Sicherung flieeeg...

230-Volt-Geräte im Camper

So gelingt der Betrieb leistungshungriger 230-Volt-Geräte an Bord auch auf dem Campingplatz, wo der Landstromanschluss nicht immer ausreichend abgesichert ist.
Text: CamperVans - Magazin | Fotos: scphoto48 - stock.adobe.com, Redaktion, Hersteller

Es könnte so schön sein: Landstrom auf dem Camping anschließen – und schon lassen sich alle 230-Volt-Geräte an Bord in Betrieb nehmen. Im Idealfall alle miteinander. Die Realität sieht hingegen etwas nüchterner aus. Wie viele Verbraucher tatsächlich parallel betrieben werden dürfen – darüber entscheidet in erster Linie die Sicherung an der Ladesäule. Steckt dort nur eine mickrige 6-Ampere-Sicherung, sollten alle angeschalteten Geräte an Bord bei einem 230-Volt-Netz maximal 1.380 Watt anfordern. Sonst schnalzt früher oder später die Sicherung raus – meist schon beim Anschalten des Geräts. Eine 10-Ampere-Sicherung toleriert immerhin 2.300 Watt, bei einer 16-Ampere-Sicherung sind es dann schon stattliche 3.680 Watt.

Anlaufstöme, zum Beispiel von Klimaanlagen, sindfür kurze Zeit um ein Mehrfaches höher als die Normalleistung vieler Verbraucher.

Allerdings übergeht diese Rechnung einen lästigen Aspekt einiger elektronischer Geräte – den Anlaufstrom. Klimaanlagen beispielsweise fordern für den Bruchteil einer Sekunde ein Mehrfaches ihrer Nominalleistung an. Grundsätzlich gilt daher: Wer einen großen Verbraucher wie einen Föhn oder Wasserkocher kurzfristig betreiben möchte, sollte alle anderen Verbraucher für ein paar Minuten ausschalten. Klimaanlagen und Kompressorkühlboxen, deren Kompressoren sogenannte induktive Lasten, also sehr hohe Anlaufströme erzeugen, sollten stets auf kleinster Stufe gestartet werden. Ein Tipp, den man im Camper generell beachten sollte.

Einige, aber leider doch nicht alle, energiehungrige Verbraucher sind mit einem komfortablen Softstart ausgestattet. Dieser Modus reduziert die Leistung des Anlaufstroms beim Anschalten des Geräts auf ein Minimum und verhindert so das „Fliegen“ der Sicherung. Wer Induktionskochfelder, Wasserkocher, Klimaanlage oder womöglich einen Kaffee-Vollautomaten an Bord hat, kann schon beim Check-in an der Rezeption des Campings nachfragen, ob dieser Stellplätze mit höher abgesicherten Ladesäulen anbietet. Doch auch hier gilt: Vernunft walten lassen und alle oben angesprochenen Tipps berücksichtigen. Sicher ist sicher – sonst muss man im schlimmsten Fall doch wieder im Regen raus an die Säule.

Sichere Alternative: spezielle Kombi-Ladegeräte

Eine andere Alternative bietet Büttner Elektronik an: die Kombigeräte MT-ICC 1600 und 3000. Die Geräte kombinieren ein Batterieladegerät und einen 1.600- beziehungsweise 3.000-Watt- Wechselrichter – und eignen sich übrigens auch zur Nachrüstung. Schaltet man an Bord nun die Klimaanlage oder einen anderen Verbraucher mit hohem Anlaufstrom an, erkennt der ICC die hohe Stromanfrage und liefert diesen kurzfristig über den internen Sinus-Wechselrichter – rechtzeitig, bevor die Sicherung der Ladesäule fliegt. Fällt der Anlaufstrom nach wenigen Millisekunden wieder ab, schaltet der ICC auf Landstrom um – ganz automatisch, der Camper an Bord merkt davon nichts.

Die Kombigeräte von Büttner registrieren Anlaufströme und unterstützen das Landstromnetz kurzfristig über die Bordbatterie.
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