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Praktisches Zubehör zum Camping-Saisonstart 2026

08.05.2026
Text: CamperVans | Bild: Dometic

Die neue Camping-Saison ist eröffnet – Zeit, die Ausstattung zu optimieren und nach praktischem Zubehör Ausschau zu halten, das den Camping-Alltag und die nächsten Abenteuer bereichert.

Aclima: Leichte Wolle

Der Frühling steht vor der Tür und zeigt sich dieses Jahr von seiner wechselhaften Seite. Mal warm, mal kalt, mal nass, mal trocken. Die richtige Zeit für T-Shirts aus Light Wool, der atmungsaktiven Merinowolle, mit hohem Tragekomfort und neuen Designs. Aclima ist endlich mal ein Hersteller, der traut zu sagen, was den meisten Nutzern schon längst bekannt ist: Die Wolle wirkt geruchshemmend, und kann somit mehrfach getragen werden. Trotz Outdoor, Sport und Camping.

Nicht nur ein Vorteil, wenn man die Ausrüstung im Rucksack tragen muss, auch im Camper mit begrenztem Stauraum, ist es einfacher, weniger einzupacken, und hinterher ist es auch weniger zum Waschen, also auch gut für die Umwelt. Okay, natürlich, für 85 Euro könnte man auch zwei, drei normale T-Shirts kaufen und dafür regelmäßig wechseln, aber die nachhaltigen Merino-Shirts haben noch weitere Vorteile wie den Feuchtigkeitstransport für warme und trockene Haut. Außerdem legt Aclima großen Wert darauf, dass die Lieferanten der Merino-Wolle, also die Schafe, ein schönes Leben haben. Alle Anforderungen und Zertifikate werden erfüllt.

Foto: Sindre Kinnerod

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Zenbivy: Schnell zuschlagen!

Getestet und für super befunden. Bei einem Vergleich wäre es Testsieger und Kauftipp gewesen. So „schlummert“ der Testredakteur seit drei Jahren vorzüglich in seinem Doppelbett, und wenn es im Erdgeschoss zu kalt wird, krabbelt seine Frau zu ihm ins Hochdach und will auch unter die Decke. Die Kombination aus der superweichen und angenehmen Unterlage, die gesichert gegen Verrutschen mit der Unterlage verbunden wird, und der Decke, die auch wie ein Schlafsack geschlossen werden kann, funktioniert beispielsweise im Hochdach, auf einer aufblasbaren Matratze und einem rollbaren Lattenrost, wo jeden Morgen aufgerollt und am Abend wieder abgerollt und aufgeblasen wird, vorzüglich. Auf einer normalen Matratze funktioniert das System natürlich auch. Jetzt gibt es nicht nur die 2026er-Kollektion mit neuen Farben und neuen Features, sondern zurzeit ganz ungewöhnlich, wegen des schwächeren Dollar-Kurses, günstigere Preise. Minus zehn Prozent auf alle Produkte und minus fünfzehn auf ein Bundle aus fünf Teilen.

Neu Farben, neue Füllungen und neue Größen: Für jeden etwas dabei und schon ausgiebig getestet.
Foto: Redaktion

Camper-Adapter: Bo-dapter

Für den Sprinter, den Crafter und den Ducato sowie deren baugleiche Derivate fräst Camper-Adapter eine passgenaue Isolationsplatte aus trittfestem XPS. Die Platten sind ab 680 Euro für alle gängigen Fahrzeuglängen, Antriebsarten und sogar mit Ausfräsung für eine Fußbodenheizung erhältlich. Mit ihr gelingt Selbstausbauern ein besonders leichter Bodenaufbau (<5 kg, Ducato L3), mit dem eine gute Wärme- und Geräuschdämmung bei maximaler Stehhöhe realisiert werden kann – und das deutlich schneller als mit dem üblichen Bodenaufbau auf eigens angefertigten Holzfachwerk.

Über den hohen Blechstegen bauen die Isolationsplatten mit lediglich 18 Millimetern auf, die tiefen Bereiche werden mit 29 Millimetern XPS gefüllt. Durch die vollflächige Isolierung können deutlich dünnere Bodenplatten verwendet werden, was ebenfalls Gewicht spart. Zudem gelingt die Fertigung der Bodenplatte viel schneller, wenn die Bo-dapter als Schablone dienen. Last, but not least: XPS ist feuchtigkeitsunempfindlich sowie frei von schädlichen Flammschutz- und Treibmitteln.

Dank eingefräster Bodenkontur liegen die XPS-Platten vollflächig auf. Das maximiert die Stehhöhe und die Dämmwerte.
Foto: Redaktion

Dometic: Modular trinken

Hydration individuell: Das Outdoor-Unternehmen Dometic präsentiert eine neue Generation von Trinkflaschen, entwickelt für aktiven Lifestyle. Statt standardisierter Lösungen setzt man auf bewusst gestaltetes, flexibles Design. Eine Hydration-Lösung für deinen Tag. Deckel wechseln. Griff austauschen. Konfiguration neu denken. So flexibel wie die eigenen Pläne.

