Lockerungen werden konkreter

Corona: Campingplätze und Grenzübergänge öffnen wieder

Seit dem 6. Mai 2020 berücksichtigen Politiker in ihren Plänen, Deutschland wieder in den normalen Modus zurückzuführen, auch Stell- und Campingplätze und jetzt sogar EU-Grenzen.
Text: CamperVans - Magazin | Fotos: Thomas Kliem / CDC

So sprach der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, CDU, als erster vom „niedersächsischen Weg für ein Öffnungsszenario“, der fünf Stufen vorsieht, die Beschränkungen zu lockern, drei davon terminiert. Vorausgesetzt ist stets die weiterhin positive Entwicklung der Conona-Infektionen:

  • Stufe 1, 6. Mai: Übernachtungen unter anderem für Dauercamper zur Eigennutzung möglich.
  • Stufe 2, 11. Mai: Übernachtungen unter anderem auf Stell- und Campingplätzen erlaubt bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent. Das gilt auch für die Gastronomie.
  • Stufe 3, 25. Mai: eingeschränkte Öffnung von Hotels, Pensionen und Jugendherbergen.
  • Stufe 4, kein Termin: Übernachtungstourismus wird gelockert und ausgeweitet.
  • Stufe 5, kein Termin: Ende aller Beschränkungen für Übernachtungstourismus.

Corona-Krise: Geplante Lockerungen für Stell- und Campingplätze

BundeslandMaßnahme
Baden-Württemberg18. Mai. Voraussichtliche Öffnung
Bayern30. Mai: voraussichtliche Öffnung
Berlin 25. Mai: voraussichtliche Öffnung
Brandenburg 25. Mai: voraussichtliche Öffnung
Bremenkeine Info
Hamburgkeine Info
Hessen15. Mai: voraussichtliche Öffnung
Mecklenburg-Vorpommern25. Mai: voraussichtliche Öffnung
NiedersachsenCamping erlaubt
Nordrhein-WestfalenCamping erlaubt
Rheinland-Pfalz18. Mai: voraussichtliche Öffnung
Saarland 18. Mai: voraussichtliche Öffnung
Sachsen15. Mai: voraussichtliche Öffnung für Urlauber aus dem eigenen Land
Sachsen-Anhalt 15. Mai: voraussichtliche Öffnung
Schleswig-Holstein 18. Mai: voraussichtliche Öffnung
Thüringen 15. Mai: voraussichtliche Öffnung

Auch Lockerungen bei den Grenzkontrollen beschlossen

Wie Innenminister Horst Seehofer (CSU) in der heutigen Bundespressekonferenz verkündete, sollen bereits ab kommenden Samstag, 16. Mai, Kontrollen an der deutschen Grenze vorsichtig gelockert werden. Des Weiteren kündigte Innenminister Seehofer ein vollständiges Ende der Grenzkontrollen ab Mitte Juni an.

Bereits in der Nacht zum Samstag enden zunächst die Grenzkontrollen zu Luxemburg. Deutschland sei ebenfalls bereit, die Kontrollen an der Grenze zu Dänemark einzustellen, „sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat“, so Seehofer.

An den Grenzen zu den Nachbarstaaten Österreich, Schweiz und Frankreich soll ab Samstag nur noch stichprobenartig kontrolliert werden – allerdings noch bis zum 15. Juni. Alle Grenzübergänge dürfen genutzt werden, grundsätzlich gelte aber weiterhin, dass nur einreisen dürfe, wer einen triftigen Grund hat. Die Bundespolizei prüfe „flexibel und risikobasiert“, so der Innenminister, „nicht so systematisch wie bisher“. Zuvor hatte die österreichische Regierung verkündet, bereits ab diesen Freitag die Kontrollen zu Deutschland nur noch stichprobenartig durchzuführen und die Grenze am 15. Juni vollständig zu öffnen.

Von der Entscheidung nicht betroffen sind die Grenzen zu Polen und Tschechien, da hier bisher auf deutscher Seite keine Grenzkontrollen stattgefunden haben. Allerdings herrschen dort strikte Reisebeschränkungen vor.

Grund für die nun beschlossenen vorsichtigen Lockerungen ist die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens. Bei einem starken Anstieg der Infektionszahlen würden die Kontrollen wieder intensiviert werden. Das Ziel bleibe aber weiterhin, ab Mitte Juni einen freien Reiseverkehr in Europa anzustreben, so der Innenminister. Auch die EU-Kommission spricht sich für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen aus und plädiert dafür, die Reisebeschränkungen schrittweise fallen zu lassen.

Im Rahmen der Bundespressekonferenz wurde darüber hinaus verkündet, dass die weltweite Reisewarnung für Touristen schrittweise aufgehoben werden soll, beginnend mit europäischen Ländern. Einen Zeitpunkt nannte Bundesaußenminister Heiko Maas aber nicht.

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