Diese acht Campervan-Typen gibt es

Modellübersicht

Vom einfachen Hochdachkombi, über den Campingbus bis hin zum großzügigen Kastenwagen: Unsere Übersicht über die Campervan-Typen zeigt die gängigen acht Modelle und deren Vor- und Nachteile.
Text: CamperVans - Magazin | Fotos: Messe Düsseldorf

Vom einfachen Minicamper auf Hochdachkombi, über den Campingbus bis hin zum luxuriösen Kastenwagen für Zwei: Das Angebot an  Campervan-Typen kann für Einsteiger anfangs durchaus verwirrend sein. Die Unterschiede sind teils marginal und in der Praxis dennoch entscheident. Um diese Entscheidung zu erleichtern, zeigt Campervans die verschiedenen Fahrzeug-Typen und erklärt, worum es sich genau handelt.

Camper-Kauf

Planen Sie den Kauf eines Campers? In unserer XL-Anleitung zum Camper-Kauf finden Sie die optimale Einstiegshilfe mit Detail-Infos zu Fahrzeugtypen, Zubehör-Must-Haves, hilfreichen Ratschlägen zu Neukauf, Mieten oder Versicherung.

Die logische Weiterentwicklung nach dem Zelt. Der Minimalausbau im Hochdach-Kombi als Einstieg in die Camperwelt.
Foto: VWN

Minicamper: Für Minimalisten

Früher war es das größte, in den Ferien mit seinen Kumpels zelten zu gehen – es gab nur eine Steigerung: In Müllers Garten stand noch ein alter Audi 100. Innen roch es modrig, dennoch war es unvorstellbar aufregend, auf den heruntergekurbelten Sitzen zu schlafen. Ganz so spartanisch geht es bei den kleinsten Fahrzeugen unserer Übersicht nicht zu, aber die Liegelänge bei umgeklappter Rückbank in einem Kombi war lange Zeit kaufentscheidend. Bei den heutigen Minicampern auf eben

solchen Kombis kommt deutlich mehr Komfort ins Spiel. Fast wie Tetris-Spezialisten haben Tüftler herausnehmbare Küchenmodule und erweiterbare Liegeflächen entwickelt, die aus einem normalen Hochdachkombi ein funktionsfähiges Campingmobil machen. Dabei ist es erstaunlich, was man beispielweise aus einem VW Caddy machen kann: Spezialist Rohde bietet beispielsweise 2,00 mal 1,50 Meter Liegefläche – sogar in verschiedenen Härtegraden der Matratze, das schaffen andere nicht einmal in einem Ducato. Man braucht also nicht viel, um zumindest gut schlafen zu können. Stauraum gibt es bei dieser Ausführung ebenfalls genug, sofern man das Fahrzeug nur als Zweisitzer verwendet. In den meisten Fällen kann das Auto trotz Einbau der Campingausrüstung weiterhin im Alltag als Vier- oder Fünfsitzer genutzt werden. Der komplette Ausbau der Module ist bei fast allen Anbietern in wenigen Minuten erledigt und zur Befestigung werden meist bereits vorhandene Punkte an der Karosserie benutzt, sodass keine Veränderungen vorgenommen werden müssen. Gekocht, gespült, Zähne geputzt und gewaschen wird unter der Heckklappe. Für diejenigen, die sich mehr Privatsphäre wünschen, gibt es tolle umlaufende Vorhänge, die an der Klappe befestigt werden können. Es ist also alles kein Problem, man muss nur wollen. Viele Minicamper sind von ihren kleinen, wendigen und preiswerten Fahrzeugen so überzeugt, dass sie niemals auf was Großes umsteigen würden – aber wie schon gesagt, sag niemals nie.

Alltagsnutzen: 5 von 5 ★
PKW-Feeling: 4,5 von 5 ★
Fahrkomfort: 4 von 5 ★
Trucker-Feeling: 1 von 5 ★
Platzangebot: 3 von 5 ★
Wohnkomfort: 0,5 von 5 ★

Schlafen: 1-2, Sitzen: 2-7, Preis: ab 12.000€

Für Anfänger und Profis: Wer mit einem kompakten Camper umgehen kann, kommt damit überall hin.
Foto: Reimo

Kompakte Camper: Für Stadtmenschen

Nie was anderes als meinen Caddy, Berlingo, Kangoo, Doblo, etc. Wer sich auf das Abenteuer Minicamper eingelassen hat, und damit zurecht kommt, ist fest davon überzeugt. Ein zu 100 Prozent alltagstaugliches Fahrzeug und dennoch flexibel und spontan genug, um jederzeit und überall übernachten zu können, einen Kaffee zu kochen oder ein kühles Bier aus der Kühlbox zu zaubern. So lange man zu zweit ist, ist das alles kein Problem. Selbst mit Baby sind noch viele im Mini unterwegs und genießen die

