Auf die ersten warmen Tage folgt bei vielen die Lust, den Camper aus dem Winterschlaf zu holen und wieder loszuziehen – Wir geben Tipps und Ideen für einen erfolgreichen Start in die Camping-Saison 2026.
Zum Saisonstart sollten Technik, Reifen sowie Wasser- und Gasanlage gründlich überprüft werden. Auch ein Blick aufs Reisebudget ist sinnvoll, denn die Preise auf vielen Campingplätzen in Europa haben sich zuletzt spürbar verändert. Parallel dazu kommen neue Entwicklungen ins Spiel: vom verbesserten Fahrwerk für Camper bis hin zu elektrischen Funbikes und weiterem Zubehör, das das Unterwegssein ergänzt.
„Wurde die Batterie vor dem Winter ausgebaut, muss diese wieder eingebaut und – sofern sie nicht an ein Ladungserhaltungsgerät angeschlossen wurde – aufgeladen werden“, erklärt Piero Scazzi, Technikexperte des ADAC Hessen-Thüringen. Anschließend können technische Geräte, wie Kühlschrank und Warmwasserboiler, auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden. Die Prüfung von Blinker und Licht sowie Klima, Lüftung und Heizung runden den Check ab.
Vor der ersten Fahrt müssen die Füllstände von Motoröl und Kühlwasser kontrolliert werden. Ein weiterer Check: Sind die Bremsen noch funktionstüchtig und ist ausreichend Bremsflüssigkeit vorhanden? Ansonsten gilt auch hier: Vor der ersten Fahrt auffüllen.
Bei den Reifen Druck und Profiltiefe kontrollieren sowie die Radmuttern nachziehen. Außerdem das Alter der Reifen prüfen, erkennbar an der DOT-Nummer an der Seitenwand. „Selbst wenn die Reifen noch die Mindestprofiltiefe aufweisen, sollten sie spätestens nach acht bis zehn Jahren gewechselt werden.“ Es lohnt sich, auch einen Blick auf das Reserverad zu werfen.
Die Wassertanks und -leitungen wurden bestenfalls vor der Winterpause gereinigt. Vor der Inbetriebnahme wird trotzdem eine kurze Reinigung empfohlen. Bei der Gasanlage sollten die Schläuche auf Risse überprüft werden. Seit 2025 ist man verpflichtet, diese alle zwei Jahre prüfen zu lassen.
Der Aufwand der Außenreinigung hängt davon ab, wo das Fahrzeug den Winterschlaf verbracht hat. Besondere Beachtung verdienen der Unterboden und die Radkästen, da sich hier häufig Schmutz ansammelt. Die Reinigung ist zudem eine gute Gelegenheit, das Fahrzeug auf Beschädigungen zu untersuchen.
So frei die Reise mit dem Campervan auch sein soll: Beim Versicherungsschutz ist Improvisation kritisch. Wir geben fünf wichtige Tipps.
Zum Artikel
Wenn man sich die Campingplatz-Preisentwicklungen im Vergleich zum Vorjahr anschaut, ist der Aufschlag von rund sieben Prozent in Deutschland und Schweden noch ganz erträglich. Frankreich legt nur sechs Prozent zu, Italien vier und Österreich dafür acht. Das bisher schon etwas teurere, zumindest beim Campingplatz, Kroatien erhöht um weitere zwölf Prozent und Spanien gleich um 15. Dass ausgerechnet die hochpreisigen Ziele kräftig zulangen, war ja klar.
Im Durchschnitt werden 73 Euro am Tag in Kroatien fällig. Spanien konnte also ruhigen Gewissens aufstocken, da sind jetzt nur 58 Euro. In Italien werden 2026 rund 63 Euro fällig und in Österreich 56. Frankreich liegt mit 46 Euro sogar noch unter dem europäischen Durchschnitt von 49 Euro. In Deutschland spart man immer, besonders im schönen Thüringen kann man sich bei 34 Euro jeden Tag noch ein paar Thüringer gönnen.
Fazit: Entdeckt die Heimat, da ist es auch schön, es gibt gutes Essen und gutes Bier, und man spart meist noch ein paar Liter Sprit.
