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Überraschungen vom Caravan Salon 2025

30.08.2025
Text: CamperVans | Bild: Redaktion

Von günstig bis super exklusiv: Wir zeigen Euch zehn interessante Fahrzeug-Neuheiten, die wir auf dem Caravan Salon 2025 entdeckt haben.

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf gibt es vieles zu entdecken. Beim Schlendern durch die Messe lassen sich viele Fahrzeug-Neuheiten betrachten. Wir haben einige spannende Entdeckungen zusammengefasst. Auch dabei: Sonderangebote mit limitierter Stückzahl.

Spacecamper Classic+

Die Darmstädter Campingbus-Schmiede erfindet sich mal wieder neu. Auf dem Caravan Salon zeigt SpaceCamper einen völlig neu gedachten Möbelbau aus gelaserten, pulverbeschichteten Aluminiumblech, der deutlich leichter ist und aufgrund der geringeren Materialstärke auch mehr Stauraum schafft. Holz wird nur noch für einige Blenden verwendet, sodass der wohnliche Charakter nicht verloren geht. Spannend ist auch der deckenhohe Schrank im Heck, dessen Filz-Türen nach innen geklappt werden können, wenn weniger Stauraum benötigt wird – so entsteht ein breiteres Bett, das wie gehabt auf der extrem leichten 3er-Schlafsitzbank des Herstellers basiert. Der Küchenblock mit drei Kochstellen, Designer-Spüle und freischwebenden Tisch lässt sich aus der fahrerseitigen Schiebetür schwenken – nennt sich Classic+ und wechselt ab 97.400 Euro den Besitzer.

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Dank faltbarer Klappen aus Filz kann das Bett auf 150 Zentimeter verbreitet werden, wenn weniger Stauraum benötigt wird.
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Dovra

Mit absolut winterfesten und bestens ausgestatteten Allrad-Sprintern hat sich Dovra vor drei Jahren auf dem Caravan Salon präsentiert. Nun bringt der schwedische Hersteller eine etwas abgestreckte Variante, die in lang (5,99 Metern) und Extra-Extralang (7,36 Meter) sowie mit Gas oder gasfrei erhältlich ist. Basis ist der Hecktriebler ohne Offroad-Anbauteile, aber immer noch sehr gut ausgestattet mit einer Alde-Heizung, einer Truma-Klimaanlage, Clesana, Dual-WLAN-Antenne und Technik von Victron mit 3.000-Watt-Wechselrichter und 400 Ah Lithium. Ein weiteres Highlight ist die knapp 10 Zentimeter starke Isolierung. Die Sechs-Meter-Version heißt Rig S-610, hat ein 197 mal 145 Zentimeter großes Querbett und kostet mindestens 231.400 Euro – immerhin fast 20.000 Euro weniger als der bisherige Allradler. Die Version mit Längsbett (200 mal 165 Zentimeter) kostet ab 244.600 Euro.

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Die Edelstahl-Arbeitsfläche mit eingeschweißter Spüle ist ein echter Hingucker. Kunden wählen zwischen Gas- oder Induktionskochfeld.
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Eifelland Relax Master

Eifelland wechselt vom Renault Master auf den baugleichen Nissan Interstar (L3, 6,32 Meter), der ab sofort auch mit rein elektrischem, 143 PS starken Antrieb bestellt werden kann. Die Reichweite beträgt laut Hersteller bis zu 460 Kilometer, die Zuladung sinkt im verkraftbaren Maße von 900 Kilogramm auf 750 Kilogramm. Der Preis liegt bei 84.900 Euro – macht 25.000 Euro Aufpreis gegenüber dem Diesel, wobei die Ausstattung des Elektro-Kastenwagen kaum mit der des Verbrenners verglichen werden kann. Beim Ausbau kooperiert Eifelland weiterhin mit Nordvan, die einen spannenden Grundriss in gelungenem Design zaubern: Ähnlich dem typischen Bulli-Layout befindet sich hinter dem Fahrersitz eine großzügige Längsküche, vor dem Bett eine Face-to-Face-Sitzgruppe für zwei Personen.

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Damit ist der Relax Master perfekt auf Paare zugeschnitten, die statt einer Rückbank lieber besonders viel Sportgepäck dabei haben. Das Bett funktioniert zwar auch quer, dann steht eine 180 mal 170 Zentimeter große Liegefläche zur Verfügung. Es kann jedoch auch um über die beiden Hocker hinweg ausgezogen werden – macht 90 Zentimeter zusätzlich, und aus dem Quer- wird ein besonders großzügiges Längsbett. Hier kommen gut auch mal drei Personen unter – das passt zur optionalen Zweierbank fürs Fahrerhaus. Auf ein festes Bad verzichtet das Konzept. Stattdessen verbaut Eifelland auf Wunsch eine Außendusche.

