Wer seinen Camper vor Diebstahl schützen und ihn jederzeit orten möchte, baut einen GPS-Tracker ein. Welche Möglichkeiten gibt es? Und wie funktionieren sie?
Der Albtraum jedes Campers: Caravan oder Reisemobil stehen nicht mehr dort, wo sie am Vortag abgestellt wurden. Bis die Polizei informiert ist und die Suche beginnt, vergehen wertvolle Minuten – oft sogar Stunden.
Moderne GPS-Tracker setzen genau hier an: Sie schlagen sofort Alarm, wenn das Fahrzeug unbefugt geöffnet oder bewegt wird – und abhängig davon, ob es aus eigener Kraft oder auf einem Anhänger verschwindet. Der Besitzer erhält in Echtzeit eine Benachrichtigung per App oder SMS sowie den aktuellen Standort.
Trackiwi bietet hierfür ein kompakt gebautes Gerät (79×43 mm) in Kombination mit einer Smartphone- oder Tablet App. Der Einbau ist schnell erledigt: 12-Volt-Anschluss herstellen, freischalten – und das System ist einsatzbereit. Der Besitzer erhält Push-Benachrichtigungen meist innerhalb einer Minute, etwa bei Erschütterungen (Einbruchversuch), beim Kappen der Stromversorgung oder sobald sich das Fahrzeug bewegt. Das Gerät selbst gibt keinen hörbaren Alarm ab – ein bewusst gewählter Sicherheitsaspekt, da ein akustisches Signal Tätern bei der Suche nach dem Tracker helfen könnte. Der integrierte Akku ermöglicht zudem einen autarken Betrieb von bis zu 90 Minuten. Das ist ein wichtiges Backup, bedeutet aber auch: Wird die 12-Volt-Versorgung unterbrochen, bleibt nur ein enges Zeitfenster, um das Fahrzeug zu orten. Wer kein digitales Reisetagebuch wie Find Penguins oder Polarsteps nutzt – also eine automatische Routenaufzeichnung, Bild- und Textzuordnung sowie optionale Fotobuch-Erstellung – kann mit dem Trackiwi-System zumindest seine Urlaubsroute nachverfolgen, Übernachtungsorte speichern und die eigenen Touren auswerten. Ein praktisches Zusatz-Feature, das jedoch nicht mit dem Funktionsumfang von FindPenguins konkurrieren kann.
Mit dem Caratec Track CET1500T bietet zudem ein weiterer Anbieter ein vergleichbares System an, inklusive integriertem Geofencing – ein virtuell definierter Bereich, bei dessen Verlassen ein Alarm ausgelöst wird. Beide Lösungen setzen offenbar auf Hardware des Telematik-Spezialisten Teltonika. Preislich unterscheiden sich die Systeme deutlich: Trackiwi kostet 149 Euro fürs Gerät sowie 60 Euro jährlich für die Datenübertragung. Caratec liegt bei 499 Euro für die Hardware, inklusive SIM und Datenvolumen für drei Jahre; danach fallen 139 Euro für jeweils weitere drei Jahre an.
Das GPS-Ortungssystem Pro-finder ist Teil des WiPro-Alarmsystems von Thitronik und kommuniziert weltweit via Funknetz mit der Thitronik-App auf dem Handy des Nutzers. Der Funktionsumfang ist beachtlich: Das Gerät informiert sofort per SMS bei Alarm, Unterspannung der Batterie und bietet eine Geo-Fencing-Funktion. Jederzeit ist eine Standortabfrage möglich und/oder die Ortung des Fahrzeugs. Über einen speziellen Schaltausgang können weitere Funktionen an Bord angesteuert werden. Der Pro-finder schlägt mit 399 Euro zu Buche, für 30 Euro extra erhält der Pro-finder eine Abschaltvorrichtung. Damit lässt sich der Start des Motors verhindern – sollte der Camper gestohlen worden sein. Kombiniert man den Pro-finder mit einer externen GPS/GSM-Antenne, optimiert man das Sicherheitsniveau enorm.
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