> Rückrufaktion wegen fehlerhafter Kraftstoffrücklaufleitung: Über 24.000 Fahrzeuge sind betroffen

Brandgefahr: Stellantis ruft Ducato, Jumper, Boxer und Movano zurück

05.03.2026
Text: Maike Leitholf | Bild: Hersteller

Wer mit einem der vier Stellantis-Transporter unterwegs ist, sollte jetzt aufhorchen: Ein Rückruf betrifft weltweit rund 24.200 Fahrzeuge, darunter viele Camper. Das Risiko: auslaufender Kraftstoff, der im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann.

Fiat Ducato, Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Opel Movano gehören zu den beliebtesten Basisfahrzeugen für Wohnmobile und Camper überhaupt – viele Ausbauer setzen seit Jahren auf diese Stellantis-Plattformen. Genau diese Modelle stehen jetzt im Mittelpunkt einer Rückrufaktion, die auch fertig ausgebaute Campingfahrzeuge betrifft.

Was ist das Problem?

Bei einem Teil der betroffenen Fahrzeuge entspricht die Kraftstoffrücklaufleitung offenbar nicht den vorgeschriebenen Herstellerspezifikationen.

Laut Kraftfahrbundesamt wurde die Kraftstoffrücklaufleitung nicht vulkanisiert und ist daher weniger elastisch und thermisch instabil. Im schlimmsten Fall kann dadurch Treibstoff austreten. Gelangt dieser auf heiße Motorteile, besteht Brandgefahr – ein Risiko, das gerade auf Reisen mit dem Wohnmobil niemand eingehen sollte.

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Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Der Rückruf gilt für folgende Fahrzeuge, die zu unterschiedlichen Produktionszeiträumen zwischen November 2024 und Juli 2025 in Italien vom Band liefen:

  • Fiat Professional Ducato (Rückrufcode: F52Y, Produktionszeitraum 19.03.2025 – 04.07.2025) Potenziell betroffene Fahrzeuge deutschlandweit: 4.081
  • Citroën Jumper (Rückrufcode: GN3, Produktionszeitraum 07.01.2025 – 22.07.2025) Potenziell betroffene Fahrzeuge deutschlandweit: 796
  • Peugeot Boxer (Rückrufcode: MZA, Produktionszeitraum: 04.02.2025 – 21.07.2025) Potenziell betroffene Fahrzeuge deutschlandweit: 277
  • Opel Movano (Rückrufcode: KTY, Produktionszeitraum: 06.11.2024 – 23.07.2025) Potenziell betroffene Fahrzeuge deutschlandweit: 557

Weltweit sind laut Stellantis rund 24.200 Einheiten betroffen. Für Deutschland sind bislang konkrete Zahlen für zwei Modelle bekannt: 796 Citroën Jumper sowie 277 Peugeot Boxer.

Was sollten Betroffene tun?

Wer ein betroffenes Fahrzeug hat, wird aktuell direkt vom Hersteller oder Händler angeschrieben. Der Werkstattbesuch selbst ist unkompliziert: Die Kraftstoffrücklaufleitung wird geprüft und falls nötig ausgetauscht – kostenlos und je nach Befund in etwa 20 Minuten bis eineinhalb Stunden erledigt, wie Stellantis auf Anfrage mitteilt.

Wer unsicher ist, ob das eigene Wohnmobil oder der Basisvan betroffen ist, kann beim Autohaus unter Angabe des jeweiligen Rückrufcodes nachfragen. Alternativ lässt sich das Fahrzeug über die FIN (Fahrzeug-Identifikationsnummer) beim Kraftfahrtbundesamt oder direkt beim Hersteller prüfen.

Unser Rat: Wer in den nächsten Wochen mit einem der betroffenen Fahrzeuge auf Tour gehen möchte, sollte den Werkstatttermin nicht zu lange aufschieben – und am besten proaktiv beim Händler nachfragen, ohne auf das Anschreiben zu warten.

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