten auf Reiniger ohne Lösungsmittel, Alkohol oder Tenside zurückgreifen, da Acrylglas empfindlich auf dieses Mittel reagiert. Zudem greifen Alkohol und Co. die Weichmacher im Gummi an und lassen diese schneller brüchig werden, also ziemlich kontraproduktiv.

Das Angebot an Gummipflegeprodukten ist groß. Einige dieser Mittel basieren auf natürlichen Rohstoffen, andere sind chemisch zusammengesetzt. Wer Talkum (wirkungsvoll und günstig), Silikon oder einen Hirschtalgstift zu Hause hat, kann das nutzen. Oder man setzt auf spezielle Gummipfleger zum Beispiel von Rotweiss. Das flüssige Mittel auf ein Mikrofasertuch auftragen und die Dichtungen behandeln. Pflegestifte (Sonax) lassen sich besonders einfach auftragen. Einfach wie mit einem Deoroller die Tür- oder Fenstergummis entlangfahren.

Und die Reifen nicht vergessen: Wer den Felgen und Reifen auch ein wenig Aufmerksamkeit schenkt, trägt zur Sicherheit, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit der Gummis bei. Dazu zählen nicht nur Reifendruck und Profitiefe zu checken, sondern vor allem die Reifenflanken in den Blick zu nehmen. Eine regelmäßige Reifenpflege mit Reifenpflege-Gel, -Schaum oder -Spray – zum Beispiel der Sonax-Reifenpfleger – schützt das Gummi vor UV-Strahlung, Austrocknung und Rissbildung. Aber Obacht: Nur die Reifenflanke behandeln, Mittel nicht auf die Laufflächen auftragen, da das die Bodenhaftung des Reifens insbesondere bei Regen oder Schnee beeinträchtigen kann.

Oft vergessen, aber auch sinnvoll für einen dauerhaft zuverlässigen Luftdruck: ein Quick-Check der Ventile. Gegebenenfalls leicht eingefettet bleiben sie lange geschmeidig – und dicht.

4. Bewegliches Schmieren und Fetten: geräuschlos und leichtgängig

Die Schiebetüre knarzt und schleift, die Flügeltüren im Heck quietschen, dass die Nachbarn auf dem Campingplatz jedes Mal zusammenzucken. Und am Abend beginnt das Fluchen erneut, da man sich aufgrund der schwergängigen Sitzbank die Nachtruhe erst verdienen muss. Es macht durchaus Sinn, alle beweglichen Teile und Scharniere regelmäßig zu schmieren und zu fetten. Aber nicht mit irgendwas und im Eifer des Gefechts wahllos WD 40 versprühen und schon gar nicht nach dem Motto „viel hilft viel“. Wo also Hand anlegen?

  • Schiebetüre
  • Schienen von Sitzbank, Rollos u. ä. Einbauten
  • Scharniere
  • Schlösser

Die rollengelagerten Schiebetüren müssen geschmiert werden. Schmierfett hat für diesen Anwendungsfall allerdings die schlechte Eigenschaft, Sand, Staub, Pollen und (Hunde-)Haare magnetisch anzuziehen. Das Ergebnis wäre eher suboptimal. Besser: Spray aus Polytetrafluorethylen, kurz PTFE, auch bekannt als Teflon. Der Vorteil: Es schmiert trocken von minus 30 bis 260 Grad Celsius, zieht keinen Schmutz an, ist nicht wasserlöslich und greift auch den Lack nicht an. Zunächst die Laufflächen der Rollen reinigen, damit sie sauber, fettfrei und trocken sind und anschließend Gleitflächen, Schienen und Rollen mit PTFE-Spray – in unserem Fall von Ballistol – aufsprühen.

Das Ergebnis: Knarz- und Quietschgeräusche adé, übrigens auch zwischen Möbelteilen. Und ganz wichtig: Es verbessert – zumindest ein bisschen – die Gleiteigenschaften schwerer Sitzbanken auf Schienen. Camper mit älteren Nugget-Modellen können ein Lied davon singen. Einfach eine Schicht PTFE auf (nicht in) die Gleitschiene sprühen und schon laufen die Gleiter der Sitzbank spürbar leichter vor und zurück. Der extrem geringe Reibungskoeffizient macht es möglich. Ein ähnliches Bild bei den Schiebetüren, nur dass diese weich laufen. PTFE-Spray schützt übrigens auch vor Frost und Verschleißerscheinungen an Achsen und Scharnieren. Kurzum: ein Pflege-Must-have.

Ebenso unverzichtbar, um die Gängigkeit von Scharnieren und beweglichen Teilen wie am Aufstelldach zu erhalten und zu optimieren, ist ein gutes Universal- und Multifunktionsöl. Bewährte Klassiker sind WD 40 oder das Balistol-Universalöl.

Tipp: Wenn der Schlüssel mal hakt oder die Temperaturen unter den Gefrierpunkt rauschen, kriechfähiges Öl auf den Schlüssel und vorbeugend ab ins Schloss. Schließzylinder sind komplex aufgebaut und sensibel – daher, wenn möglich von Graphit und sonstigen Kontaktsprays, die keine Schmierung erzeugen, Abstand nehmen und schon gar nicht kombinieren, da es sonst zu Verklebungen kommen kann.

