Gemäß Marken-DNA liegt der Fokus von Mobilvetta auf einem gediegenen Jacht-Design. Das erfinden die Italiener zur Saison 2027 neu: Der Mobilvetta Karys macht Schluss mit dunklem Hochglanz-Holzfurnier und Chromleisten.
Mobilvetta – eine italienische Marke, die seit 1970 Reisemobile herstellt und heute zur Trigano-Gruppe gehört – bringt eine neue Baureihe: den Karys. Nach wie vor steht das Interieur-Design im Fokus, weiterhin ist es dem teurer Jachten entlehnt – nun aber sehr viel moderner interpretiert.
Dem Hersteller ist ein klarer und fließender Stil gelungen, mit einer dezenten Farbpalette aus dunklen Grau- und Weißtönen – zweifelsohne sieht der Möbelbau des Karys sehr viel moderner aus als der des Vorgängers, dem Admiral. Durchgehende, teilweise abgerundete Dachstauschränke mit grifflosen Klappen, das offene Fahrerhaus samt Echtglas-Panoramafenster oder der neue, freitragende Tisch verbessern das Raumgefühl. So auch die relativ kaltweiße Ambientebeleuchtung mit horizontalen und vertikalen LED-Leuchtstreifen. Nicht neu, aber dem Design-Anspruch entsprechend sind die Küchenarbeitsplatte aus Mineralwerkstoff, textile Wand- und Deckenverkleidungen, zweierlei Kunstlederbezüge für die Sitzgruppe sowie einige Applikationen aus schwarz gepulvertem Aluminium.
Bei den Grundrissen bleiben sich die Italiener treu. Die Baureihe wird in den Längen 5,99 und 6,36 Meter mit quer oder längs verbautem Hubbett angeboten. Außerdem gibt es eine 6,36 Meter lange Variante mit Einzel-Längsbetten. Allen Betten gemein sind eine ordentliche Matratze und ein Holzlattenrost. Das Längs-Hubbett des Karys 6.5 messen wir mit 175 bis 185 mal 160 Zentimeter. In unterster Position erweitern seitliche Zusatzpolster die Breite auf knapp 190 Zentimeter.
Vor den Betten platziert Mobilvetta jeweils ein Schwenkbad – wird der Waschtisch über die Toilette geschwenkt, entsteht mehr Platz zum Duschen – und gegenüber eine Kombüse mit hochgesetztem Kompressor-Kühlschrank. Serienmäßig fasst dieser 84 Liter, optional sind 138 möglich. Schick: Arbeitsplatte und Spüle sind aus einem Stück „gegossen“ . Daneben sitzt ein Zweiflammkocher von CAN, darunter findet sich ausreichend Stauraum und ein Besteckeinsatz.
Neu ist die Tischkonstruktion an der Halbdinette: die Platte wird seitlich angeschlagen und verzichtet auf ein zentrales, oftmals störendes Tischbein. Trotzdem steht der Tisch erstaunlich stabil und mit vergleichsweise breit. Mobilvetta spendiert gleich zwei Tischplatten: Die große misst 72 mal 45 Zentimeter, die kleinere 34 mal 45 Zentimeter. Beide können einzeln oder auch zusammengesteckt verwendet werden. Bei Nichtgebrauch während der Fahrt kommen die Platten im Doppelboden unter der Sitzgruppe unter.
Auch technisch verspricht Mobilvetta eine klare Aufwertung. Dabei geht es vor allem um eine gehobene Serienausstattung: Truma iNetX inklusive App-Steuerung, 200-Wp-Solarpanel, Rückfahrkamera, 100-Ah-Lithium-Akku, Neun-Zoll-Infotainmentsystem, Markise, Außendusche, Fliegengitter und elektrische Trittstufe sind stets an Bord. Beim Basisfahrzeug – dem Fiat Ducato – sind 140 PS, Automatikgetriebe, Alufelgen und ein großes Fahrerassistenz-Paket Serie. Konsequent, dass Mobilvetta den Karys bereits ab Werk nicht in Weiß, sondern Expedition Grey lackiert. Die Preise verrät Mobilvetta jedoch erst zum Caravan Salon 2026 in Düsseldorf.