Neu bestellbar – und besser

Mercedes-Benz Sprinter 4x4 2022

Beinahe panisch wurden Daimler die letzten '21er Mercedes-Benz Sprinter mit Allrad und großem V6-Motor aus den Händen gerissen. Nun ist der Nachfolger bestellbar – mit neuer Technik für noch mehr Offroad-Spaß.
Text: Andreas Güldenfuß | Fotos: Mercedes-Benz

Der Mercedes-Benz Allrad-Sprinter ist nicht erst seit dem Camper-Boom ein sehr beliebtes Basisfahrzeug für Kastenwagen-Ausbauten. Bei den Herstellern, welche die Option Allrad  angeboten hatten, wurden deutlich mehr AWD- als RWDModelle verkauft. Der zuschaltbare Allradantrieb mit optionaler Untersetzung wurde bisher von Oberaigner geliefert, besonders beliebt war die Kombination mit dem kräftigen V6-Zylinder und 7G-Tronic-Automatikgetriebe. Zugeschaltet wurde die Kraft im Verhältnis 65 zu 35 auf Hinter- und Vorderachse verteilt. Das 4ETS-System hat durch Bremseingriff das jeweils durchdrehende Rad abgebremst. Das System war okay und meist ausreichend – aber nicht perfekt.

Jetzt hat Mercedes nachgelegt: Der neue Zweiliter-Motor, der OM 654 mit bis zu 190 PS und einem höheren Anfahrdrehmoment als der Sechszylinder, stammt wie die 9G-Tronic-Wandlerautomatik aus dem Pkw-Bereich. Das Verteilergetriebe ist ein verstärktes Teil aus dem GLE und kommt wie die  Teile für das G-Modell von Magna Steyr. Wie bei den Pkw oder Geländewagen ist der Allradantrieb jetzt permanent aktiv. „Torque on demand“ nennt Mercedes-Benz die vollvariable Momentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse im Bereich von Null bis 100 Prozent.

Für die Momentverteilung sorgt die im Verteilergetriebe des Mercedes-Benz Sprinter 4×4 integrierte, elektronisch geregelte Lamellenkupplung. Im normalen Fahrbetrieb ist die Kupplung offen und treibt ausschließlich die Hinterachse an. Bei geschlossener Kupplung kommt die Vorderachse ins Spiel. Außerdem hat man sich im Rahmen der Weiterentwicklung auch ans Fahrwerk gemacht. Eine neue Buckel-Blattfeder an der Vorderachse soll das schwammige  Fahrverhalten verbessern – aber nur beim Allrad. Weitere Highlights: Der neue Allradantrieb ist leichter und ein paar tausend Euro günstiger als bisher.

Und der erste Fahreindruck: phänomenal. Ohne Knarzen und Knarren und ohne das geringste Zutun des Fahrers rollt der serienmäßig  höhergelegte Sprinter über die nasse Teststrecke. Selbst steilste Auffahrten meistert der Vierzylinder OM 654 (114 bis 190 PS) im Schneckentempo, die Kraft wird perfekt verteilt. Besser geht es kaum. Rund 5.400 Euro, je nach Ausstattung, kostet der Allradantrieb extra. Ein Angebot, das die Anzahl der 4×4-Camper vermutlich nochmals steigen lässt. Konfigurieren und Bestellen ist ab sofort möglich: www.mercedes-benz.de/vans/sprinter

Redaktion
Andreas Güldenfuß

Klettern, Bergsteigen und Mountainbiken – alles Sport, bei dem man viel unterwegs ist. Das erste Auto: Ein selbst ausgebauter T3 – das war vor über 30 Jahren und seitdem keinen Tag nicht mindestens einen Camper besessen. Am Heft mach ich von allem etwas.

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