Elternzeit. Aber irgendwann wird das Baby zu groß, oder es kommt noch ein zweites dazu und schon wird es schwierig, den Minicamper-Traum weiterzuleben.
Dabei sind doch nur die Schlafplätze das Problem, Platz unter freiem Himmel gibt es ja unendlich. Aber natürlich gibt es eine Lösung für das Problem – ohne gleich im Zelt auf dem Boden schlafen zu müssen. Die mit am wenigsten Aufwand verbundene ist das Dachzelt. Nicht erst nach dem ersten Dachzeltfestival, sind Dachzelte in der Beliebtheitsskala ein gutes Stück nach oben gerutscht. Rund 2.000 Euro kann man für ein Dachzelt einrechnen, ordentliche Dachträger kommen mit nochmals 250 Euro dazu.
Nur unwesentlich teurer, wenn man selbst die Säge in die Hand nimmt und aus dem Familien-Van das Dach aussägt, ist ein Aufstelldach mit Dachbett zu Nachrüsten. Knapp 3.000 Euro kostet das Aufstelldach für den kurzen Caddy, für den langen sind es ein paar Euro mehr. Der Komplettpreis inklusive Montage und Bett mit 1,95 mal 0,95 Meter Liegefläche geht bei rund 4.000 Euro los. Die Fahrzeughöhe bleibt mit 1,96 Meter bequem unter der Zwei-Meter-Marke, das Fahrzeug ist somit beinahe uneingeschränkt alltagstauglich.

Alltagsnutzen: 5 von 5 ★
PKW-Feeling: 4,5 von 5 ★
Fahrkomfort: 4 von 5 ★
Trucker-Feeling: 1 von 5 ★
Platzangebot: 2 von 5 ★
Wohnkomfort: 1,5 von 5 ★

Schlafen: 1-4, Sitzen: 2-7, Preis: ab 30.000€

Flexibilität, Mehrfachnutzen und Alltagstauglichkeit haben ihren Preis. Verglichen mit den großen Mobilen sind die kleinen teuer, aber praktisch.
Foto: VWN

Fünf-Meter-Camper mit Aufstelldach: Für Idealisten

Seit Jahren sind sie aus unserem täglichen Straßenbild nicht mehr wegzudenken: Die Fahrzeuge, die eine ganze Generation und den Begriff Campervans geprägt haben. Allen voran natürlich der VW California in all seinen Modellvarianten und mit all seinen Vorgängern. Der Hype California ist ungebrochen. Schon allein der Besitz eines solchen Freiheitsmobils macht einen automatisch zu einem besseren Menschen. Sportlich, spontan, unabhängig, abenteuerlustig. Wer ein Fahrzeug dieser Kategorie fährt, ist automatisch ein bisschen cooler als die anderen – oder Lehrer.

Ganz so ist es natürlich nicht – zumindest nicht bei allen Modellen der Fünf-Meter-Camper mit Aufstelldach. Ganz viele Hersteller haben sich wirklich auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Kunden eingestellt und bauen praktische, kompakte Camper mit extrem hohem Nutzwert. Oft sind es die kleinen Individual-Ausbauer, die das richtige Gespür haben. Wo Schränke und Schubladen einfach so gebaut sind, dass auch ein Topf oder ein Messer hineinpassen. Bei denen der Stauraum unter dem Bett hoch genug für eine Kiste Sprudelwasser ist und überhaupt die Versorgung mit Gas und Wasser einigermaßen plausibel für den zu erwartenden Einsatzzweck sind. Nicht alles was erfolgreich in großen Stückzahlen aus Konzernen fährt, ist in der Praxis auch praktisch. Doch zum Glück gibt es speziell in diesem Segment unzählige Anbieter, die wenigstens ein bisschen auf Änderungswünsche eingehen oder die so viel Praxiserfahrung haben, dass die inzwischen standardisierten Fehler schon ausgemerzt wurden – und teurer wird es dadurch auch nicht immer.

