So frei die Reise mit dem Campervan auch sein soll: Beim Versicherungsschutz ist Improvisation kritisch. Wir geben fünf wichtige Tipps.
Was früher als eher behäbige Urlaubsform galt, ist heute Sinnbild eines modernen Lebensgefühls: Mit dem Camper los, wann man möchte, sich treiben lassen, neue Orte entdecken. Die Kombination aus Natur, Flexibilität und Unabhängigkeit macht Camping für viele attraktiv. Doch beim Versicherungsschutz ist von Improvisation abzuraten. Denn nicht jeder Schaden ist automatisch abgedeckt.
Wie jedes Fahrzeug benötigt auch der Camper eine Haftpflichtversicherung – sie springt ein, wenn durch einen Unfall fremdes Eigentum beschädigt wird. Sinnvoll sind darüber hinaus Teil- oder Vollkasko. Wer ins Ausland reist, profitiert häufig von einem zusätzlichen Auslandsschadenschutz.
Die Teilkasko deckt Schäden durch Brand und Kurzschluss an der Bordelektronik ab. Nicht jedoch sogenannte Seng- oder Schmorschäden. „Wer einen heißen Topf auf die Arbeitsfläche stellt oder etwas im Fahrzeug verschmort, muss die Kosten selbst tragen“, erklärt Jörn Menke von den Itzehoer Versicherungen.
Unwetterschäden gehören zu den häufigsten Schadensfällen bei Campern – hauptsächlich bei Wohnmobilen und Caravans. Besonders Hagel kann teure Spuren hinterlassen. Blechdächer von Kastenwagen sind nicht so empfindlich wie die oft verwendeten Isolierplatten mit dünnen Leichtmetall-Blech. GFK ist um einiges robuster, bei manchen Fahrzeugen ist nach dem Aufbau eines Hoch- oder Aufstelldachs Vollkasko günstiger als vorher Teilkasko.
Marderbisse sind in der Regel mitversichert. Doch wie sieht es mit anderen Tieren aus? „Wir bieten auch Schutz bei Bissschäden durch Mäuse oder ähnliche Tiere“, so Menke. Schäden im Innenraum sind meist ausgeschlossen. Zudem sollte man prüfen, in welcher Höhe Folgeschäden – etwa defekte Kabelstränge – abgesichert sind. Hier unterscheiden sich die Tarife mitunter deutlich.
Ein geplatzter Reifen kann gravierende Folgen haben. Fährt man über einen Gegenstand und der Reifen reißt, gilt dies oft als Unfall und ist dann über die Vollkasko versichert, inklusive möglicher Folgeschäden. Gegen Diebstahl hilft eine Kombination aus elektronischen und mechanischen Sicherungen: Alarmanlagen sowie Lenkrad- oder Pedalsperren erhöhen den Schutz deutlich.
Auf in die neue Campingsaison: Wenn Du Deinen Camper aus dem Winterschlaf holt, solltest Du ihn vor der ersten Tour des Jahres gründlich durchchecken. Mit Hilfe unserer Checkliste machst Du Deinen Camper fit für den Saisonstart.
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