5. Schlaflose Nächte vermeiden: Zelte, Nähte und Aufstelldach imprägnieren

Gerade erst auf dem Campingplatz angekommen, Aufstelldach aufgestellt und das kleine Vorzelt angebracht, schon braut sich am Himmel was zusammen. Es dauert nicht lange, dann prasselt der Regen auf den Stoff. Eine feuchte Nacht steht bevor, ob alles trocken bleibt?

Bei der Camperpflege oft vernachlässigt: die Schutzschicht des Aufstelldachs und Vorzelts regelmäßig auffrischen. Mit der Zeit lässt die wasserabweisende Wirkung ab Werk nach. Tipp: Eine „Mütze“ über den Zeltbalg ziehen. Wenn das keine Option ist, ist es zumindest beruhigend zu wissen, dass man den Zeltbalg im Frühjahr imprägniert hat. Fritz Berger hat hierzu einen Zeltimprägnierer im Angebot, ebenso Rotweiss, Ballistol und Yachtikon. Zeltstoff reinigen, Mittel aufsprühen, gegebenenfalls mit einem Schwamm leicht verteilen, trocknen lassen, fertig. Das ist auch eine gute Möglichkeit, den Stoff auf Schwachstellen zu kontrollieren und kleine Schäden zu reparieren. Wer frühzeitig nachbessert, verlängert die Lebensdauer und verhindert, dass die Schäden größer werden.

Neuralgische Schwachpunkte bei Zeltbalg und Vorzeltkonstruktionen sind Nähte und Reißverschlüsse. Erstere fungieren gerne als Einfallstor für Feuchtigkeit ins Zeltinnere, während letztere häufiger mal haken. Gear Aid hat hierzu passende Spezialimprägnierer im Angebot: Mit Seam Grip FC lassen sich Nähte gezielt versiegeln. Der schnell härtende, wasserbasierte Dichtstoff reicht für bis zu 18 Meter Nähte. Der Zipper Lubricant Stick und das Zipper Wachs dagegen pflegen Reißverschlüsse, damit sie reibungslos und geschmeidig laufen. Das Wachs schützt vor Korrosion, Schmutz und Abrieb und verlängert die Lebensdauer von Nylon, Metall- und Kunststoff-Zippern.

6. Innere Werte: Mit Diesel-Additiven das Gewissen beruhigen

Längere Distanz durch verbesserte Motorleistung, geringerer Verbrauch und ruhiger Lauf – Diesel-Additive für Motor und Tank versprechen viel, ihre wahre Wirkung ist allerdings umstritten. Das Fazit der großen deutschen Automobilclubs ist daher zurückhaltend. Auch wenn der positive Effekt letztendlich schwer beziffert und nachvollzogen werden kann, so ist der Grundtenor eindeutig: Additive schaden jedenfalls nicht, außer vielleicht dem Geldbeutel. Es macht daher Sinn, Dieseladditive nicht als Allheilmittel zu betrachten und sie gezielt und nach Bedarf einzusetzen. Und LiquiMoly führt zahlreiche Additive im Sortiment, darunter zwei Produkte, deren versprochene Pflegewirkung zumindest aus Campersicht sinnvoll erscheinen.

Stichwort „Dieselpartikelfilter“ und „Dieselpest“. Viele nutzen kompakte Campervans als Freizeit- und Alltagsfahrzeug. Häufige Stadtfahrten und Kurzstrecken lassen sich dann nicht vermeiden und das ist Gift für den Dieselpartikelfilter. Für diesen Zweck bietet LiquiMoly den „Dieselpartikelfilterschutz“, der die Verstopfung des Filters unterbinden soll. Wer seinen Camper dagegen als Saisonfahrzeug nutzt und dabei längere Standzeiten von mehreren Monaten die Regel sind, können mit dem „Anti-Bakterien-Diesel-Additiv“ Dieselpest vermeiden. Das Biozid wirkt vorbeugend gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze, die sich bei langen Standzeiten im Tank entwickeln können, und entkeimt bereits befallene Kraftstoffsysteme. Die Anwendung ist in allen Fällen gleich wie simpel: Einfach vor dem Tankvorgang in den Tank schütten, fertig. Vor Gebrauch allerdings stets Etikett und Produktinformationen lesen (und gegebenenfalls Motor-Freigabe checken) sowie Überdosierung und Vermischung verschiedener Additive vermeiden.

Letztendlich ist es eine Glaubensfrage. Und wenn auch nur Verbesserungen im Promillebereich eintreten oder sensible Camper einen runderen Lauf wahrnehmen, so ist zumindest das Gewissen mit dem Konjunktiv beruhigt, dass es was gebracht haben könnte.

Geringe Investition, hoher Nutzen: Mit regelmäßigen Pflege-Maßnahmen können Camper dazu beitragen, den Wert des Fahrzeugs zu erhalten und die Lebensdauer einzelner Komponente zu verlängern – und seien wir mal ehrlich: ein gepflegtes Äußeres ist auch was fürs Auge, und auch dafür lohnt sich die Mühe.