> Winterzubehör für Camper: Praktische Highlights für die kalte Saison

Praktisches Winterzubehör und Highlights für die kalte Saison

08.02.2026
Text: Redaktion | Bild: Sophie Kirchner

Mehr als nur klassischer Wintersport für Camper und Outdoor-Fans in der kalten Jahreszeit: Wir geben Tipps für spannende Aktivitäten und praktisches Zubehör für den Winter.

Von „Es droht der Jahrhundertwinter“ bis „Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch laut Experten eher gering“ bieten die Vorhersagen alles. Laut den „serösen“ Medien werden die extremen Meldungen aber primär als Clickbait bezeichnet. Klar wäre ein typischer Winter schön: schöne trockene Kälte, am Anfang schöner Schneefall für eine schöne Landschaft und hinterher stabiles Wetter, damit man nicht ständig Schnee räumen muss. Klar gibt es die strengen Einmotterer, die sich streng an die Winterpause halten und deren Fahrzeug aufgrund fehlenden Kontaktes mit Streusalz und Co. eher ein H-Kennzeichen erhält als ein Ganzjahresfahrzeug – da es nicht vor den 30 Jahren Lebensdauer wegrostet.

Für den Wintercamper ist das natürlich unverständlich. Mit dem Camper in den wärmeren Süden fahren ist auch ein Klassiker – und zumindest ist die CO2-Bilanz ein kleines bisschen besser als bei der Flugreise zur Sonne. Aber natürlich ist auch der Wintersport ein Thema, und wer nicht an die teuren, meist überlaufenen Hotspots muss oder will, hat mit dem Camper eine große Auswahl an Zielen. Besonders die kleineren Gebiete und Regionen bieten sogar noch Stellplätze, auf denen man ein paar Tage verbringen kann, oder man sucht sich einen schönen Campingplatz, wenn geht, mit Sauna und Innenpool.

Aber was tun, wenn nicht auf die Piste? Fangen wir mal ganz gesund und extrem an: Eisbaden. Okay, die Meldung die uns auf die Idee geberacht hat, ist eigentlich das Gegenteil dessen, was wir uns vorgenommen hatten: „Vom Nischen-Trend zum Massenphänomen“ steht in der ersten Zeile. Aber so ganz glaube ich nicht daran und erinnere mich noch fröstelnd daran, wie meine Frau wagemutig im Winter in den Forellenteich „gesprungen“ ist, weil der Hund durchs Eis gebrochen ist. Egal, mit der richtigen Begründung geht es vielleicht, auch wenn die Tatsache, dass „37 Prozent der Generation Z unter depressiven Symptomen leiden“, mich nicht ins Wasser treibt. Eisbaden soll den Stress abbauen und einen Reset versprechen. Das Gute daran: Es braucht nicht viel, nur eine Badehose und ein bisschen Wasser.

5 Tipps für Eisbaden zu Hause

Daniela Billy ist Yogalehrerin und leitet seit vier Jahren Eisbade-Sessions – in Wien und in ihrer Heimat Zell am See-Kaprun. Ihre Empfehlungen für alle, die zu Hause starten möchten:

  1. Langsam anfangen: Wer noch nie Eisbaden war, sollte mit der kalten Dusche starten. Erst die Füße, dann die Beine, dann langsam höher.

  2. Die Atmung ist alles: Länger aus- als einatmen beruhigt den Körper und hilft, im Moment zu bleiben.

  3. Zwei Minuten reichen: Die wichtigsten Effekte treten in den ersten zwei ­Minuten auf. Man kann länger drinbleiben, aber dann geht es eher um mentale Stärke.

  4. Regelmäßigkeit zählt: Einmal die Woche oder alle zwei Wochen stärkt das Immunsystem und die Kälteresistenz.

  5. Nicht sofort warm duschen: Den Körper selbst wieder warm werden lassen – das trainiert zusätzlich.

Bei regelmäßiger Anwendung (mindestens einmal pro Woche) zeigt Eisbaden nachweisbare Effekte:

  • Stärkt das Immunsystem: Der Kältereiz trainiert die Abwehrkräfte.
  • Setzt Glückshormone frei und sorgt für das typische „High“.
  • Regt den Stoffwechsel an: aktiviert braunes Fettgewebe zur Wärmeproduktion.
  • Kurbelt die Blutzirkulation an: Gefäße werden trainiert durch Kontraktion und Erweiterung.
  • Stärkt das Nervensystem: erhöht die Stressresistenz im Alltag.
  • Verbindet mit der Natur: schafft unmittelbare Naturerfahrung.
  • Schafft innere Ruhe: das Gefühl von Lebendigkeit und Zen zugleich.
  • Verbessert den Schlaf: Viele berichten von tieferem, erholsamerem Schlaf.