Alltagsnutzen: 4 von 5 ★
PKW-Feeling: 4 von 5 ★
Fahrkomfort: 4 von 5 ★
Trucker-Feeling: 2 von 5 ★
Platzangebot: 3 von 5 ★
Wohnkomfort: 2 von 5 ★

Schlafen: 22-4, Sitzen: 2-8, Preis: ab 39.000€

Wer auf Tempo 180 und einen Stellplatz in der Tiefgarage verzichten kann, steigert mit einem festen Hochdach den Wohnwert gewaltig.
Foto: Ford

Campervans mit Hochdach: Für Pragmatiker

Manchmal kann es mit 200 PS nicht schnell genug ins Wochenende gehen– doch 240 Euro und einen Monat Fahrverbot später? Auch wenn es einem nicht so vorkommt, über 70 Prozent der Deutschen Autobahnen sind ohne Tempolimit – was ist aber mit den 30 Prozent mit Kilomterbeschränkung? Prinzipiell sind war nicht gegen ein Tempolimit. Mit 100 oder 120 Stundenkilometer fährt es sich einfach gemütlicher, stressfreier und spritsparender. Wenn man bedenkt, dass sich der

Luftwiderstand von Tempo 80 zu 120 km/h verdoppelt, weiß man, wie man trotz größerer Stirnfläche relativ sparsam fahren kann und dabei noch den Antrieb schont.

Die absolut logische Konsequenz ist ein Hochdach – sozusagen als freiwillige Selbstkontrolle zum Wohle der Umwelt und des Geldbeutels zuliebe. Der Platzgewinn ist einfach enorm. Zusätzlich ist man deutlich unempfindlicher, was schlechtes Wetter angeht, einem GFK-Hochdach ist es egal, wenn es nass wird. Im Winter hat man es unter der isolierten Kuppel deutlich angenehmer als in einem Aufstelldach mit Stoffbalg. Der Schlafplatz oder die Schlafplätze im Dach sind meist toll und das Beste daran: Man muss nicht so viel aufräumen, da im Dach alles liegen bleiben kann. Abstriche gibt es natürlich auch, für diejenigen, die ins Parkhaus wollen. Die Durchfahrtsbeschränkungen an Parkplätzen beginnen oft schon bei 1,90 Metern. Aber klar, man zahlt etwas mehr bei manchen Fähren, ist etwas anfälliger bei Seitenwind und braucht natürlich tendenziell ein bisschen mehr Sprit – aber wir sind große Fans vom Campervan mit Hochdach.

Alltagsnutzen: 2 von 5 ★
PKW-Feeling: 4 von 5 ★
Fahrkomfort: 3,5 von 5 ★
Trucker-Feeling: 2 von 5 ★
Platzangebot: 3,5 von 5 ★
Wohnkomfort: 3 von 5 ★

Schlafen: 2-4, Sitzen: 2-6, Preis: ab 48.200€

Riesige Auswahl zu einem teils schier unglaublichen Preis. Selber bauen ist teurer, zudem sind die Fahrzeuge meist ausverkauft.
Foto: Redaktion

Klassisches 6-Meter-Mobil: Für Aktive

Die Evolution oder der beinah logische Schritt, wenn einem fünf Meter zu wenig werden. Das klassische 6-Meter-Mobil auf Basis der üblichen Verdächtigen. So hoch, das man auch ohne zusätzliches Dach stehen kann, so breit, dass das Bett quer anstatt längs eingebaut werden kann, mit Bad, Toilette, fest eingebauten Tanks für Wasser und Abwasser.
Diese Klasse der relativ komplett und gut ausgestatteten Kastenwagen hat jedenfalls bei Anzahl der Hersteller und Anbieter die kompakten 5-Meter-Mobile bereits überholt.

Zum Straßenbild gehören sie außerhalb der Urlaubszeit, zumindest in den Städten, noch nicht ganz. In der Praxis ist es mit den großen Jumpers, Ducatos, Sprinters und Crafters dieser Welt aber schon um vieles einfacher. Meist gibt es Stauraum ohne Ende, bequeme Betten. Die Unabhängigkeit von Sanitäreanlagen ist ein Luxus, an den man sich gewöhnen kann.
Ein Nachteil des Hypes um die Kastenwagen ist, dass es nur wenig Abweichung von Schema F gibt. Alle bauen prinzipiell das gleiche – und wem das nicht passt, der hat Pech gehabt. Durch die Preispolitik der Hersteller, die nur durch Gleichteile und Serienproduktion durchzuhalten ist, ist der Markt der Individualhersteller in dieser Fahrzeugklasse fast vollständig eingebrochen. Die einzige Ausnahme sind wirkliche Manufakturen, deren Fahrzeuge aber direkt rund 30 Prozent über dem Durchschnitt liegen. Mit einem optionalen Aufstelldach bietet so ein Fahrzeug entweder massig Stauraum. Wenn man die Betten im Heckbereich gar nicht braucht, dann eben vier vollwertige Schlafplätze. Ganz wichtig im Dschungel der vielen, günstigen Angebote: Immer schön das Gewicht im Auge behalten, denn mit jeder gewählten Option reduziert sich die Zuladung.

