Schutzlack für Abenteurer

Camper mit Raptor-Lack lackieren

Die lackierbare Spezialbeschichtung von Raptor Coatings verspricht robusten Schutz für die Camper-Karosserie. Beliebter Offroad-Look inklusive. Ein ganz besonderer Schutzlack stellt sich vor.
Text: Karsten Kaufmann | Fotos: Campervan Schmiede

So beliebt der Raptor-Lack in der Offroad-Camper-Szene auch ist, darüber hinaus kennen ihn erstaunlich wenige. Dabei ist die Raptor-Beschichtung wahrlich kein Jungspund – es gibt sie schon seit rund 70 Jahren. Seither haben sich Rezeptur und Anwendung kontinuierlich verbessert, hin zu einem anwenderfreundlichen Produkt, dass für Händler und Endkunden gleichermaßen interessant ist. Wo Fahrzeuge härteste Alltagsbedingungen ertragen müssen, beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Nutzfahrzeugebereicht – konnte sich Raptor einen hervorragenden Ruf sichern.

Und tatsächlich: Wer sich für Raptor interessiert, sucht eine Beschichtung, die den Lack seines Fahrzeugs bestmöglich vor Kratzern, UV-Licht, Diesel oder Säuren schützt. Wer Ladung, Sportgeräte oder Werkzeugkisten im Heck seines Kastenwagen oder auf der Ladefläche des Pickups transportieren möchte, greift gerne zu Raptor. Und wer seine aufwändig und teuer lackierten oder folierten Camper schon häufig an tiefhängenden Ästen vorbeigesteuert hat und sich danach maßlos über hässliche Kratzer ärgern musste, wird zukünftig über eine Schutzbeschichtung nachdenken.

Je nach Druck, mit dem der Raptor-Lack aufgebracht wird, entsteht eine eher glatte oder eben extrem grobe Oberfläche.

Raptor-Hersteller U-Pol aus Großbritannien ist  ein weltweit bekanntes Unternehmen, das auf Autoreparaturlacke und ähnliche Produkte spezialisiert ist. Raptor ist wasserfest, bildet eine solide, erstaunlich feste Rostschutzschicht und zeigt sich extrem widerstandsfähig gegen Steinschlag. Damit eignet er sich perfekt für Motorhauben, Radläufe aber auch etwa auf Gfk-Unterböden von Wohnkabinen. Um eine grobe Einschätzung der Schichtstärke zu bekommen: Einmal ausgehärtet bringt es eine Zweischichtlackierung mit Raptor auf etwa 650 Gramm pro Quadratmeter.

Einmal aufgebracht und ausgehärtet bildet Raptor, entgegen anderer Lacke, eine recht grobe Oberfläche, deren Strukur, da häufig gewünscht, durch besondere Verarbeitung sogar noch verstärkt werden kann – beispielsweise im Offroadbereich bei Kunden, die eine besonders martialisch anmutende Oberfläche wünschen. Geschickte Lackierer erzeugen auf Wunsch eine eher glatte oder eben extrem grobe Oberfläche, die optische eine ähnliche Struktur zeigt wie grobes Sandpapier – auch wenn die Haptik deutlich weicher ist. Für begehbare Dächer eines Campers bietet Raptor die Möglichkeit ein spezielles Additiv zuzusetzen. Dies erzeugt eine gröbere, rutschfeste und robuste Oberfläche. Bei entsprechender Schichtstärke bildet Raptor zudem einen guten Hagelschutz.

Wer wünscht, kauft Raptor vorgemischt in Schwarz oder Weiß – als 2k-Gebinde mit separatem Härter für die Lackierpistole – oder eben in der Spraydose. Auch diese kommt mit zwei getrennten Bestandteilen, die vor dem Sprühen aktiviert (verbunden) werden müssen. Das geht kinderleicht, durch einen Druckknopf.

Auch wenn Spraydosen grundsätzlich eine schnelle und problemlose Handhabung suggerieren, sollten DIYler niemals die hohen Anforderungen an eine Lackierung außer Acht lassen. Egal, ob man zur Rolle, dem Kompressor mit Lackierpistole oder der Spraydose greift – man muss stets akkurat arbeiten. Vorbereitung der Flächen, Anschleifen, Säubern, Entfetten, womöglich Grundieren. Wie die Pistole, wie die Dose führen, welche Ablüftzeiten sollte man zwischen den Lackierdurchgängen beachten?  Zudem: Lackierte Karosserieteile müssen beispielsweise mit einem P180- beziehungsweise P220er-Schleifpapier

Raptor-Lacke lassen sich mit der Rolle, mit der Spraydose oder per Kompressor mit Lackierpistole auftragen.

angeschliffen, nackte Blech- oder Kunststoffteile unbedingt grundiert werden. Wie das alles gelingen kann – darüber informiert Raptorcoatings bestmöglich auf ihrer Webseite.

Die Kosten für eine Raptor-Beschichtung lassen sich schwer beziffern. Wie bei allen Lackierarbeiten hängt viel vom Aufwand der Vorbereitung ab. Müssen etliche Teile demontiert werden, wie hier im Fall des Allrad-Sprinters „The Beast“ von der Campervan Schmiede in Duisburg, werden auch schon mal 13.000 Euro fällig. Das Ergebnis kann sich allerdings sehen – hier entstanden durch die erfahrene Hand eines versierten Lackierers.

Für Hobbylackierer: Eine Spraydose für 1,5 bis zwei Quadratmeter gibt’s für etwa 35 Euro, den Raptor-Liner-Kit mit spezieller Sprühpistole, vier mal 711 Milliliter Raptor-Beschichtung sowie Härter für rund 150 Euro. Wer Raptor farblos bestellt, kann übrigens handelsübliche 2K-Lacke einmischen und somit seine Wunschfarbe erzeugen. In dem Sinne: viel Erfolg.

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