Cyclite Bike Ski Rack

Foto: Hersteller

Die dritte Generation bedeutet: Das Produkt hat sich bewährt. Mit dem Bike auf Skitour – prinzipiell eine tolle Idee, wenn man nicht 200 Kilometer bis zum Berg radelt. Nicht ganz neu ist, mit dem Zug in Richtung Berge zu fahren. Wenn man dann noch das Fahrrad mitnehmen kann, ist die Kombi für Bahnhof bis Tourstart (und zurück!) ganz pfiffig. Ski und Stöcke werden an Oberrohr und Sattel befestigt und behindern beim Treten kaum.

Foto: Hersteller

Mit dem Bike auf Skitour ist aber schon hart. Im Winter Fahrradfahren ist dagegen ganz okay, natürlich abhängig von der Höhenlage. Der klassische Stuttgarter kann beispielsweise das ganze Jahr am Neckar entlang radeln – ist nur ein bisschen langweilig, weil kaum bis keine Höhenmeter. Wichtig ist allerdings, genug zum Anziehen dabei zu haben. Nass und kalt ist unangenehm. Deshalb die guten, wasserdichten Taschen.

Foto: Hersteller

Warme Füße: Socken von BUFF

Wenn sich Performance, Komfort und innovative Materialien vereinen, gibt es gute Socken. Auch wenn der Hersteller bisher eher für seine Schlauchtücher bekannt war, jetzt ist das Schlauchtuch etwas dicker, geformter, mit Ferse und unten geschlossen:

BUFF strickt jetzt Socken aus recyceltem Material oder Merino-Wolle, für ausgedehnte Wanderungen und fürs ambitionierte Skifahren.

Es gibt je zwei verschiedene Familien: Crew für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten und Over The Calf mit Polstern an Sohle, Knöcheln und Schienbein für lange Skitage.

Zur Auswahl: ThermoNets und Merinos.

Rutschfest mit Muck Boots

Jeder kennt sie und versucht, sie nicht zu benötigen. Klassische Gummi-Stiefel in stylishem Gelb, wasserdicht, aber nicht warm, und oben fällt, wenn vorhanden, der Schnee rein. Keiner käme auf die Idee, mit den Plastik-Latschen auf Wanderung zu gehen – zu kalt, zu unbequem, zu rutschig. Muck Boots hatte für die ersten beiden Probleme schon länger Passendes im Programm, jetzt gibt es zu gefüttert und bequem auch noch eine rutschfeste Sohle mit Glasfaser.

Das Glasfaser-System ist nicht neu, bei normalen Schuhen aber eher mit Vorsicht zu verwenden. Die Sohle fühlt sich nämlich ganz normal an, sorgt auf Eis für gute Traktion – aber auf Parkett oder Steinboden hinterlässt sie hässliche Kratzer! Da man die Stiefel selten im Wohnzimmer trägt, ist das sicher kein Problem.

Foto: Hersteller

Das Original: Dynafit Pin-Bindungen

Foto: Hersteller

Zuerst ein Schock, hat man doch mit einer Silvretta 300 das Tourengehen angefangen. Aber halt, es geht ja um Pin-Bindungen, da ist Dynafit Pionier und Original. Mit 157 Gramm ist die neue Mezzala+ die leichteste, voll einstellbare Bindung auf dem Markt. Preis: 600 Euro. Die Blacklight mit Hinterbacken aus Carbon ist mit Stoppern gut 120 Gramm schwerer, aber auch 120 Euro günstiger. Komfortabler in der Bedienung mit Stabilität und besserer Kraftübertragung in der Abfahrt ist die Ridge. 410 Gramm, 550 Euro. Klassisch, leicht und zuverlässig ist die Seven Summits mit drei Steighilfen, die mit oder ohne Stopper erhältlich ist. Im Gegensatz zu früher haben die Bindungen heute nämlich eine Auslösung und der Ski ist nach einem Sturz weg.

Foto: Hersteller

Winterwandern

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Na ja, Goethe ist auch viel rumgekommen, aber seine eigene Umgebung im Winter mal querbeet mit Schneeschuhen zu bewandern, kann auch ganz spannend sein. Zum Ausprobieren und Lernen kann man sich natürlich auch an die Profis hängen.