Alltagsnutzen: 1,5 von 5 ★
PKW-Feeling: 1,5 von 5 ★
Fahrkomfort: 2 von 5 ★
Trucker-Feeling: 3 von 5 ★
Platzangebot: 3,5 von 5 ★
Wohnkomfort: 3,5 von 5 ★

Schlafen: 2-4, Sitzen: 2-4, Preis: ab 33.000€

Nach kompakte Länge, dafür ein Plus in der Höhe. Nicht die schlechteste Wahl, um den Komfort und Platz zu erhöhen.
Foto: Redaktion

Sechs-Meter-Camper mit Hochdach: Für Familien

Eigentlich müsste die Überschrift „Für Familien und Fortgeschrittene“ lauten. Ob 2,60 oder 3,00 Meter Außenhöhe wirklich kein großer Unterschied sind? Aber der zusätzliche Platz innen macht schon viel aus. Sechs-Meter-Camper mit Hochdach lösen viele Probleme. Dachbetten können schon mal mit 2,10 Meter Länge aufwarten, während es quer im Heck nur 1,90 Meter sind. Schränke werden bis unters Dach gebaut. Es bleibt genügend Luft nach oben, um einen besonders Wintercamping tauglichen Doppelboden einzubauen.

Prinzipiell kommt so ein Gerät vom Platzangebot schon recht nah an ein Reisemobil ran. Man spart rund 30 Zentimeter in der Breite und man genießt eben doch noch robustes Blech um sich herum. Doch natürlich gilt es hier noch viel mehr auf das Gewicht zu achten.
Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm bleibt meist nicht mehr viel übrig für Passagiere und Gepäck. Wer dann noch Sportgerät, bei einem Fahrzeug mit vier Schlafplätzen beispielsweise vier Fahrräder mitnehmen will, kann davon ausgehen überladen zu sein. Was man auch beachten sollte, ist, das zwar der Raum im Fahrzeug für mehr Personen geeignet ist, die Ausstattung aber die gleiche bleibt. Wassertank, Kühlschrank, Kochstellen am Herd sind genau gleich wie bei einem Fahrzeug, welches explizit nur für zwei Personen ausgelegt ist. Bei der Wahl des passenden Fahrzeugs ist es also wichtig, sich vorher genau zu überlegen, was man damit anstellen will und mit welchem Fahrzeug man die geringsten Kompromisse eingehen muss. Eine große Kunst ist sicher, trotz des Platzangebotes nur so viel einzupacken, dass man innerhalb der Gewichtstoleranz bleibt. Die geht je nach Land von 0 bis 5 Prozent und kann beim Übertreten schnell ein paar Hundert bis ein paar Tausend Euro kosten.

Alltagsnutzen: 1 von 5 ★
PKW-Feeling: 1 von 5 ★
Fahrkomfort: 1,5 von 5 ★
Trucker-Feeling: 3,5 von 5 ★
Platzangebot: 2 von 5 ★
Wohnkomfort: 4 von 5 ★

Schlafen: 2-5, Sitzen: 2-4, Preis: ab 44.000€

Viel Platz für Gepäck und Passagiere, nur leider wächst das zulässige Gesamtgewicht nicht automatisch mit - also stets im Auge behalten.
Foto: La Strada

Kastenwagen mit 6,40m: Für Maximalisten

Lang und hoch. Mehr geht eigentlich nicht. Das lustige daran ist, dass es mit dieser Konstellation genauso viele Grundrisse für zwei wie für vier Personen gibt. Die Summe der Camper, die im gediegenen Alter von einem großen 2,40 Meter integrierten Reisemobil auf den nur 2,05 Meter schmalen Kastenwagen down graden ist gar nicht so gering. Auf rund 6,40 Meter Länge lassen sich natürlich noch viel mehr Extras und Luxus unterbringen als auf sechs Metern. Dank hohem Dach sind auch hier

