> Dauertest Pössl Campstar

Schlafkomfort optimieren im Campingbus

11.03.2024

Campingbusse sind äußerst praktisch für Alltag & Urlaub. Doch ein bekanntes Problem: die Schlafsitzbank ist oft hart, die Unterlage im Aufstelldach dünn. Wir testen das Zenbivy-Schlafsacksystem in unserem Dauertester Pössl Campstar.

Die Mercedes V-Klasse ist definitiv ein angenehmer Begleiter, wenn es darum geht, komfortabel, schnell und sparsam von A nach B zu kommen. Die Optionen mit der Standheizung, dem Kühlschrank und den Betten darf man natürlich nicht vergessen. Der Campstar ist eben ein klassischer Vertreter der Gattung Campingbus, alltagstauglich wie ein großer Pkw, dabei noch deutlich flexibler, was das Ladevolumen und die Sitzkonfiguration angeht, und dennoch ein relativ vollwertiger Camper.

Kein Wunder also, dass der V 250 im Redaktionsalltag für alle möglichen Aufgaben herangezogen wird. Aufrecht sitzen, erhöhte Sitzposition, angenehm sparsamer Motor mit genügend Leistung und gut abgestimmtem Automatikgetriebe. Das Einzige, was regelmäßig bemängelt wird, ist der häufig klappernde Verschluss des Aufstelldachs – bis irgendwer die Verschlüsse wieder nachstellt.

Was man aber nicht vergessen darf: Auch moderne Dieselmotoren brauchen Öl, wenn es nach den Herstellerangaben geht, gerne auch richtig viel, um jede Reklamation gleich zu ersticken. Unser Campstar ist recht bescheiden mit knapp 0,1 Litern auf 1.000 Kilometer.

Dennoch heißt es aber, regelmäßig nachzuschauen – bevor sich der Motor meldet. Zum Glück geht das bei Mercedes ganz einfach und bequem über eine Anzeige, die man nur abrufen braucht.

Ebenfalls einfach und bequem ist unser neuester Zugang im Test: Das Zenbivy-Schlafsacksystem. Das System, welches eigentlich fürs Zelt gedacht ist, funktioniert auch im Camper vorzüglich. Die bekannte Problematik: Die Schlafsitzbank ist relativ hart und konturiert, die Unterlage im Aufstelldach ist recht dünn. Ein klassischer Topper nimmt oft zu viel Platz weg.

Bildergalerie

Eine elegante Lösung ist eine aufblasbare Isomatte, und da sind wir wieder beim Zelt. Den eigentlichen Schritt zurück in der Campingevolution muss man nämlich befürchten, das Zenbivy-System funktioniert nämlich klasse – nicht nur im kleinen Campster, auch beim Kastenwagen mit großem Querbett im Heck oder mehr Platz im Aufstelldach ist das System urgemütlich.

Die Kombination aus einer oder zwei Isomatten, bei denen man die Härte je nach Luftdruck variieren kann, einem supergemütlichen Überzug, der mit Bändern und Tunnelzug auf der oder den Matten befestigt wird und dazu noch eine Kapuze hat und einer Daunendecke, die zwar luftig leicht auf einem ruht, aber mit Häkchen am Bezug festgemacht wird und somit ein kuscheliges Nest entsteht.

Bei den derzeitigen noch kühlen Temperaturen ist der Komfort unglaublich. Die Daune hilft perfekt die Körpertemperatur zu regulieren, durch das offene System hat man dennoch volle Bewegungsfreiheit und trotzdem kann die Decke nicht so leicht verrutschen. Der zweite große Vorteil, besonders wenn man im Dach schläft, ist, dass das Kopfkissen vor der Kapuze am Herunterfallen gehindert wird. Nichts Schlimmeres, als wenn man bei Nacht im Winter den warmen Schlafsack verlassen muss, um das Kopfkissen zu bergen.

Fazit

Die ersten Tests hat das System schon bestanden und voll überzeugt. Zum Transport kann das komplette Paket am Stück zusammengerollt werden, am Abend einfach ausrollen, aufpumpen und schlafen gehen. Im Dach vom Campstar wird es leider zu eng. Es passt zwar wunderbar, wenn es geöffnet ist, doch um das Dach zu schließen, muss das Bivy aber abgebaut werden. Preislich starten die Sets aus Bezug und Decke bei knapp 250 Euro. Infos unter www.zenbivy.eu

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