Der Grundriss ist ungewöhnlich und explizit auf die Nutzung zu zweit zugeschnitten.
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Yucon 51 FB Sonderedition

Yucon zeigt eine Sonderedition des beliebten 51 FB, die ein gutes Stück günstiger geworden ist, aber ausschließlich in exakt dieser Konfiguration bestellt werden kann. Wem das pastellige Cumulus-Blau gefällt und wer mit Stahlfelgen leben kann, der erhält für 51.500 Euro einen reisefertig ausgestatteten Campingbus auf Renault Trafic L1 mit Aufstelldach, fahrerseitiger Möbelzeile und Schlafsitzbank. Letztere ist fest verbaut. Zum 65 jährigen Jubiläum der Muttermarke Frankia ist außerdem ein Jubi-Paket mit Markise und Solarpanel im Wert von 2.200 Euro bereits ab Werk verbaut.

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FB steht für Festbank. Den kleinen Yucon gibt es auch mit Schiebebank, dann aber nicht in der günstigeren Light-Edition.
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Wavecamper

Der polnische Campingbus-Profi Wavecamper baut nun auch Kastenwagen. Das Konzept startet zunächst auf Citroën Jumper und Fiat Ducato in den drei gängigen Längen und soll später auf den Renault Master adaptiert werden. Wavecamper übernimmt das Design aus den Campingbussen und wählt beim Grundriss eine relativ seltene Variante mit Trennwand hinter dem Fahrerhaus und einem quer verbauten Küchen-/Badmöbel dahinter. Vor dem Bett im Heck, das je nach Fahrzeuglänge längs oder quer angeordnet ist, finden sich zwei Hocker und ein ausziehbarer Tisch. Die Preise starten bei 66.490 Euro mit dem 540er mit 140 PS und Handschaltgetriebe.
Optional gibt es alle gängigen Extras und auch ein Stealth-Paket. Dann ist das Fahrzeug mit einer getönten Festverglasung ausgestattet, die Bekleidung entfällt und auf Wunsch auch der Toilettenschacht, wenn statt der Kassetten- eine Clesana-Verschweißtoilette gewählt wird.

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Im neuen Wavecamper schafft die Trennwand zum Fahrerhaus eine ungewöhnliche aber gemütliche Atmosphäre.
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Vanexxt

Der im Frühjahr präsentierte Caravelle-Ausbau von Vanexxt ist serienreif und in der reduziertesten Version ab 66.490 Euro bestellbar. Nach wie vor will das Konzept vor allem durch seine modulare Bauweise überzeugen. Mit nur wenigen Handgriffen wird aus dem Camper ein Fahrzeug für den Alltag, für den Transport sperriger Ausrüstung oder ein gemütlicher Camper. Dank flachem Aufstelldach von Polimer und Tieferlegungsfedern bleibt die Fahrzeughöhe unter der magischen Zwei-Meter-Marke. Wer darauf verzichten kann, wählt das Reimo-Dach mit Komfort-Bett. Bei den Möbelmodulen kann zwischen einer schmalen Bank (115 cm) mit fahrerseitiger Möbelzeile und einer breiten Bank (135 cm) mit Heckküche gewählt werden. Auch eine Standheizung ist immer verbaut. Das treibt den Preis der in Düsseldorf ausgestellten Fahrzeuge aber auch auf 103.288 bzw. 111.530 Euro.

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Vanexxt setzt auf einen modularen Ausbau. Klappbank und Möbelzeile können mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden. Trotzdem haben die Fahrzeuge eine Womo-Zulassung.
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Clever Vans Drive 600 Kids

Günstig für Familien: Pössl Group-Tochter Clever Vans präsentiert den Drive 600 Kids, einen Stockbetten-Grundriss auf 5,99 Meter langen Citroën Jumper mit Werkshochdach (2,64 Meter). Der Grundpreis liegt unter der 50.000-Euro-Marke und umfasst bereits eine Truma Combi 4-Dieselheizung. Die Stockbetten messen 189 mal 133 und 183 mal 143 Zentimeter und sind mit einem Holzlattenrost ausgestattet. Auf Dachstauschränke verzichtet der Hersteller zugunsten der Kopffreiheit. Der übrige Grundriss ist klassisch, wobei die Sitzgruppe eher größer ausfällt und das Bad eher kompakt – dafür gibt es ein Klappwaschbecken. Der Küchenblock bietet eine Kocher-Spüle-Kombination und einen stirnseitig verbauten 70-Liter-Kühlschank, jeweils von Dometic. Passend zur jungen Zielgruppe kommt das Interieur im angesagtem Look in Anthrazit mit aufgesetzten Holzleisten. Gleichzeitig wirkt das Fahrzeug dank lichtgrauer Oberschränke nicht zu dunkel.