ein doppelter Boden für Ganzjahrestauglichkeit sowie als Gepäckfach kein Problem. Wer so ein großes Mobil mit viel Platz nur mit zwei Personen nutzt, kommt letztendlich auch mit der zulässigen Gesamtmasse zurecht.
Die andere Option, nämlich das optimale Fahrzeug für die große Familie, ist wirklich mit viel Vorsicht zu genießen. Lang und hoch, am besten noch mit einem großen Motor, ist selten unter einem DIN-Leergewicht (Fahrer und Beifahrer, Gas und Wasser) von 3.200 Kilogramm zu bekommen. Da bleiben für die Kinder und fürs Gepäck allerhöchstens 300 Kilogramm. Nehmen wir also zwei Kinder, bleiben noch 200 Kilogramm, vier Fahrräder inklusive Träger, bleiben noch 140 Kilogramm Zuladung. Campingtisch, Stühle, Markise und ein Fernseher sowie eine Sat-Schüssel … und das Fahrzeug ist schon überladen, bevor die erste Unterhose überhaupt eingepackt ist.
Also vorsichtig, sparsam packen, oder gleich überlegen, ob bei einem Kastenwagen mit diesen Ausmaßen vielleicht doch eine Auflastung auf 3,85 Tonnen in Frage kommen könnte. Vorausgesetzt, man hat den richtigen Führerschein dazu.

Alltagsnutzen: 1 von 5 ★
PKW-Feeling: 1 von 5 ★
Fahrkomfort: 1,5 von 5 ★
Trucker-Feeling: 4 von 5 ★
Platzangebot: 4 von 5 ★
Wohnkomfort: 4 von 5 ★

Schlafen: 2-5, Sitzen: 2-5, Preis: ab 42.000€

Viel Platz auf knapp sieben Meter Länge: Die langen Kastenwagen für zwei gewinnen immer mehr Freunde.
Foto: VWN

Sieben-Meter-Kastenwagen: Für Genießer

Die letzte Fahrzeuggattung ist nicht ganz so weit verbreitet, scheint aber auch ihre Fans zu haben. Extra lang und teilweise extra hoch. Mit dem VW Grand California 680 tritt jetzt ein Big Player aufs Parket. Bisher waren es Namen wie CS-Reisemobile mit dem Rondo XL auf dem langen Sprinter oder Behl Mobile, der auf dem Iveco Daily oder dem Sprinter Fahrzeuge mir riesigen Längsbetten und allem Komfort ausgebaut haben.
Im letztem Jahr ist Knaus mit dem anfangs auf 150 Stück

limitierten Aktionsmodell Boxdrive 680 von der Nachfrage förmlich überrannt worden. In diesem Jahr folgte ganz aktuell der VW Grand California 680, beide auf dem Crafter mit Länge von 6,84 Meter. Auch wenn bei den Außenmaßen einiges an der viel geschätzten Handlichkeit sowie der Alltagstauglichkeit verloren geht: Verglichen mit einem Reisemobil scheint es die Kunden nicht zu schrecken. An Komfort fehlt es jedenfalls nicht, wenn man in so einem Fahrzeug im Zweifelsfall nur zu zweit unterwegs ist. Ein wesentlicher Unterschied ist außerdem, so ein 177 PS Crafter fährt im Zweifelsfall knapp 170 km/h schnell. Einer gemütlichen Reisegeschwindigkeit von 140 km/h stünde also nichts im Weg – außer vielleicht, das man das Mobil wegen des zu hohen Leergewichts auf 3,85 Tonnen auflasten muss, dann ist bei Tempo 100 theoretisch Schluss. Bei den Grundrissen, die ab Werk schon auf zwei Personen beschränkt sind, geht die Gewichtskalkulation vielleicht gerade noch so auf. Bei Fahrzeugen mit großen Fahrrad- oder Motorradgaragen im Heck muss man, um diese auch nutzen zu können, aber sicher auflasten. Viel Platz ist eben nur so lange sinnvoll, so lange man ihn auch nutzen kann. Deshalb ist eine sorgfältige Kalkulation enorm wichtig und das Thema Gewicht sollte bei jedem Verkaufsgespräch eine Rolle spielen.

Alltagsnutzen: 1 von 5 ★
PKW-Feeling: 1 von 5 ★
Fahrkomfort: 1,5 von 5 ★
Trucker-Feeling: 4 von 5 ★
Platzangebot: 5 von 5 ★
Wohnkomfort: 5 von 5 ★

Schlafen: 2-5, Sitzen: 2-5, Preis: ab 42.000€

Marktübersicht

Suchen und finden

Der Markt ist riesig. Obwohl viele Hersteller schon seit einiger Zeit den Rückgang des Campingbooms prognostizieren, schießen immer noch neue Marken und Hersteller wie Pilze aus dem Boden. Die Unterschiede sind teils marginal. Wenn man aber weiß, worauf man achten sollte, findet man sicherlich seine Nadel im Heuhaufen.

Komplette CamperVans-Marktübersicht, unterteilt in Campingbusse und Kastenwagen: www.campervans.de/marktuebersicht

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