Mencia heißt der 5,94 Meter lange ausgebaute Maxus Deliver 9, Ciclope ist damit eines der ersten Unternehmen, das den von SAIC (Shanghai Automobile Industrie Corporation) in China gebauten Transporter zum Urlaubsvehikel macht.
Zur CMT hat es nicht mehr gereicht, aber die Scouts sind unterwegs. Der spanische Kastenwagen-Ausbauer Ciclope in Sabaris an der Atlantikküste, nicht weit entfernt von Vigo, sucht in Deutschland Händler, die den Vertrieb einer neu entwickelten Camperserie übernehmen wollen.
Drei verschiedene Modelle sind im Programm, der Mencia 230 mit Trennwand zwischen Fahrerkabine und Wohnraum, der Mencia 420 mit offenem Durchgang und der Mencia 420e mit einem zusätzlichen Aufstelldach, das die Zahl der Schlafplätze von zwei auf vier erhöht.
Die Netto-Preisliste beginnt in Spanien bei 51.231 Euro, bei uns wären demnach 19 Prozent Mehrwertsteuer zu addieren, damit kommt der Mencia 230 auf 60.965 Euro.
Dafür gibt es einen Zwei-Liter-Diesel mit 150 PS (110 kW) und einer Drehmomentspitze von 375 Newtonmeter, der mit einer manuellen Sechs-Gang-Schaltung kombiniert wird. Ein 12,3-Zoll-Monitor zur Smartphone-Einbindung ist immer mit an Bord, ebenso eine Rückfahrkamera. Für Sicherheit sorgen das ESP, der Notbrems-Assistent, die Spurhalte- und Kollisions-Warnung, sechs Airbags, der automatische Notruf und eine Alarmanlage.
Vor allem die Vanlife-Ausstattung kann sich sehen lassen. Spezialitäten wie eine Corian Arbeitsplatte auf der Küche mit integrierter Spüle und Induktionsherd und ein 85 Liter großer Kompressor-Kühlschrank gehören zum Serienstandard.
Im Waschraum wird ebenfalls der Mineralwerkstoff Corian als Material für Dusche und das Klapp-Waschbecken genutzt, der Boden ist mit wärmendem Bambusholz belegt. Besonders schick ist die Wandverkleidung aus dünnem, anthrazitfarbenem Naturstein. Ungewöhnlich ist außerdem die Ausstattung mit einer Trockentoilette von Eco Klos. Eine verstärkte Lüftung und indirekte LED-Beleuchtung komplettieren die Einrichtung des Waschraums.
Manchem zu knapp könnte die Heckliegefläche sein, sie zwar zwei Meter Länge, ab er nur 120 Zentimeter in der Breite. Zehn Zentimeter größer fällt das Bett im Hubdach beim Mencia 420e aus.
Der Mencia ist gasfrei, die Warmwasserbereitung und die Temperierung des Innenraums übernimmt eine Dieselheizung. Auch der Lattenrost im Hubdach wird mit Warmluft versorgt. Der Induktionsherd bezieht seinen Energiebedarf von der serienmäßigen Lithium-Batterie mit 150 Ah über einen Wechselrichter.
Der Mencia 420 wird bei uns voraussichtlich 70.800 Euro kosten, für den Mencia 420 e mit Aufstelldach werden 80.643 Euro fällig. Auf das Basisfahrzeug werden fünf Jahre Garantie gewährt, für den Möbelbau verspricht Ciclope sogar eine lebenslange Gewährleistung.
Aufwerten lässt sich der spanische Camper mit verschiedenen Paketen. Für 600 Euro gibt es das Unterhaltungsprogramm mit einem 19-Zoll-Flachbildschirm und Antenne, 890 Euro kostet ein WLAN-Router mit Signalverstärker. Für eine Markise mit LED-Beleuchtung, Fliegenschutznetzen und Außendusche sind 2900 Euro zu zahlen, und für 3700 Euro wird das Pro-Elektrik-Paket mit einer 270 Ah starken Lithium-Batterie und 200 Watt Solarmodulen offeriert.
An eine elektrische Variante des Mencia ist jedoch nicht gedacht, obwohl der Maxus Deliver 9 auch mit Elektroantrieb angeboten wird. Der Boden des Transporter würde durch den Batteriesatz deutlich höher liegen als beim Diesel und sich die Stehhöhe auf etwa 1,70 Meter reduzieren, sagt J. Miguel Giraldez, bei Ciclope verantwortlich für das Marketing.