Man kann zum Beispiel eine gemütliche Tour machen, eine Stirnlampentour oder, wenn es ganz gut gefällt, eine Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung. Ganz praktisch beim Bergführer Bergwelt-Oberstaufen: es gibt gleich in der Nähe einen schönen Campingplatz, der Camping Aach, der ganzjährig geöffnet hat.

Foto: Hersteller
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Sicher vor Lawinen

Wäre schön, wenn man es nicht brauchen würde, aber das Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) wird immer wichtiger. Nicht dass ausschließlich das Klima oder Wetter daran schuld wären, es ist die Menge der Menschen, die teils mit keiner oder wenig Erfahrung auf Tour gehen. Besser einen Kurs machen und mit Fachübungsleiter oder einem Bergführer gehen.

Die neuen Ortovox LVS-Geräte Focus Voice und Focus Pro sind einfacher zu bedienen und helfen mit Display und Sprachnavigation, den Verschütteten schneller zu finden. Die neue Suchbreite beider Geräte liegt bei 80 Metern.

Preislich starten die neuen Geräte bei 380 Euro.

Traktion durch Spike-Schuhe

Ausreden gibt es viele, mit der richtigen Ausrüstung zählt keine: Getestet und für gut befunden. Die Salomon Winter Cross Spike sind wirklich klasse, nicht nur auf Trails, auch auf eisigen Wegen. Mit den Karbid-Spikes hat man ausgezeichneten Grip, die Dämpfung ist okay, die hohe Manschette ist ein guter Schutz vor Schnee. Er bietet Wetterschutz, komplett wasserdicht ist er nicht, dafür atmungsaktiv. Besonders schön ist auch, morgens um sechs durchs Wohngebiet zu rennen, denn mit den Spikes macht der Schuh Lärm wie ein Kettenfahrzeug.

Preis: 250 Euro

Foto: Hersteller
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Praktisch: Decathlon

Prinzipiell ganz praktisch, wie zum Supermarkt zu fahren und alles zu bekommen. Besonders mit dem Camper ist es oft einfacher, so einen Markt anzufahren, als sich durch die Stadt zu wühlen und nicht ins Parkhaus zu passen.

Decathlon hat auch wirklich gute Sachen, auch Camping, Outdoor und Sport. Die wasserdichte Ski- und Snowboard-Tasche ist fast ein Muss, wenn man seine Ausrüstung im Fahrzeug transportieren möchte. Die Taschen gibt es in klein und groß, passen für Ski bis1,86 Meter und kostet ab 100 Euro.

Alles andere gibt es natürlich auch bei Decathlon, klassische Marken oder günstigere Eigenmarken – für den Einstieg also nicht ganz verkehrt.

Bequem und gut: Zajo

Und zu einem vernünftigen Preis. Zajo aus der Slowakei haben wir schon getestet und lange mit dem Chef und Gründer gesprochen. Schön, wenn jemand so hinter seinen Produkten steht und dabei auch noch auf die faire Herstellung achtet. Alles ist praxisgerecht für den jeweiligen Einsatz konstruiert, ob wasserdicht mit Membran, warm mit Daune oder Kunstfaser oder aus Merino-Wolle von glücklichen Schafen.

Wer sich ein bisschen im Outdoor-Sport auskennt, weiß, dass aus der Slowakei viele erfolgreiche oder aktive Sportler kommen, die aktiv an der Entwicklung mitarbeiten.

Foto: Hersteller
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Sauber & dicht: Nikwax

„Sport ist Mord“, hieß es früher mal. Inzwischen weiß man, dass Sport – bis zu einem gewissen Maß – gesund ist. Es gibt aber einige Nachteile, selbst wenn man nicht dreckig wird, schwitzt man mal mehr, mal weniger. Ein Nachteil der oft kunstfasrigen Funktionskleidung – sie stinkt schnell mehr, als sie soll. Also häufig waschen, was wiederum die Funktion beeinträchtigt.

Foto: Hersteller

Viel günstiger und nachhaltiger ist es, die Klamotten richtig zu waschen, zu imprägnieren, aufzufrischen. Beim Blick auf die Homepage ist man zuerst überrascht, wofür es alles spezielle Waschmittel gibt, aber wer Nikwax kennt, weiß, dass es funktioniert.

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