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Vier Personen auf knapp unter sechs Metern trotz Verzicht auf ein teures Aufstelldach – das klappt mit dem Clever Vans Drive 600 Kids.
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Clever Vans Runner 636 Active

Ebenfalls neu ist eine Active-Version des Runner 636. Sie zeichnet ein elektrisches Längs-Hubbett aus. So entsteht eine 124 Zentimeter breite, 199 Zentimeter tiefe und bis zu 144 Zentimeter hohe Heckgarage. Auch Zurrschienen fehlen nicht – perfekt für den Transport teurer Fahrräder oder ähnlich sperriger Ausrüstung. Clever Vans verzichtet hierbei nicht auf die Dachstauschränke, doch wenn die seitlichen Matratzenteile entnommen werden, kann das Hubbett stufenlos bis unter die Decke angehoben werden. Auch eine Leiter, ein Steckdosensatz zum Laden von E-Bikes und eine Truma Combi 6D fehlt nicht. Trotzdem verspricht der Hersteller ein fahrfertiges Gewicht von unter drei Tonnen und damit ordentlich Zuladung. Das neue Top-Modell der Select Line kommt auf mindestens 60.999 Euro. Ohne Hubbett ist der Runner 636 ab 58.999 Euro erhältlich.

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Der Runner 636 Active richtet sich an eine sportlich-aktive Zielgruppe.
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Roller Team Livingstone Go 540

Bei Roller Team profitieren Kunden zur kommenden Modellsaison vom Trigano-Konzernbaukasten. Aus einem überarbeiteten Möbelbau und der Citroen-Jumper-Basis mit 140 PS und Schaltgetriebe mischt die Marke die preisgünstigere Einsteiger-Baureihe Livingstone Go, die als 540er schon ab 52.990 Euro erhältlich ist. Dabei sind einige Ausstattungspakete, die noch in diesem Jahr nur gegen Aufpreis erhältlich waren, bereits verbaut. Wie bei den Schwestermodellen aus dem Trigano Haus wachsen der Mittelgang, die Arbeitshöhe der Küche und das Kühlschank-Volumen, die Dachstauschränke, die Querbetten und das Waschbecken im Bad. Das Design im „Automotive-Look“, in Grau und Weiß mit angedeuteten Schalensitzen gibt es jedoch nur bei Roller Team. Auf der Messe gibt es außerdem eine Power-Edition des Livingstone 2, die über 200 Wp Solar, Automatikgetriebe und alle möglichen Fahrerassistenzsysteme verfügt. Sie sind serienmäßig in Schwarz-Metallic lackiert. Der Preis: 58.990 Euro

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Der überarbeitete Livingstone Go ist großzügiger und gut ausgestattet zum günstigen Preis.
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VW Beach Camper Energy

VW feiert 20 Jahre California Beach. Der Crossover aus Multivan und California kam erstmals 2005 auf den Markt – zunächst als Multivan Beach und ab 2007 dann angegliedert an die California-Familie. Zum Jubiläum des Bestsellers präsentiert der Hersteller in Düsseldorf das Sondermodell „Beach Camper Energy“ und verspricht einen Preisvorteil von bis zu 4.600 Euro, weil unter anderem die Markise, die Standheizung, die 3-Zonen-Klimaanlage, ein Verdunkelungssystem, 17-Zoll-Alufelgen sowie einige Assistenz-Pakete zur Ausstattung gehören. Der Namenszusatz „Camper“ verrät außerdem, dass im Heck eine Miniküche mit Einflamm-Gaskocher und Stauraum sowie eine 230-Volt-Steckdose verbaut sind. Der Preis: 75.103 Euro. Gleichzeitig feiern die beiden möblierten California-Versionen Coast und Ocean mit und debütieren ebenfalls als Sondermodell „Energy“. Den Coast Energy gibt es ab 83.319 Euro, den Ocean Energy ab 88.775 Euro – macht einen ähnlich hohen Preisvorteil.

Foto: Redaktion
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