Wie kann man Sprit sparen? - 10 Tipps

Diesel extrem teuer

Im Urlaub ärgern? Lieber nicht – obwohl Diesel so teuer geworden ist. Doch wie kann man Sprit sparen? Wir haben 10 Tipps gesammelt.
Text: ADAC/Redaktion | Fotos: David Roumanet

Aktuell kennen die Preise für Diesel nur eine Richtung: nach oben. Viele Camper empfinden die Verteuerung des Kraftstoffs, Diesel kostet mittlerweile mehr als Benzin, als großes Hindernis für die Fahrt in Urlaub. Schließlich belaste das Tanken die Reisekasse über Gebühr. Freilich, ein Dieselpreis jenseits der Zwei-Euro-Grenze vergällt einem den Aufenthalt an der Zapfsäule.

Dennoch macht der Spritpreis nur einen relativ geringen Teil der Kosten aus, die ein Urlaub im Campervan mit sich bringt. Beispiel: Bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 7.000 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von elf Litern auf 100 Kilometer fallen bei einem Dieselpreis von 1,25 Euro pro Liter 962,50 Euro an. Damit kostet der Sprit pro Kilometer 13,8 Cent. Verteuert sich der Liter Diesel auf 2,25 Euro, kostet der Sprit 1.732,50 Euro. Der gefahrene Kilometer verteuert sich um 11 auf 24,8 Cent verteuert.

Dennoch bleibt das Ärgernis. Doch es lässt sich zumindest minimieren: Laut ADAC können Kraftfahrer bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen. Damit entlasten sie den Geldbeutel, tun obendrein etwas fürs Klima und heben die Urlaubslaune – sofern sie folgende zehn Tipps beherzigen, um Sprit zu sparen:

Tipp 1: Die richtige Fahrweise

Optimieren Sie Ihre Fahrweise: Beschleunigen Sie flott, schalten Sie so schnell wie möglich hoch und behalten Sie mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit bei.

Tipp 2: Vorausschauend fahren

Fahren sie vorausschauend: Bremsen vergeudet Energie. Nutzen Sie daher so lange wie möglich Wirkung der Motorbremse. Nehmen Sie beim Heranrollen an eine rote Ampel nicht den Gang heraus. Die meisten Kastenwagen und Campingbusse sind mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, welche die Kraftstoffzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt. Gehen Sie frühzeitig vom Gas und lassen Sie das Auto die letzten paar hundert Meter bei eingelegtem Gang zum Beispiel auf eine Ortschaft zurollen, anstatt unmittelbar davor abrupt abzubremsen.

Tipp 3: Weniger Kurzstrecke

Vermeiden Sie kurze Strecken: Bei kaltem Motor verbraucht ein Fahrzeug am meisten Sprit. Steigen Sie bei Kurzstrecken lieber aufs Fahrrad um. Im Winter sollten Sie den Motor auf keinen Fall im Stand warmlaufen lassen. Das ist verboten, belastet die Umwelt, kostet Extra-Sprit und schädigt den Motor.

Tipp 4: Motor aus

Schalten Sie im Leerlauf den Motor aus: Sobald der Motor läuft, verbraucht er Kraftstoff – auch wenn das Fahrzeug nicht fährt (etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde). Daher: Motor aus, wenn die Leerlaufzeit voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert. An Bahnübergängen ist das sogar Vorschrift. Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, dreht einfach selbst am Schlüssel. Die zusätzliche Belastung für Anlasser und Batterie ist gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen.

Tipp 5: Langsamer fahren

Vermeiden Sie die Höchstgeschwindigkeit: Je niedriger die Drehzahl des Campervans, desto niedriger ist auch der Verbrauch. Mit einer höheren Drehzahl verbraucht der Motor mehr Sprit. Vor allem bei Geschwindigkeiten über 100 km/h steigt der Verbrauch mit steigendem Tempo übermäßig an. Je schneller es fährt, desto mehr Sprit verbraucht der Van.

Tipp 6: Stromfresser abschalten

Schalten Sie unnötige elektrische Verbraucher aus: Elektrische Geräte wie etwa Steuergeräte, Beleuchtung, Lüfter, Klimaanlage, Sicherheits- und Komforteinrichtungen beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie stellt der Generator bereit, den der Dieselmotor antreibt. Folglich kosten eingeschaltete elektrische Geräte und andere Verbraucher Sprit. Der elektrische Energiebedarf ist – anders als beim Fahrwiderstand – nicht von der Fahrstrecke oder der Geschwindigkeit abhängig, sondern von der Dauer des Einsatzes. Zum Beispiel führt eine Klimaanlage je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen zu einem Mehrverbrauch von 0,3 bis 1,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer. Sie zu nutzen ist dennoch sinnvoll: Ein angenehmes Innenraumklima hält den Fahrer fit. Damit die Spritrechnung nicht zu hoch wird, sollten Sie den Einschaltzeitraum auf das notwendige Maß begrenzen. Übrigens: Offene Seitenfenster oder Schiebedächer beeinträchtigen die an der Außenhaut anliegende Luftströmung und können ebenfalls Kraftstoff kosten. Nur bei niedrigen Geschwindigkeiten – etwa im Stadtverkehr – können geöffnete Fenster einen signifikanten Verbrauchsvorteil gegenüber einer Klimaanlage bringen. Achtung: Sparen Sie nie an der Beleuchtung, am Scheibenwischer oder an der Scheibenheizung und damit an der Sicherheit.

Tipp 7: Weniger Gewicht

Reduzieren Sie die Ladung und damit das Gesamtgewicht: Jedes Stück mehr im Campervan bedeutet mehr Gewicht und kostet Kraftstoff. Ursache dafür ist der Energieeinsatz, der erforderlich ist, um eine Masse auf eine höhere Geschwindigkeit zu beschleunigen. Also am besten alles raus, was Sie nicht brauchen. Das gilt ohnehin für Campervans, die bekanntlich Gewichtsgrenzen einhalten müssen.

Tipp 8: Korrekter Reifendruck

Achten Sie auf den richtigen Luftdruck: Kontrollieren Sie regelmäßig den Luftdruck. Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Verbrauch des Fahrzeugs.

Tipp 9: Wartungsintervalle einhalten

Achten Sie auf regelmäßige Wartung: Es gibt Verschleißteile, die relevant für den Kraftstoffverbrauch sind – etwa der Motorluftfilter. Wichtig für günstige Verbrauchswerte sind auch regelmäßige Ölwechsel. Hier sind die Vorgaben des Herstellers des Basisfahrzeugs einzuhalten.

Tipp 10: Fahrtrainings

Besuchen Sie ein Fahrtraining: Mit möglichst wenig Kosten sicher und zeitökonomisch Ihr Ziel erreichen – das können Sie bei einem Sprit-Spar-Training erreichen, das beispielsweise der ADAC anbietet.

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