Mit den Teilen lassen sich über 400 verschiedene Kombinationen basteln. Zum Launch sind die Farben Glow, Lichen, Ocean, Silt and Slate erhältlich, es folgen noch Elderberry und Frost. Der Verkauf im Webshop oder Fachhandel startete Anfang März, im Juni sollen weitere Produkte folgen. Die Flaschen besteht aus 90 Prozent recyceltem Edelstahl, hat eine wärmereflektierende Kupfer-Innenbeschichtung, doppelwandige Vakuumisolierung und ist auslaufsicher. Die Becher kosten ab 25, die Flaschen ab 45 Euro.

Foto: Dometic

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Lambda-Coffee: Schön und gut

Dem 1888 geborenen Aluminium-Gießer Alfons Bialetti haben wir viel zu verdanken. Seine Idee, das Wasser durch Dampfdruck durch den Kaffee in die Kanne zu pressen, hat uns schon viele schöne Momente beschert. Und ja, so eine gut gebrauchte Bialetti ist schon ein Zeichen dafür, dass man schon lange unterwegs ist. Aluminium ist grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich und kommt beim Kaffeekochen auch nicht mit Säure oder Salzen in Verbindung. Dennoch kann man irgendwann das verkalkte Relikt aus der Vergangenheit in Rente schicken und sich was Neues gönnen. Großer Gag, wer lange genug mit dem Camper unterwegs war, will oft zu Hause auch noch einen Moka aus der Bialetti. Ja, es gibt inzwischen auch Kannen für Induktion-Untersetzer für die Alu-Kanne, aber man kann auch mal Neues probieren.

Komplett ausgerüstet und ohne Gebrauchsanleitung direkt genießbar. Das Lambda-Set ist gut, schick und robust für den Camper. In den Thermo-Tassen bleibt der Kaffee auch outdoor lange heiß.
Foto: Redaktion

Dem Designklassiker den Kaffee zu reichen ist natürlich schwer, aber die Lambda-Vesuv aus Edelstahl sieht schon gut aus. Das schicke Teil gibt es in 100, 200 und 300 Milliliter und der praktische Holzgriff lässt sich zur platzsparenden Aufbewahrung abschrauben. Hier wäre ein Linksgewinde praktisch, aber fest angezogen ist es eigentlich kein Problem, den Kaffee auszugießen. Passend zum Espressokocher gibt es auch eine kleine Kaffeemühle, die Terra fasst rund 30 Gramm Bohnen, und in 20 Sekunden ist das Mahlen fertig. Das Keramik-Kegelmahlwerk lässt sich natürlich nach Geschmack stufenlos einstellen. Wenn schon Style, dann richtig: Die Atacama-Edelstahl-Thermobecher mit 360 Milliliter Fassungsvermögen gibt es in vier Farben und als praktischen Zweierpack. Preis ab 39,99 Euro.

Pearl Cucina di Modena: Coffee to go

Überraschung, das Teil funktioniert. Als „echter“ Kaffeekocher ist man immer etwas skeptisch bei solchen Geräten. Natürlich gingen die ersten Versuche mit frisch gemahlenem Kaffee auch schief – es braucht ein bisschen abung, um nicht zu viel Kaffee zu verwenden und nicht zu fest zu tampern.

Auch wenn es aus verständlichen Müllgründen nicht so gern gesehen wird, mit normalen Kaffeekapseln funktioniert das Teil zuverlässig und problemlos. Also laden – die Maschine hat einen Akku mit 3.200 Milliampere und kann auch als Powerbank genutzt werden –, Kapsel einlegen, fest zuschrauben, realistisch getestet kaltes Wasser einfüllen und rund drei Minuten warten, bis die 140 Watt das Wasser auf 92 Grad erhitzt haben. Dann noch einmal auf das Knöpfen drücken, und der Espresso wird mit 15 bar aus der Maschine gepresst. Die Wartezeit ist auch unterwegs erträglich, denn der Wassertank kann verschlossen werden, damit nichts daneben geht. Für den Kaffee gibt es einen passenden Becher aus Kunststoff, der fest am Gerät sitzt und aus dem man trinken kann. Aus der Tasse ist es natürlich stilechter – allerdings sollte die nicht zu kalt sein, sonst ist der Espresso nur lauwarm. Geschmacklich ist das Ergebnis ganz ordentlich, da lohnt es sich fast, das Teil auf die Packliste zu stellen und mitzunehmen – im Stau eine wirkliche Bereicherung, und am Ziel kommt wieder die Bialetti zum Einsatz. Preis online knapp 70 Euro.

