Lessons Learned?

Tonke Van T6.1

Tonke wechselt auf den T6.1 und überarbeitet dabei das Mobiliar, genauer den Küchenblock. Was ist neu? Was besser? Wir haben genauer hingesehen.
Text: Daniel Schlicke | Fotos: Hersteller

Den Tonke Van gibt es nun schon seit 5 Jahren, Design und einige Ideen wurde von Beginn an viel gelobt. Das galt vor allem für den Küchenblock, der autark funktioniert und aus der zweiten Schiebetüre schwenkt, wodurch man auch von draußen kochen kann. Im CamperVans-Test von 2018 kristalisierten sich dann aber ein paar Schwachstellen der Konstruktion heraus. Besonders die Arbeitshöhe bewerteten die Tester kritisch. Den VW-Modellwechsel auf den T6.1 hat Tonke nun genutzt, um einige Verbesserungen umzusetzen.

Der Tonke Van

Zwei Schiebetüren und ein nach außen schwenkender Küchenblock (beides Option) sollen im Van von Tonke für ein noch größeres Gefühl von Freiheit sorgen. Viel Licht und offene Blickachsen – das Konzept weis zu gefallen, vorausgesetzt man steht wirklich frei und nicht auf einem engen Parkplatz. Findet das Leben im Bulli statt, überzeugt der Möbelbau durch simples, robustes Design. Die Verarbeitungsqualität ist fast durchgehend hervorragend. Die Klappsitzbank ist verschiebbar und bietet Platz für 3 Personen, die dank konturiertem Polster auch auf langen Strecken bequem sitzen. Geschlafen wird auf der ebenen Rückseite der Klappbank, die in Schlafposition 2,00 x 1,20 Meter misst.

Überarbeitet: Der Küchenblock

Besonders wird der Van mit klassischem Grundriss durch seinen Küchenblock, der aus der Schiebetür schwenkt. Neu ist das Schanier, auf dem der Drehmechanismus aufbaut. Es hat einen Endanschlag, wodurch der Küchenblock nicht mehr gegen die Schiebetür des Bullis stößt. Dank neuer Gasdruckfeder wird die Küche nun fixiert, bleibt also auch bei leichter Unebenheit ausgestellt.

Das neue Schanier ersetzt außerdem den Tisch an der Außenseite des Küchenblocks. Beim bisherigen Tonke Van wurde dieser Tisch genutzt, um den Küchenblock am Griff der Schiebetüre zu fixieren – nicht wirklich schön. Nun gibt es eine seitliche Arbeitsflächenverbreiterung, mit der es sich deutlich besser am Herd arbeiten lassen sollte, als noch mit den Tischen vor und hinter dem Kocher. Außerdem wurde die Küche mit Schubladen inklusive Softclose-Auszügen ausgestattet. Die neue Kocher-Spüle-Kombination hat ein schmaleres Spülbecken, der Platz kommt dem Kocher zugute, auf dem die Brenner nun mit einem größeren Abstand zueinander platziert sind, damit größere Töpfe verwendet werden können.

Lessons Learned?

Damit verbesstert der Hersteller aus Holland einige der wenigen Punkte, die der CamperVans-Redaktion im damaligen Test Grund zum Meckern gaben. Ein ganz wesentlicher Knackpunkt besteht aber offensichlich weiter: Die Arbeitshöhe scheint nicht niedriger geworden zu sein, und die war mit 1,21 Meter ganz schön hoch. Dazu kamen im Fall des Testfahrzeugs nochmal drei Zentimeter Höherlegung. Zwar ist die Küche autark konstruiert, könnte also auch komplett entnommen werden – das wird bei rund 48 Kilo aber nur machen, wer länger an einem Ort steht. Wer sich also insbesondere wegen der Outdoor-Küche für den Tonke Van entscheidet, sollte entweder groß gewachsen sein oder immer eine leere Bierkiste dabei haben. Den kompletten Testbericht aus CamperVans 05/2018 gibt es übrigens hier zu lesen! Mehr Infos vom Hersteller: www.tonke.de

Themen: Tonke
Redaktion
Daniel Schlicke

Weil es mit dem Fahrrad an den Atlantik doch etwas weit ist, bin ich seit meinem 18ten mit eigenem Bussle unterwegs. Bei CamperVans bin ich für Fahrzeugtests und Digitales verantwortlich, bringe mit Outdoor-Specials aber gerne etwas Abwechslung ins Heft!

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