Trotz hoher Spritpreise reisen: 10 kostenlose Übernachtungsplätze
Von E-Mobilität kann man halten, was man will, man kann es drehen und wenden, es gibt wie bei allem Vor- und Nachteile. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug als einziges Transportmittel ist je nach Einsatzzweck recht anspruchsvoll – aber viele Leute kommen auch mit ihrem Fahrrad, ganz luxuriös mit dem E-Bike, zurecht. Als sogenannter Commuter, also als Fahrzeug, mit dem man die drei, fünf oder zehn Kilometer von zu Hause zum Bahnhof oder Büro fährt, ist die Alternative ganz praktisch – vorausgesetzt, es regnet oder schneit nicht. Ein paar Einschränkungen könnte man aber über sich ergehen lassen, wenn das Fahrzeug Spaß macht.
Die etwas Älteren erinnern sich vielleicht noch an SWM. Wer etwas mit Motocross oder Enduro zutun hatte oder hat, kennt vielleicht auch die Bedeutung davon: Speedy Working Motors. Komischer Name für einen italienischen Motorradhersteller, aber damals, also in den 70er-/80er-Jahren, haben die Italiener auch die 1928 verkaufte britische Marke HRD auferstehen lassen: Hot Red Devils. SWM stimmt natürlich nur halb, die Gründer hießen Sironi, Vergani, Vimercate und Moto, also S VV M.
SWM war eigentlich schon eingeschlafen, doch als 2013 BMW den norditalienischen Motorrad-Hersteller Husqvarna an KTM verkaufte, waren die Technik und das Können von Husky plötzlich übrig. Der frühere Technik-Chef kaufte mit Shineray, einem der größten chinesischen Motorenhersteller, das von BMW komplett sanierte Werk in China. 2014 wurden die neuen, alten SWM, also neue Modelle auf Basis der alten Husqvarnas, vorgestellt.
2024 wurde der, die oder das Binsen präsentiert. Das elektrische Offroad-Funbike mit Straßenzulassung. Für das rund 60 Kilogramm schwere Gefährt benötigt man einen Führerschein der Klasse AM oder den PKW-/Motorrad-Führerschein. Im Legalbetrieb ist Binsen auf 45 km/h gedrosselt und hat mit dem 30Ah Lithium-Ionen-Akku rund 70 Kilometer Reichweite. Abseits der öffentlichen Straße könnte man die Leistung von 2,5 auf 10 kW erhöhen und mit 350 Nm Drehmoment am Hinterrad offroad ordentlich Spaß haben. Bremsen und Fahrwerk machen das Spiel mit, selbst die Elektronik tut mit Rekuperation und Traktionskontrolle ihren Teil dazu. Die Vorteile gegenüber dem klassischen Gefährt: Ohne Batterie ist das Teil leicht genug, um es auf dem Fahrradträger zu transportieren. Mit 86 Zentimetern Sitzhöhe ist es auch für kleinere geeignet und sehr schmal. Sehr wenig Wartungsaufwand und vor allem kein Geruch durch Öl und Benzin, falls das Teil im Fahrzeug transportiert wird.
Der Preis liegt mit 4.490 Euro auf dem Niveau eines E-Bikes. Das Binsen kann das alles auch, nur ohne Pedale.
Serienstoßdämpfer sollen im Idealfall immer souverän funktionieren – egal, ob aus dem T6.1 ein Transporter wurde oder ein California. Letztlich ist die Fahrwerksabstimmung also immer ein Kompromiss, der die hohen Erwartungen von Campern häufig nicht erfüllt. Spezielle Camper-Stoßdämpfer wie die von Bilstein sollen das Problem lösen: Sie wurden extra für Kastenwagen oder Campingbusse entwickelt und versprechen eine bessere Straßenlage, geringere Seitenneigung bei Wind und in Kurven und eine hohe Lebensdauer, auch bei voller Beladung.
Bislang waren die B6-Camper- und Advanced-Stoßdämpfer von Bilstein ausschließlich für den VW California T5, Fiat Ducato und baugleiche Schwestermodelle verfügbar. Künftig bietet Bilstein sie auch für den VW California T6 und T6.1 sowie für den Sprinter B910 (4-Tonnen-Variante ab Baujahr Oktober 2021) an. Der Hersteller berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Last- und Fahrwerksvarianten der einzelnen Baureihen, um ein optimales Ergebnis bieten zu können.