Das Ergebnis sieht gut aus und schmeckt auch so. Für den Notfall absolut okay.
Foto: Redaktion

Skandia: Hybrid-Kocher

Overdressed kennt wohl jeder: Zu viel, zu prächtig – der Klassiker, wenn alle im 8.000er-Expeditionsdress durch die Fußgängerzone wandern. Aber auch beim Campen ist es oft so. Jeder braucht Allrad, AT-Bereifung, Solar, Lithium – ob er es nun wirklich braucht oder nur auf dem Campingplatz am Landstrom hängt. Uns geht es nicht anders, wenn wir auch beides nutzen. Aber 200-Ah-Lithium sind wirklich schwer zu verbrauchen, so viel Kaffee kann man gar nicht trinken. Ganz praktisch ist da der 2-in-1-Kocher, der beides kann. Gas oder Strom, ganz praktisch gleich mit den passenden Töpfen. Wenn man also nur kurz unterwegs ist oder die Sonne die Solarzellen brutzelt, kann man getrost den Wechselrichter die 700 Watt für den Elektrokocher bauen lassen und spart sich das Gas. Wenn die Batteriekapazität langsam an ihre Grenzen kommt, nutzt man eben Gas, bis Lichtmaschine oder Solar wieder nachgeschoben haben. Also wirklich ganz praktisch und mit dem Topfset, in dem alles dann in einem Transportbeutel verstaut werden kann, echt okay.

Preis rund 130 Euro.

Wirklich praktisch für diejenigen, die unterwegs zu viel Strom haben, Gas sparen wollen, und auch nicht zu viel Platz haben. Die Töpfe sind mit 1,8, 1,1 und 0,75 Litern zwar nicht riesig, für zwei sollte es aber reichen
Foto: Redaktion

Helly Hansen: Leicht und Wetterfest

Mit der neuen Infinity Minimalist Jacke Odin präsentiert der norwegische Bekleidungshersteller Helly Hansen die leichteste, vollständig wasserdichte Jacke auf dem Markt. Gerade mal 220 Gramm bringt das Herren-Modell auf die Waage, die Damenjacke wiegt noch 20 Gramm weniger. Die wasserdichte Shelljacke ist aus möglichst leichtem Material gefertigt. Kompakt verstaubar, vollständig nahtversiegelt und sehr atmungsaktiv. Herzstück ist die Zwei-Komponenten-Membran, die auch bei anhaltendem Wasserdruck noch höhere Dichtigkeit bietet. Die Kombination aus der LIFA-Technologie und der porenfreien, wasserbasierten PU-Schicht maximiert die Performance der Membran. Die ergänzende 3,5-lagige Helly-Teck-Konstruktion sorgt für zuverlässigen Wetterschutz.
Preislich liegt die Jacke bei rund zwei Euro pro Gramm.

Foto: Helly Hansen

Cleanofant: Sauber und Siegel

Vor dem Fahren kommt für viele zuerst das Reanimieren des fahrbaren Untersatzes. Viele Campingbusse und Kastenwagen hatten über den Winter zumindest ein bisschen Pause. Je nach Nutzung oder Parkplatz ist es mehr oder weniger nötig oder sinnvoll, das Fahrzeug zumindest einmal innen und außen auf Vordermann zu bringen.

Fangen wir außen an. All inclusive, dafür ein bisschen teurer. Der Reiniger reicht aber für 250 Quadratmeter, die Versiegelung für 100. Das Set beinhaltet alles, was man braucht. Also Eimer, Reiniger, Waschhandschuh, Abzieher, Bürste und Versiegelung. Die Regel, dass man nur auf Waschplätzen mit Wasserabscheider waschen darf, sollte jeder kennen. Dennoch sind die Produkte, nach OECD-Richtlinien leicht biologisch abbaubar.

Foto: Redaktion

Der normale Reiniger ist schon gut, spannender wird das Thema, wenn es explizit um die schwarzen Regenstreifen, Moos und Harz geht, welche nach den schönen, schattigen Stellplätzen im Wald noch lange an den Urlaub erinnern. Das Schöne daran, auch hier ist der Außen-Sauber der Richtige. Wenn man das Konzentrat nimmt, kann man ihn 1 zu 10 mit Wasser mischen und in eine Sprühflasche füllen. Dann aufsprühen, nachwischen und klarspülen. Um erneute Verschmutzung zu bremsen, ist die einfach aufzutragende Sprühversiegelung ganz hilfreich.

Wer nach außen noch Lust hat, kann innen mit allen möglichen Reinigern und Hilfsmitteln weitermachen. Ob Leder, Gummi, Kunststoff, Furnier, Folie oder Aluminium – der Innenreiniger passt für alles.

Eine weitere Spezialität sind die Polituren für die Kunststoff-Fenster. Hier gibt es wirklich alles in den verschiedensten Ausführungen. Lackpolituren für Glanz und Matt gibt es natürlich auch.
Man wäre kein Camper-Spezialist, wenn es nicht zusätzlich das komplette Programm für die Abwassertanks und die Toilette geben würde, um vor dem Start wieder alles auf Neuzustand zu stellen.